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Madden NFL 18

Entwickler: EA Tiburon
Publisher: Electronic Arts

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 59,00 €

Systeme: PlayStation 4, Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
madden_18_logo

Bald heißt es wieder „An jedem verdammten Sonntag“, denn am 08.09., also ganze 214 Tage nach dem Super Bowl, startet die NFL endlich in ihre neue Saison. Wer möchte, kann aber bereits jetzt Tom Brady und Co. in Aktion sehen. Denn wie jedes Jahr hat EA natürlich auch diesmal wieder pünktlich zum Season Kick Off die neueste Version ihrer beliebten und unzählige Male ausgezeichneten Football-Simulation Madden auf den Markt gebracht. Natürlich haben wir sie uns gecatcht und sagen euch in diesem Test, ob sie auch diesmal wieder Championship-Niveau erreicht.

Meinung:

Dieses Jahr müssen sich Football-Fans auf einige Neuerungen einstellen. Wenn sie in wenigen Tagen ProSieben bzw. ProSieben Maxx einschalten, um ranNFL zu sehen, müssen sie etwa auf Buschi verzichten. Beim neuen Madden muss man sich ebenfalls von jemanden trennen. Allerdings fällt diese Trennung nicht so schwer, denn anstatt der zum Start der PS4- und Xbox One-Ära eingeführten Ignition-Engine sorgt nun die EA Haus-und-Hof-Engine Frostbite für die richtige Optik. Das macht sie auch verdammt gut. Dank ihr sehen etwa die Spielermodelle noch mal ein ganzes Stück besser aus als im Vergleich zum Vorjahr. Dabei trifft das nicht nur auf deren Gesichter zu, sondern auch auf deren Bewegungen, die nun noch realer und vor allem flüssiger wirken.
Zudem kann man an den Trikots nun beinahe jede Naht sehen und in den Helmen spiegelt sich das Spielgeschehen wider. Aber auch abseits der Spieler gewinnt Madden NFL 18 durch den Engine-Wechsel kräftig an optischem Glanz hinzu. Die Stadien wirken detaillierter als je zuvor und die Fans sehen ebenfalls besser aus. Außerdem reagieren sie nun besser auf das Geschehen, was für eine grandiose Stadion-Atmosphäre sorgt, bei der man beinahe mitfühlen kann, wie sich die echten Spieler bei einem Spiel fühlen müssen.
Ganz perfekt harmonisiertes aber noch nicht zwischen Madden und der Frostbite-Engine. Denn leider plagen das Spiel hin und wieder kleinere Ruckler. Außerdem fällt einem gelegentliches Clipping auf und das Kantenflimmern könnte auch weniger sein. Man muss aber eben bedenken, dass dies das erste Jahr ist, in dem Madden nun die neue Engine nutzt, da sind ein paar Kinderkrankheiten sicherlich nur allzu verständlich. Ich bin mir aber ganz sicher das EA Tiburon während des nächsten Jahres kräftig dazulernen wird und uns dann ein in allen Belangen perfekt aussehendes Spiel präsentieren wird.

Story-Modus
Die Zweite große und für viele wohl auch wesentlich interessantere Neuerung, ist der neu hinzugekommene Story-Modus. In diesem schlüpft man, wie man es schon vom letztjährigen FIFA kennt, in die Rolle eines jungen Sportlers und erlebt als dieser den Aufstieg in die NFL, inklusive seiner Probleme und Sorgen. Das Ganze nennt sich hier aber nicht The Journey, sondern Longshot und der Hauptprotagonist, in dessen Rolle wir schlüpfen heißt hier nicht Alex Hunter, sondern Devin Wade. Dieser war ein ausgezeichneter Quarterback an der Highschool von Mathis, dem schon früh eine große Karriere vorausgesagt wurde. Allerdings entschied sich Devin während des Colleges dazu sich dem Football abzuwenden. Drei Jahre später versucht er nun über die Casting-Show „The Longshot“ doch noch den Einstieg in die NFL zu schaffen. Bis er sich irgendwann aber tatsächlich NFL-Spieler betiteln darf, steht ein harter und beschwerlicher Weg vor ihm.
Zugegeben, die Story, von der ich an dieser Stelle nicht mehr verraten werde, ist die typische Underdog-Geschichte, wie man sie schon zigfach in Filmen sehen konnte. Und dennoch wird man sofort in ihren Bann gezogen und möchte die nächsten gut vier bis fünf Stunden, die die Story insgesamt andauert, gar keine Pause einlegen.
Was einem im Vergleich zu The Journey aus FIFA 17 sofort auffällt, ist, dass Devin Wade wesentlich weniger auf dem Platz unterwegs ist. Während man mit Alex quasi die gesamte Zeit über zwischen Training und Spiel hin und her wechselte und längere Cutscenes eher die Ausnahme bildeten, steht hier ganz klar die Geschichte im Vordergrund. Das ist aber gar nicht schlimm, da sie, wie gerade geschrieben, eben sehr gut erzählt wird. Außerdem kommt man so auch in den Genuss der exzellenten schauspielerischen Darbietung. Alle wichtigen Szenen und Protagonisten wurden nämlich im Motion-Capturing-Verfahren aufgenommen, und zwar nicht etwa von irgendwelchen Laiendarstellern. Vielmehr hat EA fast keine Kosten und Mühen gescheut und einige namhafte Schauspieler engagiert. Hauptcharakter Devin Wade wird etwa von J.R. Lemon gespielt, den einige vielleicht aus der US-Arztserie „The Night Shift“ kennen. An seiner Seite steht Scott Porter (Hart of Dixie), der Devin's besten Freund Colt Cruise verkörpert und mit Mahershala Ali ist sogar ein waschechter Oscar-Preisträger (Beste Nebenrolle im Spielfilm Moonlight) dabei, der in die Rolle von Devin's Vater Cutter Wade schlüpft. Als Special Guest hat obendrein Quarterback-Legende Dan “the Man“ Marino einen Kurzauftritt. Insgesamt also viel Prominenz, die ihre Arbeit ausgezeichnet machen und den Figuren so gekonnt Leben einhauchen.


