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Gravel

Entwickler: Bandai Namco
Publisher: Bandai Games

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 44,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
Gravel_logo

Freunde von Offroad-Autorennspielen mussten eine lange Durststrecke durchstehen. Nun sorgen die Rennspiel-Experten von Milestone aber endlich für Abhilfe. Nach MXGP und Monster Energy Supercross - The Official Videogame widmet sich das italienische Studio nämlich mal wieder den vierrädrigen Fahrzeugen. Ob uns mit Gravel ansonsten ein weiteres typisches Milestone-Spiel erwartet, haben wir für Dich getestet.

Meinung:

Wenn man über Milestone-Rennspiele schreibt, kommt man normalerweise nicht an dem Wort „Simulation“ vorbei. Seien es die langjährigen WRC-Titel, MotoGP oder auch das erst kürzlich erschienene offizielle Spiel zur Monster Energy Supercross Serie, allesamt waren sie sehr simulationslastig. In Gravel bricht Milestone mit dieser Tradition und bietet ausnahmsweise einen Arcade-Racer. Dies merkt man am deutlichsten an der Steuerung! Lange Eingewöhnen, wie es bei Milestone-Spielen sonst üblich ist, muss man sich hier nicht. Im Prinzip gilt hier das Motto „Gas geben und Spaß haben“. Okay, in den Kurven muss man zugegebenermaßen vom Gas gehen oder auch mal bremsen, doch viel mehr muss man wirklich nicht beachten. Selbst die rutschigeren Eis-, Schnee- oder Regennassen-Strecken stellen einen vor keinerlei Probleme. Aus diesem Grund ist es auch nicht schlimm, dass es selbst bei den Fahrhilfen egal ist, ob man sie nun ein- oder ausgeschaltet hat. Sehr viel anspruchsvoller wird es ohne Bremshilfe, TCS, Stabilitätshilfe und Ideallinie auch nicht. Um irgendwelche Setups muss man sich ebenfalls keine Gedanken machen. Diese Möglichkeit gibt es hier nämlich schlicht und ergreifend nicht.
Obwohl man also nach wenigen Runden relativ problemlos über die Strecken heizt, gekonnt durch Kurven driftet und dank kleinen Rampen immer wieder durch die Lüfte fliegt, als hätte man nie etwas anderes getan, sind Siege dennoch nicht an der Tagesordnung. Dafür sorgt ab dem mittleren Schwierigkeitsgrad nämlich zum einem der Gummibandeffekt und zum anderen die KI. Die sieben computergesteuerten Kontrahenten, die stets mit einem auf der Piste sind, fahren nämlich stur auf der Ideallinie. Und wenn man ihnen dabei einmal in die Quere kommt, rammen sie einen einfach beiseite. Natürlich kann es so schon Mal zu Crashs kommen, die dank einer jederzeit aktivierbaren Rückspulfunktion aber schnell vergessen gemacht werden können. Wesentlich ärgerlicher ist es da schon, dass die KI-Fahrer durch ihre sture Fixierung auf die Ideallinie meist wie an der Perlenschnur aufgereiht hintereinander herfahren und ihrerseits auch kaum einmal Fehler begehen.

Anspruchslos = Kein Spielspaß?
So anspruchslos das Fahren auch sein mag, es macht dennoch eine Menge Spaß. Das liegt natürlich auch an den abwechslungsreichen Kursen, die einem Gravel bietet. Insgesamt 51 Streckenvarianten in 16 unterschiedlichen Gebieten warten darauf befahren zu werden. Für Vielfalt sorgen dabei nicht nur die gänzlich unterschiedlichen Locations, die vom waldigen Alaska über die imposanten französischen Alpen bis hin zur sandigen Namib-Wüste in Namibia so ziemlich alle Extreme bieten, die man sich nur vorstellen kann, sondern auch die unterschiedlichen Rennkategorien. Davon gibt es insgesamt vier, wobei es neben dem klassischen querfeldein Cross Country-Rennen auch Stadium Circuits (verwinkelten Kursen in unterschiedlichen Stadien), Wild Rush (spektakuläre Kurse, wie etwa durch ein Steinbruch in Australien), sowie Speed Cross gibt. Bei Letzteren fährt man gar auf offiziellen Kursen der FIA World Rallycross Championship 2017. Experten werden hier zum Beispiel den Kurs im kanadischen Trois-Rivières oder dem Estering in Buxtehude wiedererkennen.
Für noch mehr Abwechslung sorgen zudem hin und wieder eingebrachte Variationen, wie etwa Ausscheidungsrennen, Zeitfahren oder Smash-Up-Rennen (in denen man mit einem grünen Pfeil markierte Ziele durchfahren und mit rot Kreuzen versehene Ziele unversehrt lassen muss).

