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Geometry Wars

Entwickler: Vivendi Games
Publisher: Vivendi Games

Genre: Handheld
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 29,95 €

Systeme: DS

Inhalt:
Chaotisches Geballer, endlose Action, simples Konzept. In „Geometry Wars: Galaxies“ beleben Vivendi Games den klassischen Arcade-Modus der 80er-Spielhallen-Hits mit ähnlich schlichten Strukturen wie die Highscore-Schlachten jenes Jahrzehnts. An Bord eines sichelförmigen Raumgleiters darf man sich innerhalb eines neu ausgeklügelten Planetensystems mal so richtig ausleben und die Bordkanonen gegen eine Vielzahl von mehr oder minder schnellen Gegnern warmlaufen lassen.

Nachdem die Idee bereits auf der XBox recht überzeugend umgesetzt wurde, hat man den Titel nun in modifizierter Form auch für den kleinen Nintendo-Handheld adaptiert. Ausgestattet mit einer kleinen Background-Story, einem ausgeweiteten Mehrspieler-Modus und der Garantie für glühende Finger macht sich das erfolgsverwöhnte Spiel zum nächsten Siegeszug auf. Auch wenn es nicht alle Funktionen des DS effizient nutzt…

Meinung:
Billiger Arcade-Trash oder brillante Spielhallen-Adaption? Die Meinungen zum unkonventionellen Old-School-Shooter driften grundsätzlich stark auseinander, was aber vornehmlich damit zu begründen ist, dass man sich einfach schwer tut, die mangelnde Fortschrittlichkeit des Titels zu akzeptieren. Die Grafik erscheint angesichts der ziemlich krassen Retro-Besinnung dürftig, die kaum wechselnden Spielmodi in den vielen Levels auf Dauer langatmig, die Story unterdessen aufgesetzt und unwichtig.

Natürlich mögen diese Fakten nüchtern betrachtet auch alle berechtigt sein, doch den Spielspaß hemmen sie zu keiner Zeit. Ganz im Gegenteil, die Ballerei in den engen Galaxy-Dungeons verfügt über einen potenzierten Suchtfaktor, obschon es eigentlich nur darum geht, gegen die wachsende Schar der Angreifer zu bestehen, sie zu Staub zu zerschießen und dabei selbst so lange nicht das Zeitliche zu segnen, bis der neue Highscore endlich erreicht ist. Plump? Schlicht? Sonderbar? Bisweilen mag dies zutreffen. Aber wer einmal die Turbinen angeworfen hat, wird sich daran nicht stören. Oder sogar genau deswegen bewusst immer wieder zur hektischen Hetzjagd nach den feindlichen, geometrischen Symbolen greifen…

Weniger ist mehr

Die völlige Rückbesinnung auf das Wesentliche zahlt sich in der ersten DS-Variante zu „Geometry Wars“ sicherlich aus. Das bewusst Schmunzeln ob der außergewöhnlichen Gegner, die völlig schlicht gehaltenen ‚Landschaften’ innerhalb der Missionen, das perfektionierte Pixel-Chaos und selbst die ziemlich limitierten Spielmodi mögen nicht für die Langlebigkeit des Spielreizes sprechen, sind diesbezüglich aber völlig irrelevant. Stattdessen überwiegt das fantastische Spielhallen-Flai.

Die Hatz nach Highscores und die immergleiche Handlung sind wider ersten Erwartungen keinesfalls einspurig, da die Motivation des verbesserten Punktestandes stets im Hintergrund schwirrt und man nicht davon ablassen kann, nach ständigen Maximalwerten zu streben. Dies ist eben der Unterschied zwischen der teils recht üppig aufgeblasenen Genre-Konkurrenz: „Geometry Wars“ bedarf keiner ausufernden Ausschmückungen. Spiel, Inhalt und Steuerung kommen direkt auf den Punkt – und genau darum geht es doch eigentlich in Live-Arcade-Shootern.

Ein wenig Story als Grundlage
Man mag es kaum glauben, doch als Aufhänger zu den Missionen im Planetensystem hat man dem Spiel tatsächlich eine kurze Background-Geschichte gegönnt. Hier geht es um eine extraterrestrische Rasse, die die bespielte Galaxie in ihren Besitz bringen möchte. Um dies zu verhindern, widersetzt man sich standesgemäß mit absoluter Feuerkraft und Dauerbeschuss, bis schließlich die Goldmedaillen auf allen Planeten eingeheimst sind. Diese Story verpasst den geometrischen Kriegen schließlich auch die andernorts fehlende Tiefe und bietet die Grundlage für den Missions-Modus, in dem man sich Schritt für Schritt durch die Planetensysteme Alpha bis Lambda kämpft.

