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SimSimulator - Teil 305: Contraband Police
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft, doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 305: Contraband Police
Nach dem Überraschungserfolg auf dem PC landete Contraband Police vor kurzem auch endlich auf PlayStation 5 und Xbox Series X/S – und die Frage lautet: Lohnt sich der Job am Schlagbaum ebenso auf den Konsolen? Die kurze Antwort: Ja. Die etwas längere: Auf jeden Fall, wenn man Lust auf ein ungewöhnlich intensives und herrlich eigenwilliges Simulationserlebnis hat.

Klingt trocken, ist es aber nicht
Da das Spielprinzip auf der Konsole natürlich das gleiche wie auf dem PC ist, übernimmst du auch hier die Rolle eines frisch eingewiesenen Grenzpolizisten im fiktiven Ostblockstaat Acaristan. Die Aufgabe: Fahrzeuge kontrollieren, Dokumente vergleichen, Schmuggel aufspüren – und dabei möglichst keine Fehler machen, denn der Staat hat ein Auge auf alle deine Entscheidungen.

Was auf den ersten Blick nach trockener Bürokratie klingt, spielt sich überraschend dynamisch. Jede Kontrolle wird zu einer kleinen Detektivarbeit: Stimmen Passfoto und Gesicht überein? Wurde das Visum manipuliert? Fehlt ein Stempel oder sitzt das Nummernschild schief? Das Spiel trifft hier einen Sweetspot aus Detektivarbeit und entspanntem „Ich guck’ noch einmal genauer hin“-Flow, der auf Konsole mit Gamepad-Steuerung wunderbar funktioniert und obendrein frischen Wind in das sonst eher trockene Genre der Simulationsspiele bringt.

Die Bürokratie wird auf die Probe gestellt
Contraband Police wäre natürlich nicht zu so einem Kultspiel geworden, wenn es nur bei Dokumenten und dem Untersuchen von Autos bleiben würde. Je tiefer du im Spiel vorankommst, desto häufiger wird die geordnete Welt der Bürokratie auf die Probe gestellt. Schmuggler geben Fersengeld, es kommt zu Feuergefechten, bewaffnete Banden greifen die Grenze an, und zwielichtige Gestalten versuchen dich zu bestechen oder einzuschüchtern.
Diese immer wieder überraschenden Eskalationen sorgen für die dringend benötigte Abwechslung. Die Routine der Dokumentenkontrollen kann sich nach einigen Spielstunden nämlich doch etwas abnutzen, weshalb die eingestreuten Events auf geschickte Art dafür sorgen, dass man nicht irgendwann gelangweilt das Spiel ausschaltet.

Stetiger Fortschritt
Ebenfalls motivierend wirkt der stetige Fortschritt. Mit jedem erfolgreichen Tag verdienst du nämlich Geld, mit dem du anschließend deine Ausrüstung aufwertest, in deinen Grenzposten ausbaust oder in neue Fahrzeuge investierst, die dir später bei Verfolgungsjagden helfen. Diese stetige Weiterentwicklung motiviert enorm – und jeder Schritt macht deinen Job effizienter, aber auch gefährlicher.
Die Kampagne bietet also genug Abwechslung, um über viele Stunden zu unterhalten, und zusätzliche Modi wie der Sandbox-Modus oder Challenges verlängern den Spielspaß deutlich.

Ostblock mit Charakter
Optisch konnte Contraband Police bereits auf dem PC keine Preise gewinnen und auf den Konsolen ist es jetzt nichts anders. Doch das stört in diesem Fall niemanden. Die leicht rustikale Grafik mit ihren rostigen Karren, der heruntergekommenen Grenzstation und den nervösen Fahrern unterstreicht die Stimmung des Staates, der irgendwo zwischen verfallenen Mauern, rostigem Blech und politischer Paranoia feststeckt, sogar, weshalb sie perfekt zum Setting passt.
Die 80er-Jahre-Ostblock-Ästhetik wirkt dabei glaubhaft, rau und manchmal bewusst unangenehm – genau wie das Regime, für das man arbeitet.

Auch der Sound passt meiner Meinung nach hervorragend. Die knarzenden Funkgeräte, knatternden Motoren und das Knistern von Papier verstärken das Gefühl, in einer abgelegenen Grenzstation irgendwo im Ostblock zu sitzen, weit weg von jeder Form von Komfort.


Fazit:
Ich freue mich sehr, dass Contraband Police es doch noch auf die Konsolen geschafft hat. Denn so kommen auch Konsoleros in den Genuss dieses ungewöhnlichen Simulators, der mit seiner Mischung aus Bürokratie, Action, schwarzem Humor und Ostblock-Atmosphäre eine ganz eigene Faszination ausstrahlt, die man als Spieler*in so schnell sicherlich nicht vergisst.
Der Konsolen-Umsetzung ist dabei technisch brillant gelungen und bietet eine saubere Gamepad-Steuerung, die einen den Job tadellos erledigen lässt.

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Special vom: 21.11.2025
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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