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Sunset Overdrive

Entwickler: Insomniac Games
Publisher: Microsoft Game Studios

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ca. 50€ €

Systeme: Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
Sunset_Overdrive_Logo

Bunt, bunter, Sunset Overdrive – so könnte das Motto des neuesten Xbox One-Exklusivtitels lauten. Bereits in den vorab veröffentlichten Trailern und Screenshots präsentierte sich das Spiel als äußerst farbenfroh. Doch Sunset Overdrive hat noch mehr zu bieten, wie unser Test beweist.

Meinung:

Dass Energy-Drinks nicht sonderlich gesund sind, wissen wir wohl alle. Doch dass deren Genuss zu Mutationen führt und aus ganz normalen Menschen Monster (im wahrsten Sinne des Wortes) macht, ist dann doch etwas überraschend. Doch genau das passiert, als FizzCo auf einer riesigen Party in Sunset City den Verkaufsstart ihres neuen Energydrinks Overcharge Delirium XT feiert. Nach dem ausgiebigen Genuss des süßen Zeugs steigt bei den partyfreudigen Gästen nicht nur der Koffein-Spiegel, sondern anscheinend auch etwas anderes in ihrem Körper an. Plötzlich mutieren die Menschen zu schleimigen Monstern, die später ODs (Overcharged Druffies) genannt werden, die alles und jeden jagen, der sich nicht wie sie verwandelt hat.
Als allererstes muss dies unser namenloser Held am eigenen Leib erfahren. Während dieser einfach nur seinem Job, dem Einsammeln und Entsorgen der leeren Getränkedosen, nachgeht und eine Fuhre zum Müll bringt, erlebt er hautnah mit, wie sich die ersten Leute in fiese Monster verwandeln und ihn umgehend attackieren. Zum Glück ist unser Held aber ein ganz sportlicher, der nicht nur mit seinen Kletterkünsten jeglichen Assassinen alt aussehen lässt, sondern auch über Hindernisse springt wie Faith aus Mirrors Edge und auf allen möglichen Dingen herumgrindet, dass selbst Tony Hawk blass vor Neid wird. Mit diesem Können schafft er es sich nicht nur aus der Bredouille zu ziehen, sondern auch als einer von wenigen das Inferno, dass die ODs schon bald in der Stadt anrichten, zu überleben.

Durchgeknallt
Die Story beweist: Sunset Overdrive ist durchgeknallt – und zwar sehr. Das wird auch im Gameplay klar. Seine besonderen sportlichen Fähigkeiten kann unser Alter Ego nämlich ausgiebig nutzen. In der frei begehbaren Stadt schließt sich eine Absperrung, ein Gleis ein Stromkabel oder auch eine Markise (auf der man sich nach oben katapultieren lassen kann), an die nächste, so dass man die gesamte Stadt erkunden kann, ohne auch nur ein einziges mal normal umherzulaufen. Und das geht auch noch so herrlich einfach von der Hand, dass man bereits nach wenigen Minuten den Flow raus hat und mit dem namenlosen Helden genauso stylisch durch die Gegend grindet wie früher sonst nur mit einem gewissen Tony Hawk.

Allerdings jagt man in Sunset Overdrive ja in erster Linie nicht einem immer höheren Highscore nach, sondern Mutanten, Scabs genannten Banditen und FizzCo-Robotern. Doch auch hier kommt das Grinden und Springen voll zum Einsatz. Wenn man still rumsteht, riskiert man es nämlich, dass sich irgendein Gegner von hinten anschleicht oder man gar umzingelt wird. Also heißt es immer schön in Bewegung bleiben und währenddessen auf die Feinde ballern. Zudem füllen wir durch Grind-Ketten unsere Style-Leiste, die uns im Kampf spezielle Angriffe wie etwa Feuerbälle oder Elektroschocks spendiert.

Hier braut sich was zusammen
Die wahren Helden in den Gefechten sind aber die Waffen. Diese sind nämlich, bis auf ein paar ganz wenige Ausnahmen, alles andere als normal, sondern so gestaltet, dass sie selbst die aus Saints Row normal erscheinen lassen. Oder hast Du schon mal mit einem Teddybär-Granatwerfer, einer Schallplattenkanone, einer Blitzeisbombe, einer Katzenkanone oder einem Flammengewehr, das aussieht wie ein riesiges männliches Genital, auf Gegner geschossen? Nein? In Sunset Overdrive wirst Du es machen. Und das sind wirklich nur ein paar Beispiele an skurrilen Waffen, die hier zum Einsatz kommen.

Egal für welche Waffe/Waffen man sich entscheidet, gemein haben alle, dass sie verbessert werden können. Dies geschieht mit sogenannten Amps. Blöd nur, dass die vorher gekocht werden müssen, und wir dafür Zutaten benötigen. Also heißt es Klopapier, alte Schuhe oder auch Overcharge einsammeln und zu Floyd, dem Braumeister bringen, der daraus Amps macht. Währenddessen muss man seine Brauerei allerdings im Tower-Defense-Stil vor Schurken schützen. Erst wenn dies geschafft ist, erhält man endlich seinen Amp und kann seine Waffen oder auch seine eigenen Fähigkeiten ein wenig upgraden.

Keine Normalos
Das ist aber noch lang nicht die einzige Beschäftigung, der man in Sunset Overdrive nachgehen kann. Den Großteil des Spiels beschäftigt man sich nämlich mit Nebenquests, die man von den paar Überlebenden, die einem freundlich gesinnt sind, erhält. Überraschenderweise sind diese Überlebenden keine Normalos sondern ebenso skurril wie der Rest des Spiels. Eine Gruppe die man antrifft unterhält sich zum Beispiel ausschließlich über ihre Smartphones, eine andere redet wie im Mittelalter und wieder andere sind Pfadfinder.

