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Stromausfall: Apfelstrudel-Alibi
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/Apfel

Nach zwei Jahren Pause liefert Rita Falk mit Apfelstrudel-Alibi den mittlerweile 13. Fall für ihren kultigen Provinzpolizisten Franz Eberhofer. Dabei zeigt sie erneut, warum ihre Reihe seit Jahren zu den erfolgreichsten deutschen Unterhaltungskrimis gehört. Der neue Band ist nämlich ein gewohnt schräger Mix aus Krimi, Chaos und Kleinstadtcharme, der Fans sofort abholt und Neueinsteigern einen leichten Zugang bietet.

Die gebürtige Oberammergauerin Rita Falk gehört längst zu den bekanntesten Stimmen der deutschsprachigen Unterhaltungsliteratur. 2010 eigentlich „nur so nebenbei“ mit dem Schreiben begonnen, katapultierte sie ihr Debüt Winterkartoffelknödel direkt in die Bestsellerlisten. Heute sind ihre Eberhofer-Romane millionenfach verkauft, mehrfach verfilmt und aus der deutschen Popkultur kaum wegzudenken. Falks besondere Stärke: ein schnoddriger Humor, der trotzdem warm bleibt, Alltagssituationen, in denen sich jeder wiederfindet – und Figuren, die so schrullig sind, dass man sie einfach mögen muss.

Ein neuer Fall – und neue Turbulenzen
Diese Zutaten finden sich natürlich auch im 13. Eberhofer-Krimi. Dieses Mal führt ihn ein mysteriöser Todesfall in den Dolomiten zu einem Ermittlungsauftrag, der mehr Fragen als Antworten hinterlässt. Ein Richter glaubt nicht an einen Unfall, und schon steckt Eberhofer mitten in einem Fall, der von fehlenden Spuren, merkwürdigen Verstrickungen und einigen sehr eigentümlichen Zeitgenossen geprägt ist. Rudi Birkenberger darf natürlich auch nicht fehlen – und sein „geheimes“ Campingplatz-Undercovermanöver ist genau die Art von unfreiwilliger Komik, die Falks Leserschaft inzwischen fast schon erwartet.

Niederkaltenkirchen im Wandel
Besonders spannend ist diesmal der Blick auf Eberhofers Privatleben. Denn ausgerechnet Susi erklimmt politische Höhen und wird Bürgermeisterin – und der Franz muss plötzlich lernen, dass Verantwortung im Ort nicht automatisch bedeutet, dass er selbst weniger Ärger hat. Die neuen Rollenverschiebungen sorgen für frische Dynamik und machen die bekannten Figuren wieder ein Stück lebendiger.

Unaufgeregt, witzig, warmherzig
Der Ton ist auch in diesem 13. Eberhofer-Krimi gewohnt leger: kurze Szenen, schnelle Dialoge, viel Situationskomik. Falk übertreibt nie, sondern lässt den Humor organisch aus dem Alltags-Chaos entstehen. Der Kriminalfall bleibt eher bodenständig – keine Thriller-Dramatik, dafür ein angenehmes Maß an Spannung, das perfekt zur Erzählweise passt. Auch dass das Eberhofers Privatleben beinahe 50 % des gesamten Buches ausmacht, empfinde ich als perfekte Entscheidung. Schließlich sind im Buch ebenfalls zwei Jahre vergangen, in denen viel passiert ist. Da die Fans all das selbstverständlich wissen möchten, muss es natürlich auch erzählt werden, was wiederum Platz in Anspruch nimmt.
Worauf sich Fans ebenso wieder freuen dürfen, ist ein leckeres Rezept. Passenderweise ist dies diesmal natürlich eines zu einem Apfelstrudel. Wer möchte, kann sich also zunächst die süße Köstlichkeit backen und diese dann beim Lesen genießen – ich würde sagen, perfekter kann man einen Eberhofer-Krimi nicht erleben.

Fazit:
Apfelstrudel-Alibi liefert genau das, was man von einem neuen Eberhofer erwartet: Humor, Herz, einen sympathisch verpeilten Ermittler und einen Kriminalfall, der mehr unterhält als erschüttert. Rita Falk bleibt sich treu – und zeigt gleichzeitig, dass in Niederkaltenkirchen immer noch genug Stoff für weitere Abenteuer schlummert.

Zu erwerben gibt es Apfelstrudel-Alibi für 18,00 Euro (bzw. 14,99 Euro als e-Book) be Amazon, im Buchhandel oder beim herausgebenden dtv Verlag.

© 2025 dtv Verlag

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Special vom: 12.12.2025
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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