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NBA 2K20

Entwickler: Visual Concepts
Publisher: 2K Games

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ohne Altersbeschränkung gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 49,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Switch, Xbox One, Xbox One X

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
nab_2k20_logo

An NBA 2K19 spalteten sich die Geister. Auf der einen Seite war es zweifelsfrei die beste Sportsimulation des Jahres, wenn nicht sogar aller Zeiten. Auf der anderen Seite war es aber auch der Inbegriff eines Pay-2-Win-Spiels, was nicht nur in der Fachpresse, sondern auch in zahlreichen User-Bewertungen mehr als kritisch angesehen wurde und NBA 2K19 zu einem der schlechtestbewerteten Spiele auf Steam und Metacritic machte. Bei solch schlechter PR sollte man meinen, dass 2K daraus gelernt hat und in NBA 2K20 alles besser macht. Doch ist dem wirklich so?

Meinung:

Um es direkt vorwegzunehmen: Auch in NBA 2K20 gibt es wieder reichlich Stoff für Kritik. Doch da ich ein positiver Mensch bin, möchte ich meine Review dennoch mit den erfreulichen Dingen anfangen, wozu auch dieses Jahr wieder zweifelsfrei das Geschehen auf dem Court zählt – und zwar in allen Belangen.
Dass das Gameplay bereits im letzten Jahr fantastisch war, dürfte wohl selbst der größte Kritiker nicht leugnen. Klar, dass man in Anbetracht einer solchen Brillianz keine Quantensprünge mehr erwarten durfte. Dennoch hat es Visual Concepts geschafft, das Spielgeschehen noch ein wenig besser zu machen, indem zum Beispiel durch eine verbesserte Wurfsteuerung oder das neue Read-&-React-Defensivspiel die gegnerische Defense das Offensivspiel des Spielers nun noch besser liest und dementsprechend reagiert. Zudem haben Größe und Gewicht der Spieler nun mehr Einfluss. Beim Aufposten schubsen schwerere Spieler kleinere Guards zur Seite, während flinkere Spieler mit ihrem schnellen ersten Schritt größere Gegner leichter stehen lassen. Obwohl das Spieltempo dadurch ein wenig verändert wurde, muss man keine Angst haben, dass das Ganze nun zu arcadig wirkt. NBA 2K ist und bleibt spielerisch eine waschechte Basketballsimulation, bei der Herumgerenne und wildes Werfen rein gar nichts bringen. Wer hier erfolgreich sein will, muss den Gegnern mit der richtigen Taktik gegenübertreten und viel Geduld für den freien Wurf aufweisen. Doch genau das ist es, was NBA 2K so grandios macht – dieses Gefühl, es hier tatsächlich mit einem echten NBA-Spiel auf höchstem Niveau zu tun zu haben und nicht irgendeiner Darbietung eines Amateur-Teams, bei dem es vogelwild zugeht, zuzuschauen.

Wie im TV
Genauso überragend und erstklassig präsentiert sich das Ganze auch mal wieder optisch. Gerade auf der Xbox One X oder PS4 Pro sieht das Geschehen tatsächlich aus, als ob man gerade eine NBA Übertragung im TV ansehen würde. Die Spieler sehen ihren realen Vorbildern, bis auf wenige Ausnahmen, wie aus dem Gesicht geschnitten aus und weisen zu einem Großteil sogar deren Tattoos auf. Die Bewegungen wirken butterweich und ineinanderfließend, die Beleuchtung des Feldes und der ganzen Halle ist schier atemberaubend und die zahlreichen Einblendungen sind mit denen aus dem TV nahezu identisch. Hinzu kommt ein Wirken der Kameramänner, Ersatzspieler und Trainer am Spielfeldrand, das man sonst nur zu Gesicht bekommt, wenn man tatsächlich in der Halle ist. Abgerundet wird all dies mit einem toll aussehenden Publikum, das zahlreiche Plakate in die Luft hält und für reichlich Stimmung sorgt. Oder um es kurz zu sagen: NBA 2K20 sieht einfach grandios aus und kann seine Vorgänger hier sogar noch einmal übertrumpfen.
Gleiches gilt auch für die Soundkulisse, denn nicht nur die Fans in der Halle machen eine Menge Stimmung, auch die Soundeffekte auf dem Court klingen hervorragend – vor allem das typische Quietschen der Schuhsohlen sorgt für echtes Basketballfeeling. Hinzu kommt ein sehr guter Soundtrack sowie ein grandioser Job der Kommentatoren rund um Kevin Harlan, Ernie Johnson und Shaquille O'Neal, die sowohl während des Spiels als auch in den Studio-Shows das aktuelle Spielgeschehen nicht nur perfekt analysieren und kommentieren, sondern auch sonst unzählige interessante Fakten liefern und sogar auf erreichte Meilensteine eingehen. Genauso muss sich der Kommentar bei einem Sportspiel anhören!

