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Battle Chasers: Nightwar

Entwickler: Airship Syndicate
Publisher: THQ Nordic

Genre: Rollenspiele
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 29,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One

Testsystem: Intel® Core™ i7-4700MQ Prozessor; Windows 8.1; NVIDIA® GeForce® GTX 780M DirectX® 11 Grafik, 16 GB Arbeitsspeicher

Anforderungen: Windows 7 / 8 / 10 64 bit; 2.0 GHz CPU Prozessor; ntel HD 4000 oder ähnlich mit 1 GB VRAM; 4 GB RAM Arbeitsspeicher; 10 GB verfügbarer Speicherplatz

Inhalt:
battle_chasers_nightmare_logo

Versetzen wir uns zurück in eine Zeit, in der vieles so viel simpler war. In der ein sprechender schwarzer Lotus mit David Hasselhoff Verbrechen bekämpfte, eine außerirdische Lebensform (ALF) mit einer Nase wie ein Baumkuchen, die typisch amerikanische Spießerfamilie aufrüttelte und Larry Hagman als JR noch einmal richtig auftrumpfte. Ich denke gerne an die späten 80er und frühen 90er zurück und habe in puncto Superhelden lange vorm aktuellen Marvel- und DC-Hype meine Mama und Oma mit jeder erdenklichen Trickfilmproduktion rund um Spiderman, He-Man, die Thundercats, Saber Rider und viele, viele andere verrückt gemacht…

Meinung:

Da fiel es mir doch glatt schwer, mich bei all der aufkommenden Nostalgie zu bremsen. Den Entwicklern von Battle Chasers: Nightwar scheint es ganz ähnlich zu gehen, denn bereits der Trailer zum Spiel trieft geradezu vor 80/90er Jahre Charme, ohne allerdings altbacken zu wirken. Die konkrete Vorlage für den Titel ist eine von 1998 bis 2001 in Amerika erschienene gleichnamige Comicserie. Hinter dem Namen Airship Syndicate stecken übrigens federführend Veteranen der beiden Darksiders-Spiele, wie der Comiczeichner Joe Madureira, der auch schon für Marvel zeichnete.  

Die Trickfilmsequenzen sind dementsprechend toll gezeichnet und machen Lust, sich mit den archetypisch-schrägen Charakteren ins Abenteuer zu stürzen. Wortwörtlich sogar, denn auf der Reise zu einer Insel wird das Luftschiff der Heldengruppe angegriffen und bei der Notlandung unter seltsamen Umständen werden die Gefährten getrennt. Der erste Auftrag wäre somit klar: Finde die 5-köpfige Gang! Während wir in bester Blues Brothers Manier durch die wirklich wunderschön entworfene Spielwelt tigern, bewegen wir uns im Wesentlichen durch drei Spielelemente:  

Eine Landkartenansicht, wie wir sie aus Final Fantasy und vielen anderen JRPGs kennen, klassische rundenbasierte Unser-Team-steht-links-und-die-Bösen-stehen-rechts-Kämpfen und Dungeons, von denen es insgesamt 8 gibt, die man mehrmals spielen und dabei jedes Mal den Schwierigkeitsgrad wählen kann (was Einfluss auf die Belohnungen hat). Eine ziemlich coole Mischung aus Spielelementen mit viel Potenzial.  

Der berühmte Bierdeckel
Die Geschichte ist nicht wirklich episch zu nennen, taugt aber als Handlungsrahmen für den spannenden Levelvorgang der Heldengruppe und die zahlreichenden zu erprobenden Skillkombinationen. Jeder der vorgegebenen Charaktere erfüllt dabei zwar eine klar vorgegeben Rolle, kann diese aber ins Besondere mit zunehmendem Level mit so vielen Fähigkeiten und Strategien angehen, dass spielerische Vielfalt garantiert ist. Der übergroße Kriegsgolem Calibretto beispielsweise fungiert als Heiler, das eigentlich zierliche im Mittelpunkt stehende Mädchen Gully schwingt beherzt die magischen Kriegshandschuhe ihres Vaters und kann erstaunlich viel einstecken (nebenbei bemerkt: Wer findet noch, dass sie ein Bisschen wie Link aussieht?) und dann gibt es noch Red Monika, die wohl DER Aufmacher für die Comics war, da sie rekordverdächtig wenig an Outfit am Körper trug, obwohl ihre erstaunlichen Kurven einer extra Portion Lederkluft bedurft hätten und die im Spiel ordentlich Schaden austeilt. Insgesamt gibt es 6 Charaktere, von denen wir immer drei gleichzeitig steuern dürfen.  