Erst die Pflicht, dann das Vergnügen

Leider kann man aber zunächst selbst im Freien Rennen-Modus nicht frei aus den zur Verfügung stehenden Rennen und Rennstrecken auswählen. Diese müssen nämlich, genau wie die Autos, erst im Karrieremodus freigeschaltet werden. Leider ist die Karriere, die hier Off-Road-Masters heißt, aber recht langweilig. Dabei haben sich die Entwickler durchaus etwas einfallen lassen und das Ganze im Stile einer TV-Show aufgezogen, wobei jede Meisterschaft als einzelne Episode gilt. Alle paar Episoden gibt es zudem noch Specials, in denen man in einem Eins-gegen-Eins-Rennen den jeweiligen Disziplin-Meister antritt. Obwohl all dies nett inszeniert und sogar mit einem deutschen Sprecher kommentiert wird, entpuppt sich die Karriere schnell als schnöde Aneinanderreihung von Rennen, die man eben über sich ergehen lassen muss, um Strecken und Autos freizuschalten. Strecken werden dabei mit dem ersten Besuch geöffnet, während Autos durch Levelaufstiege freigeschaltet werden. Um hier stetig höher zu kommen, muss man während der Rennen spektakuläre Aktionen wie Drifts oder Sprünge ausführen. Dafür bekommt man wiederum Punkte, die dann eben in Level umgerechnet werden, wodurch man nach und nach die insgesamt 46 Autos, die in acht Klassen unterteilt wurden, freischaltet. Unter anderem kann man so irgendwann hinter das virtuelle Lenkrad des Subaru Imprezas, Mini Countryman oder auch des Hummer E3 steigen. Obwohl es also eine Menge unterschiedlicher Autos gibt, fühlen sie sich auf der Strecke meist ziemlich gleich an. Lediglich die wirklich großen Boliden lassen sich etwas schwerfälliger manövrieren.
Nachdem man nach rund neun Stunden die Karriere durchlaufen und so ziemlich alles freigeschaltet hat, kann man sich dann in den Freien Rennen, Online-Mehrspieler-Rennen und der ebenfalls online vorzufinden Herausforderung der Woche versuchen. Einen Splitscreen-Modus, den ich bei Arcade-Racern immer sehr gerne sehe, gibt es leider nicht.

Technisch nicht ganz an der Spitze
Wer Milestone-Spiele kennt, wird bereits aus eigener Erfahrung wissen, dass sie optisch nicht mit den ganz großen Rennspielen mithalten können. Dies ist leider auch bei Gravel der Fall. Vor allem den Autos fehlt es an Details, weshalb sie leider auch eher wie billige Spielzeugautos wirken. Was mir hingegen sehr gut gefallen hat, sind die unterschiedlichen Locations. Vor allem die tropischen Wälder haben es mir angetan, aber auch der Matsch in den Stadien sieht wirklich Klasse aus. Schade ist allerdings dass sich dieser, anders als etwa in dem kürzlich ebenfalls von Milestone veröffentlichen Monster Energy Supercross - The Official Videogame, hier nicht verändert. Ohnehin haben die Entwickler hier einige Details vernachlässigt. Wenn man etwa hinter einem anderen Fahrzeug durch ein Wasserloch fährt, bleibt die eigene Windschutzscheibe trocken und auch der Regen sieht nicht wirklich wie Regen, sondern eher wie ein grauer Vorhang aus. Zudem sind die Zuschauer unbewegliche Pappfiguren und das zuschaltbare Schadensmodell kaum als solches zu bezeichnen.
Immerhin gibt es aber unterschiedliche Tageszeiten, die das Geschehen in verschiedene Lichtverhältnisse und Farben tauchen sowie ein gutes Geschwindigkeitsgefühl. Ob einem dies über die teilweise argen Pop-ups und stetigen Ruckler, von denen während der Testphase zwei sogar so heftig waren, dass ich dachte, das Spiel sei abgestürzt, hinwegsehen lassen, muss jeder für sich entscheiden.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan Heppert Gravel hat einige Schwächen wie etwa die KI, die aufgezwungene Karriere, die detailarmen Autos oder auch verschiedene Grafikfehler. Dennoch machte mir der Offroad-Racer eine Menge Spaß. Es ist einfach Mal eine schöne Abwechslung, ohne große Eingewöhnungszeit über die Pisten zu rasen, zumal das Geschwindigkeitsgefühl dabei hervorragend und die Strecken sowie Rennen durch verschiedene Locations und Typen viel Abwechslung bieten. Noch spaßiger wäre es geworden, wenn es auch Splitscreen-Rennen geben würde. Doch auch ohne die kann ich jedem, der unkomplizierte Arcade-Rennen mag und dafür die ein oder andere Schwäche entschuldigen kann, nur empfehlen.

Gravel - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 6.875 Grafik: 6.50
Sound: 7.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 7.00
Wertung: 6.875
  • Viele unterschiedliche Locations
  • 51 verschiedene Streckenvarianten
  • Vier Rennkategorien
  • Rennvarianten
  • Keine große Eingewöhnung nötig
  • KI fährt immer hintereinander
  • Detailarme Autos
  • Autos fahren sich fast alle gleich
  • Ruckler, Pop-ups, Tearing
  • Kein Splitscreen-Modus

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Rezension vom: 20.03.2018
Kategorie: Sport
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