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Table Top Racing: World Tour

Entwickler: Playrise Digital
Publisher: Playrise Digital

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 14,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
table_top_racing_logo

Nach rund 10 Monaten der PS4-Konsolen-Exklusivität hat der Micro Machines-Klon Table Top Racing: World Tour nun auch die Xbox One erobert. Wir haben uns den Funracer einmal genauer angeschaut und getestet, ob sich der Kauf lohnt - gerade in Anbetracht dessen das ja schon bald ein neuer Micro Machines-Teil herauskommen wird.

Meinung:


Jeder, der irgendwann einmal einen Micro Machines-Teil gespielt hat, wird sich in Table Top Racing: World Tour sofort auskennen. Viel Eigenes hat sich das Liverpooler Studio Playrise Digital nämlich nicht einfallen lassen. Genau wie im großen Vorbild fährt man auch hier mit einem kleinen Fernsteuerflitzer über verwinkelte Strecken, die in einem Kinderzimmer, in einem Sushi-Restaurant oder auch mal auf einer Yacht angesiedelt sind. Nicht fehlen dürfen darauf natürlich auch die obligatorischen Power-Ups, wie etwa ein Turbo-Boost, Bomben, zielsuchende Raketen oder Ähnliches.

Gutes Grundgerüst - aber sonst?
Das so offensichtlich kopiert wurde, finde ich aber gar nicht schlimm. Schließlich machen das andere Spiele auch. Jedoch bin ich der Meinung das, wenn man schon das Grundgerüst kopiert, sollte das Drumherum doch wenigstens gut sein. Doch genau daran hapert es hier. Ein gutes Beispiel dafür sind die Strecken.
Obwohl der Zusatz "World Tour" den Titel schmückt, haben die Szenarien, durch die man hier fährt, herzlich wenig von einer echten World Tour. Warum hat man anstatt den unpassenden acht Schauplätzen, nicht Mini-Tischversionen von verschiedenen Ländern erstellt, durch die man dann heizen könnte? Das wäre dem Titel doch viel angebrachter gewesen. Nun ja, die Entwickler hatten eben eine andere Idee und so fährt man anstatt durch die Miniversion von Japan, den USA oder Deutschland eben an Besteck, Billardkugeln oder Brot vorbei.
Immerhin bietet jedes Szenario vier unterschiedliche (langweilige) Streckenführungen mit (teils unnützen) Abkürzungen sowie Objekten, die bei Berührung weggeschoben oder umgeworfen werden können.

Schreckliches Fahrverhalten, aber immerhin hübsch

Ein weiteres Beispiel mangelnder Qualität ist das Fahrverhalten. Nicht nur das kaum fahrerische Unterschiede zwischen den zwölf Mini-Boliden auszumachen sind, auch deren generelles Fahrverhalten will einfach nicht so recht überzeugen. Es fehlt mir einfach an Spritzigkeit, gerade in den Kurven. Erst wenn man seine Boliden mit dem verdienten Preisgeld mit Upgrades und anderen Reifen ausstattet, wird dies ein bisschen besser - aber wirklich nur ein bisschen.
Zur Optik der Fahrzeuge gibt es zwar keine Upgrades, doch die sind hier auch gar nicht nötig. Denn die kleinen Flitzer sehen wirklich gut aus. Wer sich ein bisschen mit Autos auskennt, wird dabei sofort sehen, das hinter den Fantasienamen wie etwa Bug Rat oder Fauxrari Kompaktversionen von echten Autos wie etwa dem VW Käfer, Camaro, Porsche 911, 73er BMW Alpine oder auch verschiedenen Ferraris verbergen.

Ordentlicher Umfang
Was ebenfalls positiv zu vermerken ist, ist der Umfang. Die World Tour erstreckt sich nämlich über drei unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, die allesamt aus vier Meisterschaften mit jeweils mehreren Rennen bestehen. So kommt eine recht hohe Anzahl an Rennen zusammen.
An Abwechslung mangelt es dabei ebenfalls nicht. Neben normalen Rennen mit und ohne Waffen, erwarten einen nämlich auch ein paar weitere Rennmodi, wie etwa Kampfrennen, Verfolgungsrennen, Driftevents und Zeitrennen, bei denen entweder nur die schnellste Runde oder aber die gesamte Fahrzeit gilt. Außerdem werden die Rennen mit der Zeit ein wenig länger.