Feintuning betrieben
Abseits des Story-Modus bietet Madden NFL 18 gewohnte Kost, bei dem allerhöchstens Feintuning betrieben wurde. So wie etwa beim MUT-Modus (Madden Ultimate Team-Modus), der einige neue Herausforderungen und ein Level-System bietet, mit dem man nach und nach weitere Optionen oder Modi freischaltet. Zudem sind die MUT-Squads hinzugekommen. Hier hinter versteckt sich ein 3-vs-3-Spielmodi, bei dem aber nicht alle drei Spieler eines Teams aktiv auf dem Platz stehen. Vielmehr teilen sie sich die Aufgaben der Defense, Offense und des Coachings auf. Zugegebenermaßen bietet die Arbeit des Head Coaches dabei relativ wenig Möglichkeiten, dennoch ist dieser Modus für ein Spielchen zwischendurch wirklich sehr unterhaltsam. Ansonsten blieb beim MUT-Modus aber alles unangetastet.
Dies gilt in weiten Teilen auch für die restlichen Spielmodi wie dem schnellen Spiel, dem Franchise-Modus oder auch den verschiedenen Multiplayer-Modi. Einzige Ausnahme stellt der Play Now-Modus dar, der nun um die Bezeichnung „Live“ erweitert wurde. Grund dafür ist, dass man die interessantesten NFL-Partien der echten NFL nun dank des Live-Updates mit den aktuellen Aufstellungen, individuellen Audiokommentaren und neusten Statistiken nachspielen kann.

Drei unterschiedliche Spielvarianten
Beim Gameplay setzt man dieses Jahr ebenfalls größtenteils auf altbewährtes - ein paar Neuerungen gibt es aber dennoch: Unter anderem kann man nun zwischen drei unterschiedlichen Spielvarianten auswählen, wobei in der Arcade-Variante weniger Fouls gepfiffen werden und man so ein schnelleres Spiel und mehr Chancen auf Punkte erhält. Wem das zu einfach oder auch unrealistisch erscheint, wählt die Simulation. Hier wird nämlich nicht nur nach original NFL-Regeln gepfiffen, sondern auch die richtigen Werte der Spieler und Teams eingesetzt und die KI weiß einen zu fordern. Zudem geschehen hier immer wieder unvorhergesehene Dinge wie etwa Verletzungen. Als dritte Variante gibt es noch die Kompetitive-Einstellung. Bei dieser geht es vor allem darum, dass der Spieler am Controller sein Können beweist, weshalb unvorhergesehene Ereignisse, Verletzungen oder auch Strafen stark reduziert oder gar komplett ausgeschaltet sind. Da man natürlich vor allem Online herausfinden möchte, wer der bessere Madden-Spieler ist, wechselt das Spiel online automatisch in diese kompetitive Variante.

