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SimSimulator - Teil 323: theHunter: Call of the Wild: Peru Hunting Reserve-DLC
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft, doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 323: theHunter: Call of the Wild: Peru Hunting Reserve-DLC
Auch mehr als neun Jahre nach seiner Veröffentlichung denkt theHunter: Call of the Wild noch lange nicht ans Aufhören. Stattdessen erweitert Entwickler Expansive Worlds seine Jagdsimulation weiterhin regelmäßig um neue Regionen, Tierarten und Ausrüstungsgegenstände. Mit dem Peru Hunting Reserve verschlägt es Jägerinnen und Jäger diesmal nach Südamerika. Genauer gesagt ins Intisuyu-Reservat, das von den vielfältigen Landschaften Perus inspiriert wurde und einige der exotischsten Tiere ins Spiel bringt, die die Reihe bislang zu bieten hatte.

Bereits auf den ersten Blick wird deutlich, dass sich die Entwickler bei dieser Karte nicht mit Standardkost zufriedengegeben haben. Peru zählt zu den artenreichsten Ländern der Welt, und genau dieses Gefühl versucht auch das neue Reservat einzufangen. Das Ergebnis ist eine der abwechslungsreichsten und atmosphärisch dichtesten Karten, die theHunter: Call of the Wild bislang hervorgebracht hat.

Drei Biome, drei völlig unterschiedliche Jagderlebnisse
Das Herzstück des Peru Hunting Reserve sind seine drei klar voneinander abgegrenzten Biome. Während viele frühere Karten zwar ebenfalls unterschiedliche Landschaften boten, gehen die Unterschiede hier noch deutlich weiter und sorgen für spürbar verschiedene Spielweisen.

Die Puna-Region am Fuße der Anden präsentiert sich dabei als weitläufiges Hochland mit offenen Flächen und beeindruckenden Fernsichten. Wer gerne auf große Distanzen jagt und seine Fähigkeiten mit Gewehr und Zielfernrohr unter Beweis stellen möchte, findet hier also nahezu ideale Bedingungen. Die weiten Ebenen sorgen für ein völlig anderes Spielgefühl als die dichten Wälder anderer Reservate und laden dazu ein, die Umgebung ausgiebig zu erkunden.

Einen starken Kontrast dazu bilden die Yungas. Die Nebelwälder schaffen eine geheimnisvolle Atmosphäre und gehören optisch zu den schönsten Regionen der Karte. Zwischen dichtem Bewuchs, steilen Hängen und versteckten Pfaden wird das Aufspüren von Wild schnell zu einer spannenden Herausforderung. Hier befindet sich außerdem das Tierschutzgebiet des Reservats, das zusätzliche Geschichten und Missionen in die Spielwelt integriert.

Noch einmal deutlich anders spielt sich der tropische Regenwald. Die Sichtweite sinkt hier drastisch, die Vegetation wird dichter und plötzlich sind Jagden auf kurze Distanz gefragt. Jede Bewegung will sorgfältig geplant sein, denn hier lauern einige der gefährlichsten Bewohner der Karte. Wenn man durch das dichte Unterholz schleicht und plötzlich das dumpfe Grollen eines Jaguars hört, sorgt die hervorragende Soundkulisse schon mal für einen erhöhten Puls. Die optische Abwechslung zwischen den drei Biomen ist grandios gelungen und fängt den peruanischen Charme perfekt ein, auch wenn die Übergänge zwischen den verschiedenen Klimazonen stellenweise etwas abrupt wirken.

Eine Tierwelt voller Exoten
Das eigentliche Prunkstück eines jeden neuen Reservats ist aber natürlich dessen jeweilige Tierwelt – und hier fährt das Intisuyu-Reservat groß auf. Insgesamt vierzehn Tierarten bevölkern die Karte, von denen gleich zehn ihr Debüt in theHunter: Call of the Wild feiern.

Der Schabrackentapir stapft dabei gemächlich durch die feuchten Gebiete und verzeiht aufgrund seiner Masse kaum unpräzise Schüsse. Deutlich flinker zeigt sich der Ozelot, eine wunderschön gemusterte Raubkatze, die im dichten Geäst des Dschungels nur schwer auszumachen ist. Ebenfalls neu mit von der Partie ist auch der Großgrison, ein marderartiger Jäger, der durch seine Schnelligkeit selbst erfahrene Spieler vor Herausforderungen stellt. Wer die Baumkronen aufmerksam im Blick behält, entdeckt vielleicht auch den westlichen Bergnasenbären, dessen neugieriges Verhalten den Wäldern zusätzlich Leben einhaucht.

In den höheren Bergregionen begegnen wir dagegen dem grazilen Vikunja, dessen feine Wolle weltberühmt ist und das auf jede Annäherung äußerst wachsam reagiert. Weiter unten an Flussläufen und Gewässern tummelt sich das gemütliche Wasserschwein, besser bekannt als Capybara, das oft in kleinen Gruppen am Ufer anzutreffen ist und ein hervorragendes Motiv für den Fotomodus abgibt.

Doch die friedliche Idylle täuscht. Mit dem Brillenbär streift nämlich ein mächtiger und potenziell gefährlicher Einzelgänger durch das Dickicht. Die unangefochtene Krone der Nahrungskette trägt jedoch der Jaguar, dessen Revier man nur mit höchster Konzentration betreten sollte. Im Wasser lauert parallel dazu der Schwarze Kaiman, der regungslos in Flüssen und Sümpfen liegt.