Mehr negatives
Leider war das aber so gut wie alles Positive, für das die Entwickler wirklich selbst verantwortlich waren. Alles andere ist hingegen leider wenig überzeugend.
Wenn man einen Blick auf die Technik wirft, weiß man sofort, was ich damit meine. Das die Strecken nicht gerade originell oder auch nur detailliert gestaltet wurden, habe ich ja bereits erwähnt. Doch das trotz alledem immer wieder die Framerate einbricht, habe ich bisher noch nicht erwähnt. Doch das ist hier leider tatsächlich gang und gäbe.

Wenige Spieler und heftige Lags
Ein weiteres Negativbeispiel ist auch der Mehrspielermodus. Nicht nur, dass es keinen lokalen Mehrspielermodus gibt, Online erwarten einen auch noch unschöne Überraschungen. Dabei hätte es so schön sein können, schließlich kann man Online gleich gegen sieben andere Fahrer antreten, was mit Sicherheit spannende Rennen garantiert hätte. Am Konjunktiv merkt man aber schon, dass dies aber eben nicht der Fall ist. Schuld daran sind zwei große Probleme: Zum einem mangelt es ganz offensichtlich an Spielern. Zumindest habe ich nur wenige Rennen erlebt, die wirklich mit vollen Fahrerfeld gestartet sind. Ich möchte aber nicht ausschließen das das vielleicht auch nur daran lag, das ich meine Testrennen kurz nach dem Release gefahren bin und es da einfach noch nicht genug Käufer gab, die Online hätten spielen können. Doch selbst wenn es mit der Zeit wirklich mehr Spieler geben sollte, ändert das nichts daran, dass das zweite große Problem dennoch jeden Spaß zunichte machen würde. Denn leider sind die Onlinerennen dermaßen von Lags geplagt, dass ein ordentliches Spielen teilweise gar nicht möglich war.

Ganz nett – aber keine Rettung

Wesentlich besser lief es bei den sogenannten Spezial-Events, was aber auch kein Wunder ist, da diese Offline gefahren werden. In diesem letzten zur Verfügung stehenden Spielmodus erwarteten einen Rennen, in denen man mit vorgegebenen Autos an den Start geht und es nur bestimmte Power-ups gibt. Obwohl es von diesen speziellen Herausforderungen eine ganze Menge gibt (es gibt drei Schwierigkeitsgrade, die jeweils mindestens 16 Events beinhalten) und sie tatsächlich auch ganz nett sind, reichen sie aber leider bei Weitem nicht aus, um einen längere Zeit ans Spiel zu binden. Denn wie schon im gesamten Spiel, ist auch hier der Schwierigkeitsgrad eher überschaubar ausgefallen.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Ich habe mich schon drauf gefreut mit Table Top Racing: World Tour die Wartezeit bis zum neuen Micro Machines überbrücken zu können. Doch dazu ist das Spiel leider nur bedingt geeignet. Die Entwickler haben es nämlich nicht geschafft dem (kopierten) Grundgerüst, eine schöne, gut funktionierende Fassade zu verpassen - oder anders gesagt: Fast alles für das Playrise Digital wirklich selber verantwortlich war, ist wenig überzeugend. Die einzigen Ausnahmen sind das Aussehen der kleinen Flitzer, sowie der Umfang. Dem gegenüber stehen aber nun mal ein schlechtes Fahrgefühl, langweilige Streckendesigns, ein viel zu leichter Schwierigkeitsgrad, eine unterdurchschnittliche Grafik und ein von Lags geplagter Onlinemodus.
Zum Glück erscheint ja aber schon bald das neue Micro Machines, dann kann man (hoffentlich) wieder unbeschwert mit den kleinen Spielzeugautos herum düsen - in Table Top Racing: World Tour macht das Ganze nur bedingt Spaß.

Table Top Racing: World Tour - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 5.75 Grafik: 6.00
Sound: 6.00
Steuerung: 5.00
Gameplay: 6.00
Wertung: 5.75
  • Schöne Automodelle
  • Unterschiedliche Rennmodi
  • Upgrades
  • Umfangreiche World Tour
  • Framerateeinbrüche
  • Onlinemodus sehr Lag anfällig
  • Kein lokaler Mehrspielermodus
  • Schlechtes Fahrgefühl
  • Langweilige Streckendesigns

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Rezension vom: 21.03.2017
Kategorie: Sport
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