Retro oder Altbacken
Am Design des Spiels gibt es, wie bereits erwähnt, nichts auszusetzen, im Gegenteil. Einige Spielmechaniken hingegen wirken nicht vollständig durchdacht oder so unfreiwillig retro, dass es nicht als Absicht durchgeht. Beispielsweise erwähnte ich, dass man die Dungeons mehrfach spielen kann. Was wie ein Feature klingt, ist leider hin und wieder auch dringend notwendig, denn die Monster ziehen teilweise sprunghaft im Level an und um weiter zu kommen müssen wir - geübte Spieler ahnen es – grinden, um zu leveln. Das ist natürlich zu verschmerzen und gehört manchmal zum Alltag eines Rollenspielers dazu, aber wirklich ärgerlich wird es, wenn man bemerkt, dass man in der Story nur dann weiter kommt, wenn man Charaktere mit bestimmten Fähigkeiten im Team hat. Hat man diese aus persönlichen Vorlieben heraus seit mehreren Spielstunden nicht im Team gehabt, erlebt eine weitere böse Überraschung… Wer nicht mitkämpft, bekommt auch keine Erfahrung. Klingt logisch, macht aber keinen Spaß und ist auch nicht mehr genreüblich?  

Apropos genreüblich: Des Abenteurers Lohn ist neben dem kaum zu vermeidendem Progress in der Story natürlich die Beute. Die fällt leider bei fast alles Kämpfen mehr als spärlich aus. Meistens droppen nur irgendwelche der zahlreichen Items für das Crafting-System, was zu Beginn noch sehr motivierend ist, sich aber leider nicht als langfristig tragfähig entpuppt.  

Starke Outfits, fiese Dungeons und epische Waffen?

Wenn man schon nichts wirklich Beeindruckendes findet, kann man zumindest viele coole Sachen selber craften, oder? Jein. Im Verlauf des Spiels finden wir alle paar Level Rezepte für einen neuen Gegenstand für einen unserer Helden. Dieser ist dann in aller Regel auch besser und wird prompt hergestellt, aber das war es dann auch wieder für laaange Zeit. So richtig motivierend und vielfältig tüftlerisch wird es dadurch nicht im typisch JRPG-mäßig gestalteten Craftingmenü. Auch hier wurde leider trotz guter Ansätze Potenzial verschenkt.  

Wo sich Battle Chasers: Nightwar ganz und gar nicht zu verstecken braucht, ist alles, was mit Atmosphäre zu tun hat: Die Gegner sehen klasse aus, die Dungeons sind toll beleuchtet und gestaltet, optisch wirkt alles aus einem Guss. Der Soundtrack untermalt die Atmosphäre hochwertig und die deutschen Sprecher machen einen grandiosen Job.  

Angenehm vertraut
In bestimmten Dingen wollte man das Rad bewusst nicht neu erfinden und so finden sich Spieler alter Titel wie Chrono Trigger, Secret of Mana oder der alten Final Fantasy Teile in den übersichtlichen Menüs der Charaktere schnell zu Hause. Das Handling des Inventars ist funktional und minimalistisch gehalten, erfüllt aber ebenso wie das Crafting Menü und die Übersicht der Fähigkeiten seinen Zweck.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters David Weigel Für Fans des Genres und/oder des Comics auf jeden Fall eine klare Kaufempfehlung. Für Unentschlossene heißt es vielleicht bis zum Steam Sale warten, denn einige Spielmechaniken erfordern leider ein wenig Toleranz. Hier wurde am Design getüftelt und beim Gameplay etwas am Spielspaß eingebüßt.





Battle Chasers: Nightwar - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
David Weigel

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8 Grafik: 9.00
Sound: 9.00
Steuerung: 8.00
Gameplay: 6.00
Wertung: 8
  • tolles Design im Comicstil der 90er
  • schöner Soundtrack und starke Sprecher
  • schnelle, abwechslungsreiche, rundenbasierte Kämpfe
  • insgesamt stimmige Atmosphäre
  • eher schmale Story
  • Grinding nötig um weiterspielen zu können
  • Craftingsystem deutlich ausbaufähig
  • Beute nicht motivierend dadurch wenig Anreiz Items abzustauben

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Rezension vom: 09.11.2017
Kategorie: Rollenspiele
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