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Kurz vorgestellt: Urban Jungle
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Wenn der Alltag in der realen Welt einmal wieder grau und hektisch wirkt, wächst bei vielen der Wunsch nach einem Rückzugsort – einem kleinen, grünen Paradies, in dem die Zeit für einen Moment stillzustehen scheint. Genau hier setzt Urban Jungle an, das neueste Cozy-Game des Indie-Studios Kylyk Games, das kürzlich vom deutschen Publisher Assemble Entertainment auch für die Konsolen veröffentlicht wurde.

Vom Beton zum botanischen Paradies
Das Spielprinzip von Urban Jungle ist ebenso simpel wie clever. Als Spielerin oder Spieler verwandelst du triste, unscheinbare Apartments nach und nach in lebendige, grüne Oasen. Dabei geht es jedoch um weit mehr als reine Ästhetik – auch wenn das Dekorieren der Räume zweifellos das Herzstück des Spiels bildet.

Jede Pflanze bringt ihre eigenen Bedürfnisse mit sich. Manche gedeihen am besten im direkten Sonnenlicht am Fenster, während andere schattige, feuchte Ecken bevorzugen. Diese kleinen, aber feinen Puzzle-Elemente verleihen dem Spiel eine zusätzliche Ebene. Man wird dazu angeregt, genau zu überlegen, welche Pflanze wo ihren idealen Platz findet, um nicht nur optisch ansprechende Räume zu gestalten, sondern ein stimmiges, kleines Ökosystem entstehen zu lassen.

Mehr als nur ein Deko- und Rätselspiel
Was Urban Jungle jedoch über ein reines Dekorations- oder Puzzlespiel hinaushebt, ist seine erzählerische Komponente. Während man sich durch die verschiedenen Lebensphasen der Protagonistin bewegt, entfaltet sich nach und nach ihre Geschichte – allerdings nicht durch lange Zwischensequenzen oder ausufernde Textpassagen.

Stattdessen setzt das Spiel auf subtil erzähltes Environmental Storytelling. Die Gestaltung der Räume, die Auswahl der Pflanzen und kleine Details im Umfeld spiegeln den emotionalen Zustand der Hauptfigur wider. So begleitet man sie auf einer Reise der Selbstfindung, die erstaunlich greifbar und menschlich wirkt. Themen wie der Mut zur Veränderung und das Verlassen eingefahrener Wege stehen dabei im Mittelpunkt. Wer selbst schon einmal den Wunsch verspürt hat, seinem Leben eine neue Richtung zu geben, wird sich hier durchaus wiederfinden.

Kleines Team mit viel Herz
Hinter diesem liebevoll gestalteten Projekt steht mit Kylyk Games ein kleines, aber ambitioniertes Team aus Thailand. Besonders sympathisch macht das Spiel dabei seine Entstehungsgeschichte: Das Spiel war ursprünglich nämlich lediglich ein Hobbyprojekt, das in der Freizeit der Teammitglieder entstanden ist.

Zwar hatten die drei Teammitglieder Kiunnei Vinokurova, Maria Yakovleva und Kirill Tsarkov vorher bereits reichlich Erfahrung in der Entwicklung von Casual-Games für mobile Plattformen gesammelt, aber den Schritt auf den PC hatten sie sich bisher noch nicht zugetraut. Mit Urban Jungle haben sie diesen Schritt nun aber gewagt – und das mit bemerkenswertem Erfolg.

Gerade die Detailverliebtheit, die sich durch das gesamte Spiel zieht, ist für ein so kleines Team alles andere als selbstverständlich. In jeder Szene wird deutlich, wie viel Leidenschaft in das Projekt geflossen ist – fernab von rein kommerziellen Zwängen. Gleichzeitig wäre es diesem engagierten Team aber absolut zu wünschen, dass sich dieser Einsatz auch wirtschaftlich auszahlt.

Fazit:
Urban Jungle ist das perfekte Spiel für alle, die eine ruhige Auszeit suchen. Es ist keine komplexe Simulation, die dich mit Menüs erschlägt, sondern ein charmantes Puzzlespiel, das den Fokus voll und ganz auf Entspannung und ästhetische Befriedigung legt.

Wer also auf der Suche nach einem digitalen Rückzugsort ist, an dem man sich kreativ entfalten und gleichzeitig abschalten kann, wird hier fündig. Das Spiel ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie Indie-Entwickler mit begrenzten Mitteln, aber umso mehr Hingabe, eine Welt erschaffen können, in die man immer wieder gerne eintaucht.

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Special vom: 29.04.2026
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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