Freies Passen

Neben den drei neuen Spielvarianten gibt es in Sachen Gameplay vor allem noch eine weitere große Neuheit. Das sogenannte Freie Passen bzw. Target Passing erlaubt es einem nun das Ei genau dahin zu werfen, wo man es haben möchte. Wenn man diese neu gegebene Möglichkeit perfektioniert, lassen sich die gegnerischen Defense-Reihen so effektiver als je zuvor ausspielen. Allerdings ist die Handhabung nicht ganz einfach. Im Prinzip benötigt es zwar nur ein bisschen Geschick mit dem Stick und ein paar Tastendrucke, doch gerade in der Hektik eines Spiels hat man zum genauen Positionieren des Wurfziels kaum Zeit, weshalb es des Öfteren zu Fehlpässen kommt. Um dies zu vermeiden, heißt es üben, üben und nochmals üben. Wer noch nie zuvor ein Madden gespielt hat, wird mit den zahlreichen Möglichkeiten, die einem das Spiel allein während des Spielgeschehens (Play Calls, Audibles, Stiff Arm, usw.) bietet, zunächst heillos überfordert sein. Zum Glück bietet das Spiel aber eben auch reichlich Tutorials, die einem all das auf anschaulichen Art näherbringen und so auch völlige Neulinge relativ schnell zu ersten Erfolgen verhelfen.
Etwas, woran sich selbst hartgesottene Madden-Profis zunächst gewöhnen müssen, ist das geringere Tempo, in dem dieses Jahr alles abläuft. Allerdings gewöhnt man sich sehr gern daran, da das niedrigere Spieltempo das Spiel realistischer erscheinen lässt. Nun fällt es leichter Lücken rechtzeitig zu erkennen und diese mit seinem Running Back auszunutzen. Ansonsten wurden noch die typischen Verbesserungen an der KI vorgenommen, auch wenn diese wohl nur wirkliche Madden-Experten erkennen werden. Die anderen erfreuen sich einfach an einer, sowohl auf der eigenen als auch auf der anderen Seite, insgesamt klüger agierenden Offense und Defense.

Grandiose Atmosphäre
Was muss sonst noch erwähnt werden? Ganz klar die tolle Soundkulisse, bei der vor allem die Stadionatmosphäre herausragt. Um hier auch ja jeweils die echte Atmosphäre rüber bringen zu können, wurden extra die original Fangesänge eines jeden Teams aufgenommen. Diese Mühe zahlt sich auch aus, denn so hat man das Gefühl tatsächlich in dem jeweiligen Stadion zu sein. Doch nicht nur die Fans hören sich grandios an, auch die Kommentatoren machen einen tollen Job und kommentieren und analysieren das Spielgeschehen messerscharf. Anders als bei anderen Sportspielen ist es hier übrigens die absolute Ausnahme, wenn ein Kommentar mal nicht zum aktuellen Geschehen passt. Abgerundet wird das Ganze schlussendlich durch den exzellenten Soundtrack, der unter anderem Songs von Kendrick Lamar, Big Sean, Imagine Dragons, Steve Aoki, Snoop Dogg und Rick Ross beinhaltet. Die Auswahl an Songs ist wirklich toll, weshalb ich den Soundtrack dank Spotify auch dann gern höre, wenn ich mal nicht gerade Madden spiele.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Auf große Gameplay-Neuerungen muss man dieses Jahr weitestgehend verzichten. Doch das ist gar nicht schlimm, denn zum einem sorgen auch die wenigen Neuerungen und Verbesserungen dafür, dass das Gameplay realistischer als je zuvor wirkt, und zum anderen dürfen wir uns dafür über den gänzlich neuen Story-Modus freuen. Dieser hat den Namen auch wahrlich verdient und fesselt einen mit seiner gut geschriebenen und emotionalen Story von Anfang bis zum Ende. Nicht zu vergessen sei natürlich auch der Wechsel von der Ingition- zur Frostbite-Engine, der zwar noch ein paar kleinere Kinderkrankheiten mit sich bringt, dem Spiel insgesamt aber sehr gut tut. Die Optik war nämlich nie besser als heute.
Insgesamt ist Madden NFL 18 also wieder eine klare Verbesserung zur Vorjahres-Version und sollte für alle Football-Fans und die, die es gerade werden, einen absoluten Pflichtkauf darstellen!

Madden NFL 18 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.25 Grafik: 9.25
Sound: 9.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.75
Wertung: 9.25
  • Gut inszenierter Story-Modus
  • Tolle Atmosphäre
  • Frostbite-Engine sorgt für eine noch bessere Optik
  • Sehr gute Kommentatoren
  • Zahlreiche kleine Veränderungen, die das Spiel insgesamt besser machen
  • Frostbite-Engine hat noch ein paar Kinderkrankheiten
  • Kaum Neuerungen im Gameplay
  • Head Coch-Position im MUT-Squads bietet zu wenig Einfluss aufs Spielgeschehen

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Rezension vom: 06.09.2017
Kategorie: Sport
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