Abgerundet wird die beeindruckende Riege der Neuzugänge durch den Taruka, einen stolzen Nordandenhirsch, der sich perfekt in die felsige Kulisse der Puna einfügt. Die Vielfalt der Tierwelt sorgt dafür, dass sich jede Region nicht nur optisch, sondern auch spielerisch spürbar anders anfühlt.

Lautlose Jagd mit der neuen Pistolenarmbrust
Zu jedem neuen Jagdrevier gehört natürlich auch die entsprechende Ausrüstung. Und auch hier enttäuscht der neueste DLC nicht. Um der dichten Vegetation des Regenwaldes gerecht zu werden, spendieren die Entwickler den Spielern nämlich die Dahler Reserve Draw CB-150.

Die kompakte Pistolenarmbrust richtet sich dabei vor allem an Fans des lautlosen Jagdstils. Ausgestattet mit einem modernen Leuchtpunktvisier und der Möglichkeit, zwischen unterschiedlichen Pfeilgewichtungen zu wählen, eröffnet sie interessante taktische Möglichkeiten. Besonders auf kurze Distanz entfaltet die Waffe ihre Stärken und erlaubt es, Wild lautlos zu erlegen, ohne die gesamte Umgebung in Aufruhr zu versetzen.

Gerade in den engen und unübersichtlichen Bereichen des Regenwaldes erweist sich die Armbrust als hervorragende Ergänzung zum bestehenden Arsenal und bringt angenehm frischen Wind ins Spiel.

Mehr Freiheit durch neue Missionen
Neben der Karte und den neuen Tierarten liefert der DLC zudem auch rund 60 zusätzliche Missionen. Dabei profitieren die Aufgaben vom neuen Anschlagtafel-System, das zeitgleich mit dem Patch 9.2 eingeführt wurde.

Statt einer strikt linearen Missionsstruktur können Spieler nun flexibel Aufträge an verschiedenen Tafeln annehmen. Das sorgt für deutlich mehr Freiheit beim Erkunden des Reservats und fühlt sich wesentlich organischer an als in vielen älteren Erweiterungen. Die Aufgaben selbst bleiben dabei klassischer Natur und reichen von bekannten Jagdaufträgen bis hin zu Erkundungsmissionen, die Spieler Schritt für Schritt durch die unterschiedlichen Regionen der Karte führen.

Wenn die Natur zur Herausforderung wird
So beeindruckend die dichte Vegetation des Regenwaldes auch aussieht, sie bringt nicht nur Vorteile mit sich. Das Aufspüren von Tieren kann stellenweise nämlich erstaunlich frustrierend werden. Nicht selten hört man ein Tier über mehrere Minuten hinweg, ohne es überhaupt zu Gesicht zu bekommen. Das sorgt zwar für ein hohes Maß an Realismus, verlangt Spielern aber eben auch gelegentlich eine gehörige Portion Geduld ab.

Auch die Kollisionsabfrage im dichten Regenwald sorgt manchmal für Frust. Unsichtbare Hitboxen von Ästen oder Blättern können perfekt platzierte Schüsse unerwartet ablenken und eine eigentlich sichere Jagd vereiteln. Solche Momente sind zwar nicht die Regel, reißen aber gelegentlich aus der ansonsten hervorragend aufgebauten Atmosphäre.

Hinzu kommt, dass theHunter: Call of the Wild trotz des neuen Patches einige seiner altbekannten Schwächen weiterhin mit sich herumschleppt. Geblieben ist zum Beispiel, dass die KI der Tiere gelegentliche Aussetzer aufzeigt. So kommt es vor, dass ein Rudel Vikunjas panisch gegen eine Felswand läuft oder ein Schwarzer Kaiman im flachen Wasser regelrecht festzufrieren scheint und sich ohne Gegenwehr erlegen lässt.

Fazit:
Wer auch nach all den Jahren noch leidenschaftlich gerne in theHunter: Call of the Wild auf Pirsch geht, kommt am Peru Hunting Reserve-DLC eigentlich kaum vorbei. Für einen äußerst fairen Preis von knapp zwölf Euro liefert Expansive Worlds ein atmosphärisches, optisch beeindruckendes und mit neuen Inhalten vollgepacktes Paket ab. Vor allem die enorme Vielfalt der Landschaften und die zehn neuen Tierarten machen das Reservat zu einer echten Bereicherung für das Spiel.

Die drei Biome unterscheiden sich dabei nicht nur optisch, sondern auch spielerisch deutlich voneinander und sorgen dafür, dass sich jede Jagd anders anfühlt. Hinzu kommen die gelungene Soundkulisse, die stimmungsvolle Präsentation und die neue Pistolenarmbrust, die insbesondere Fans lautloser Jagdmethoden begeistern dürfte.

Zwar gibt es kleinere Schwächen bei einigen Missionen, gelegentliche KI-Aussetzer und die teils extrem dichte Vegetation verlangt mitunter starke Nerven. Insgesamt überwiegen die positiven Eindrücke jedoch deutlich. Wer seine bisherigen Jagdreviere längst auswendig kennt und auf der Suche nach neuen Herausforderungen ist, bekommt mit Peru eines der abwechslungsreichsten, spannendsten und atmosphärischsten Reservate, die theHunter: Call of the Wild bislang zu bieten hat.

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Special vom: 23.06.2026
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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