Als Nebenquests dienen neben den üblichen, aber natürlich etwas skurriler aufgezogenen, Open-World-Sammel-Aufgaben (erlange alle Overdrive-Abzeichen, sammel alle Klopapierrollen etc.), auch Aufgaben, die glatt aus Tony Hawk entsprungen sein könnten. Hier gilt es nämlich mal in einer Kombo eine bestimmte Anzahl an Ringen zu durchspringen oder in einer begrenzten Zeit so viele Gegenstände wie nur möglich einzusammeln.
Das alles ist zwar nicht gerade innovativ, macht aber gehörig Spaß. Selbst diejenigen unter euch, die die Nebenquests gerne mal links liegen lassen, werden sie deswegen diesmal wohl gerne allesamt bewältigen wollen.

Spaß wird groß geschrieben
Spaß wird in Sunset Overdrive ohnehin ganz groß geschrieben. Das merkt man dem Spiel an allen Ecken und Kanten an. Die Zwischensequenzen strotzen nur so vor lustigen Unterhaltungen. Zudem wird so ziemlich alles und jedes auf die Schippe genommen, was es nur gibt. Wer aufpasst, bekommt so einige lustige Seitenhiebe auf andere Spiele aber auch TV-Serien zu hören und sehen.
All dies wird natürlich auch optisch alles andere als ernst präsentiert. Wie eingangs schon erwähnt gehört Sunset Overdrive wohl zu den buntesten Spielen überhaupt. Und das ist auch gut so, denn so wird das Skurrile, das das Spiel so einzigartig macht, noch unterstrichen.

Leider gibt es aber auch die eine oder andere Schattenseite. Eine davon wäre zum Beispiel die Trostlosigkeit, die man auf Sunset Citys Straßen antrifft. Damit meine ich nicht, dass es hier plötzlich dunkel und trist wird, sondern vielmehr das man außer den Monstern nichts und niemanden antrifft. Natürlich hat das auch mit dem Ausbruch und dem darauf folgenden Massaker der Monster zu tun, dennoch wären ein bisschen belebtere Straßen doch schön gewesen. Dies gilt im Übrigen auch für ein Wettersystem oder einen Tag/Nacht-Wechsel, die es ebenfalls nicht gibt. Hinzu kommt noch eine Kamera, die leider nicht immer das zeigt, was sie soll.

Als Wiedergutmachung gibt es dafür aber haufenweise Details und Effekte, die in erster Linie während der zahlreichen Auseinandersetzungen mit den Feinden den Bildschirm in ein wahres Effektfeuerwerk tauchen. Passend dazu gibt es auch tolle Soundeffekte, die sowohl wuchtig als auch lustig daherkommen. Die deutsche Synchro ist ebenfalls sehr gut ausgefallen und steht der englischen im Grunde in nichts nach – und das ist nun wahrlich ein Kompliment, das nur wenige Spiele von mir erhalten. Dass der Soundtrack gut zum Spielgeschehen passt, liest man bei mir hingegen öfters. In diesem Fall ist dies auch wieder so, denn die Rock- und Punksongs untermalen das actiongeladene Spielgeschehen jederzeit perfekt.

Online regiert das Chaos
All dies erlebt man natürlich auch im Multiplayermodus, über den Sunset Overdrive selbstverständlich auch verfügt. Einen kompetitiven Multiplayermodus oder gar Koop-Modus gibt es allerdings nicht. Dafür aber den sogenannten Chaoskommando-Modus, in dem man gemeinsam mit bis zu sieben anderen Spielern verschiedene kleinere Missionen erledigen muss. Mal heißt die Aufgabe gemeinsam eine bestimmte Anzahl an ODs zu erledigen, mal einen bestimmten Punkt der Stadt von Gegnern freihalten oder auch mal ein Luftschiff vom Himmel zu holen. Zu guter Letzt gilt es zudem noch eine kleine Tower-Defense-Aufgabe zu meistern.
Dies macht, vor allem wenn man die gesamte Mitspielerzahl ausnutzt, einen gehörigen Spaß und macht klar, warum dieser Modus Chaoskommando heißt – den Durchblick behalten bei den ganzen Schüssen und Explosionen, die hier auf einen niederprasseln, nämlich wohl wirklich nur die wenigsten.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert Sunset Overdrive ist mehr als nur schön bunt. Es ist ein abgedrehtes Actionspektakel, das durch die zahlreichen Charakter- und Waffen-Verbesserungen zwar ein wenig unübersichtlich daherkommt, mit seinen skurrilen Charakteren, dem Humor, den abwechslungsreichen und zahlreichen Missionen und natürlich nicht zuletzt durch die rasante Fortbewegungsmethode aber für eine gehörige Portion Spaß sorgt. Wer hier nach spätestens fünf Minuten immer noch mit heruntergezogenen Mundwinkeln vor dem Bildschirm sitzt, sollte sich ernsthaft Gedanken machen.

Sunset Overdrive - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9 Grafik: 9.00
Sound: 9.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 9.00
Wertung: 9
  • Herrlich bunt
  • Skurrile Charaktere und abgefahrene Story
  • Zahlreiche und abwechslungsreiche Missionen
  • Humor
  • Tolle Synchro und Soundkulisse
  • So viele Verbesserungen, dass man leicht den Durchblick verliert
  • Missionsaufgaben sind nur selten innovativ
  • Kein kompetitiver Multiplayer- und kein Koop-Modus
  • Kein Tag/Nacht-Wechsel

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Rezension vom: 11.11.2014
Kategorie: Action
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