Steuerung – Klassik vs. Dualscreen

Die DS-Variante des Spiels erlaubt dem Spieler natürlich auch die möglicherweise authentischere Steuerung mit den vier Knöpfen sowie dem Steuerkreuz. Hierbei steht jeder Knopf für eine andere Schussrichtung, während man die Drohne immerzu mit dem Steuerkreuz lenkt. Lediglich die Schussoptionen lassen sich auch auf dem Touchscreen einstellen, was anfangs recht ungewöhnlich ist, aber durchaus eine interessante Alternative ist. Ausnahmsweise ist jedoch die klassische Lenkung hier der fortschrittlicheren vorzuziehen.

Simpel – aber nicht leicht
Die Strukturen sind leicht verständlich, das Gameplay ein gutes Beispiel für die grundsätzliche Simplizität eines Shooters. Wer jedoch glaubt, gerade deshalb mühelos durch die Galaxien zu navigieren, sieht sich getäuscht. System für System vermehren sich die geometrischen Auswüchse immer schneller, die Mechanismen bürgen für immer mehr Hektik und gerade auf den Planeten der letzten Galaxien bedarf es schon massiver Erfahrung, um sich gegen das mathematisch konstruierte Inferno durchzusetzen. Aber wie so oft, macht auch hier Übung den Meister. Beherrscht man einmal die dauerhaft unübersichtlichen Situationen, in denen das permanent böllernde Raumschiff ums Überleben kämpft, ist man auch auf Lambda nicht chancenlos. Und außerdem: Irgendwoher muss ja auch das Suchtpotenzial rühren…

Geoms – nützliche Gimmicks
Bevor nachher der Eindruck entsteht, „Geometry Wars“ hätte außer ständigem Geballer und leicht modifizierten Level-Arrangements nichts mehr zu bieten, sei darauf verwiesen, dass die Währung, die man sich durch die Vernichtung feindlicher Geo-Raumer erspielt, noch ein interaktives Element einführt, mittels dessen man sich erst neue Galaxien und auch unterschiedliche Bedingungen für die eigene Drohne erspielt. Die Bedingungen hierfür können Profis aber schon beim ersten Warmmachen locker erfüllen.

Jene Geoms verfolgen aber noch einen anderen Zweck und sind für den Forschritt im Spiel unerlässlich. Sie dienen nämlich auch als Multiplikator bei der Verbesserung der Highscores. Fortgeschrittene erzielen hier irgendwann auch mal die maximale Zahl von 150 Multiplikatoren, einem Garant für eine starke Punktzahl. Nette Idee, zumal es die Voraussetzungen für die Missionen noch einmal erschwert, aber grundsätzlich nur eine kleine Nuance im Trommelfeuer der Drohnen-Böller.

Doppelt gemoppelt – die Extrapalette
„Geometry Wars“ – die Vollbedienung. Neben der ursprünglichen „Galaxies“-Version beinhaltet der DS-Titel auch noch den einst auf XBox als Ergänzung beigefügten Debüt-Titel „Retro Evolved“. Hier kann man noch freizügiger und ohne die äußerlichen Einschränkungen der Levels um Highscores kämpfen und im Dauerfeuer-Gefecht Höchstleistungen erreichen. Außerdem ermöglicht „Galaxies“ einen Mehrspieler-Modus, in dem entweder ein Konkurrenz-Gefecht oder aber eine gemeinsame Mission ausgewählt werden kann – WiFi macht’s möglich.

Fazit:
bjoern.jpg Das Spielkonzept mag nichts Neues bieten, die Innovationen sind demzufolge spärlich, wenn überhaupt präsent, und auch der Inhalt mag auf den ersten Blick stupide und monoton sein, sollte man noch keinen Testversuch gewagt haben. Die Realität divergiert jedoch ziemlich krass von diesen täuschenden ersten Eindrücken, weil das Spiel einen ziemlich hohen Suchtfaktor hat und trotz (oder gerade wegen) der schlichten Grafik einen beeindruckenden Langzeitreiz offeriert.

Die Umsetzung für den Handheld ist außerdem stimmig, die Atmosphäre prächtig. Und auch das System ist ein mitsamt des hektischen Treibens innerhalb der simplen Levelaufbauten ein Spaßgarant, dem man sehr schnell verfallen kann. Ergo eignet sich „Geometry Wars: Galaxies“ prinzipiell für sämtliche Videospiel-Generationen, speziell für Liebhaber des Arcade-Segments, die mit dieser ganz speziellen Rückbesinnung auf die Wurzeln des Genres ihre helle Freude haben dürften.



Geometry Wars - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Bj�rn Backes

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.6875 Grafik: 7.50
Sound: 7.00
Steuerung: 7.00
Gameplay: 9.25
Wertung: 7.6875
  • Tolle Retro-Atmosphäre
  • Starkes Bonusmaterial
  • Erhöhtes Suchtpotenzial
  • Gewöhnungsbedürftige Touchscreen-Steuerung
  • Keine Highscorelisten

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Rezension vom: 08.02.2008
Kategorie: Handheld
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