Vollständige WNBA
Auch bei den Spielmodi gibt es zunächst nichts zu beanstanden – ganz im Gegenteil, denn auch hier hat 2K bzw. Visual Concepts noch einmal ein Schippchen draufgelegt und bietet uns nun zum Beispiel alle 12 Teams samt deren aktueller Kader der WNBA, also der besten Liga des professionellen Damen-Basketballs. Etwas schade ist, dass diese Liga nicht in allen Spielmodi spielbar ist. Eine ganze Saison ist nun aber auch endlich mit den Damen wie Brittney Griner, Candice Dupree, Nneka Ogwumike und Courtney Vandersloot spielbar. Ein weiteres Highlight stellt der Karriere-Modus „Meine Karriere“ dar, in dem man diesmal in die Haut eines College-Spielers schlüpft und versucht, durch gute Eindrücke am College sowie im Draft Combine, möglichst hoch von einem Team auserwählt zu werden und mit diesem an die Spitze der NBA zu gelangen. Um all dies wie in den Vorjahren auch diesmal wieder ins rechte Licht zu setzen, wurden die Produktionsfirma SpringHill Entertainment und der aufstrebende Regisseur Sheldon Candis angeworben. Herausgekommen ist eine wirklich beeindruckende Inszenierung, in der man nicht nur so manch wichtige Entscheidung fällen muss (was sich meiner Meinung nach aber leider zu wenig auf den weiteren Verlauf der Geschichte auswirkt), sondern die auch mit Auftritten verschiedener Hollywood-Persönlichkeiten aufwarten kann, wie etwa Hobbs & Shaw-Star Idris Elba oder Rosario Dawson, die vielen wohl noch aus Sin City im Gedächtnis geblieben ist.
Darüber hinaus gibt es auch wieder die Mein GM/Meine Liga-Spielmodi, in denen man alle Aspekte eines Franchise übernimmt, um eine Dynastie aufzubauen, sowie über 100 legendäre Teams, wie etwa die Portland Trail Blazers von 2009-2010, die Cleveland Cavaliers von 2015-2016, die San Antonio Spurs von 2013-2014, die Phoenix Suns von 2002-2003 und All-Decade-Teams aus jeder Ära der NBA-Geschichte, die man in einigen ausgewählten Spielmodi aufs Parkett führen darf.


Mikrotransaktionen, wohin das Auge blickt
Als großer NBA-Fan würde ich nun gerne diesen Test abschließen und sagen, dass an NBA 2K20 alles fantastisch ist. Doch wie eingangs bereits erwähnt, ist dem leider nicht so. Denn auch an NBA 2K20 gibt es einiges zu kritisieren – um genau zu sein, geht es mal wieder um das lästige Thema Mikrotransaktionen. Bereits im letzten Jahr sorgten diese für einen großen Aufschrei. Doch anstatt daraus zu lernen, hat Visual Concepts diese noch stärker ins Spiel eingebunden: Vor allem im Mein Team-Modus, also dem NBA 2K-Pendant zum FIFA Ultimate Team-Modus, ist ohne Mikrotransaktionen kaum etwas zu holen. Natürlich kann man die Spieler auf ehrliche Art und Weise aufleveln, was im Vergleich zum Vorjahr auch etwas schneller vonstattengeht. Doch was nutzt das, wenn andere Spieler ihrerseits Geld ausgeben, um ihr Team mit besonders starken Karten zu pushen, oder im Meine Karriere-Modus 45 Euro extra ausgeben, um ihren Spieler sofort auf Level 85 zu bringen? Das ist einfach nur frustrierend und verzerrt den (Online-)Wettbewerb meiner Meinung nach extrem.
Noch schlimmer wird das Ganze dadurch, dass das Spiel geradezu dazu auffordert, zusätzliches Geld auszugeben. Es gibt kaum ein Menü, in dem nicht irgendwo etwas über Mikrotransaktionen zu finden ist (wenn man hier überhaupt noch von „Mikro“ reden kann). Das ist nicht nur beinahe penetrant – das IST penetrant! Und wenn man sich dann irgendwann tatsächlich dazu hat breitschlagen lassen, irgendetwas zu kaufen, weiß man nicht einmal, was man erhält. Anstatt eines Angebots an Karten, aus denen man gezielt auswählen kann, gibt es Glücksräder und Slotmachines wie in Las Vegas, wo das Endergebnis pures Glück ist. Natürlich machen andere Spiele wie FIFA das nicht anders – das ist aber keine Entschuldigung. Denn nur, weil es der eine macht, muss es der andere ja nicht nachmachen, zumal NBA 2K es in dieser Hinsicht wahrlich auf die Spitze treibt.

Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert NBA 2K20 könnte DIE perfekte Sportsimulation sein, denn was Visual Concepts und 2K hier spielerisch sowie optisch auf dem Court abliefern, ist wahrhaft erstklassig und stellt jede andere Sportsimulation in den Schatten.
Doch leider gibt es da eben auch den penetranten Einsatz von Mikrotransaktionen, der den Spielspaß gewaltig trübt und (zurecht) mal wieder eine Welle der Empörung ausgelöst hat. Ich hoffe wirklich, dass sich 2K zumindest dieses Mal die Kritik der Spieler und Fachpresse zu Herzen nimmt und ihre Mikrotransaktionen-Politik eventuell doch noch mal überdenkt. Bis dahin würde ich empfehlen, einfach nur den Singleplayer-Modus zu spielen. Damit hat man zwar quasi nur das halbe Spiel, aber man kommt dennoch in den Genuss dieser grandiosen Basketballsimulation.

Meine Endbewertung bezieht sich ebenfalls AUSSCHLIEßLICH auf den Singleplayer-Modus – ansonsten müsste ich sehr viele Punkte abziehen, was dem eigentlichen Spiel meiner Meinung aber nicht gerecht würde.

NBA 2K20 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9.4375 Grafik: 9.50
Sound: 9.50
Steuerung: 9.50
Gameplay: 9.25
Wertung: 9.4375
  • Komplette WNBA enthalten
  • Toll inszenierte Story
  • Grandioses Gameplay
  • Tolle Grafik
  • Immer passender Kommentar
  • WNBA nicht in allen Modi spielbar
  • Mikrotransaktionen tief ins Spiel verwurzelt...
  • ... wodurch der Onlinemodus nicht zu empfehlen ist

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Rezension vom: 24.09.2019
Kategorie: Sport
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