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Star Wars: Battlefront

Entwickler: Dice
Publisher: Electronic Arts

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 16 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 55 - 70 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:
battlefront

Einen Titel hatte Star Wars: Battlefront schon lang vor seinem Release sicher: das des heißersehntesten Spiels im Jahr 2015. Nun, wo es endlich draußen ist, muss es aber auch beweisen, ob es diesen Titel wirklich verdient hat und ob es sich eventuell sogar noch ein paar weitere Superlative dazu verdienen kann. Der folgende Test wird es zeigen.

Meinung:


Der Kampf der Rebellen gegen das Imperium - Luke Skywalker gegen Darth Vader - was waren das für epische und unvergessene Schlachten. Eigentlich genau das richtige Material um noch mal in einem (weiteren) Videospiel erzählt zu werden. Und tatsächlich kämpfen Skywalker und Darth Vader in Star Wars: Battlefront auch gegeneinander, doch leider nicht so, wie sich das sehr viele erhofft haben. Eine Storykampagne, in der man die wichtigsten Kämpfe und Schlachten aus den sechs (bald sieben) Filmen nochmal selber erleben darf, gibt es leider nicht.

Auf Multiplayergefechte ausgelegt
Battlefront ist nämlich voll und ganz auf Multiplayergefechte ausgelegt. Die einzige Möglichkeit alleine zu spielen (obwohl sie auch zu zweit spielbar sind), ergibt sich in den in den sogenannten Missionen. Hier gibt es aber auch keine Story, sondern lediglich verschiedene Trainingsmöglichkeiten. Nachdem man hier zunächst in den Trainingsmissionen alle grundlegenden Elemente und Steuerungsoptionen beigebracht bekommen hat, kann man das Erlernte hier auch gleich noch in 1-gegen-1-Schlachten (gegen die KI oder gegen einen Freund) oder im Überlebenskampfmodus, in dem man mehrere Gegnerwellen überleben muss, ausprobieren. All das ist aber wirklich nur als Vorbereitung für den Multiplayermodus anzusehen. Dazu passt auch, dass man die hier verdienten Credits später im Multiplayermodus für Dinge ausgeben kann - doch dazu später mehr.

Nicht lumpen lassen
Im Multiplayermodus geht es dann auch richtig zur Sache. Hier hat sich EA bzw. Dice nicht lumpen lassen und so ziemlich alle nur erdenklichen Multiplayershooter-Modi ins Spiel integriert, die es so gibt. Als geneigter Gamer bemerkt man bei der Auswahl dabei direkt den Battlefield-Hintergrund des schwedischen Entwicklerteams, denn im Grunde genommen handelt es sich bei vielen der neun zur Verfügung stehenden Modi um Modi, die man aus Battlefield-Spielen kennt, nur dass sie teilweise an das Star Wars-Universum angepasst wurden. So gibt es auch hier das altbekannte Team-Deathmatch (das hier Gefecht genannt wird), die Vorherrschaft (bei dem das Imperium und die Rebellen um Kontrollpunkte kämpfen, die sich bei feindlicher Einnahme nach hinten verschieben) oder auch eine Abwandlung von Capture the Flag namens Fracht.

Luke, Darth Vader und andere Persönlichkeiten
Es gibt aber durchaus auch ganz eigene Spielmodi. Ein solcher ist zum Beispiel der Modus Helden vs. Schurken. Hier kämpfen zwei je Sechs-Mann starke Teams auf kleinen Arealen gegeneinander. Der Clou dabei ist, dass jeweils drei Mitglieder eines jeden Teams aus besonderen Star Wars-Persönlichkeiten bestehen. Auf der Seite der Rebellen kämpfen hier Luke Skywalker, Han Solo und Prinzessin Leia, während auf der Imperialen Seite Darth Vader, Imperator Palpatine und Boba Fett antreten. Ziel des Spiels ist es nun, alle drei feindlichen "Helden" auszuschalten. Das gestaltet sich allerdings gar nicht so einfach, da jeder einzelne Held über besondere Fähigkeiten verfügt, mit denen er sich zur Wehr setzt. Luke besitzt beispielsweise einen Machtschub, mit dem er gleich mehrere herkömmliche imperiale Sturmtruppler umfegen kann. Han Solo besitzt wiederum seinen Schnellfeuerblaster und Leia ein Energieschild, mit dem sie sich und verbündete vor feindlichem Beschuss beschützen kann. Boba Fett schwebt mit seinem Jetpack über die halbe Karte, Imperator Palpatine beschießt die Feinde mit Kettenblitzen und Darth Vader ringt seine Gegner mit dem Machtwürgegriff nieder. Durch diese Fähigkeiten entwickeln sich interessante Duelle, die den augenscheinlich kurzen Spielspaß zu langen Auseinandersetzungen werden lassen und damit dabei auch wirklich jeder mal in den Genuss der besonders starken Fähigkeiten kommt, wechseln mit jeder Runde die Spieler, die die Helden spielen dürfen.

Kampfläufer-Angriff
Ein weiterer besonderer Modus sind die Kampfläufer-Angriffe. Hier kommt es, vor allem auf Seiten der Rebellen, auf gute Taktik an, denn um die AT-ATs auszuschachten, was Ziel dieses Modus ist, genügt es nicht einfach auf sie zu schießen oder gar die Feinde zu eliminieren. Um die AT-ATs angreifen zu können, müssen Y-Wings angefordert werden und das geschieht nur, wenn die Rebellen vorher die imperialen Kommunikationsanlagen lahmlegen. Also heißt es, sich darauf zu konzentrieren, was im Dauerbeschuss des Gegners ohne eine gute Taktik alles andere als einfach ist. Das merkt man auch daran, dass die imperialen Truppen hier wesentlich öfter als Sieger vom Schlachtfeld gehen als die Rebellen. Nichtsdestotrotz macht dieser Modus auch als Rebell eine Menge Spaß.

Luftschlachten
Noch mehr Spaß machte mir allerdings ein anderer Modus - nämlich die "Jägerstaffel". Hier bekämpft man sich nicht etwa auf dem Lande, sondern ausschließlich in der Luft, wobei man als Rebell die Wahl zwischen X- und A-Wing und auf Seiten des Imperiums entweder mit einem Tie-Fighter oder Tie-Abfangjäger in die Schlacht ziehen kann. Obwohl hier "nur" jeweils Zehner-Teams gegeneinander antreten, ist in der Luft immer eine Menge Action geboten, denn unterstützt werden die menschlichen Teams jeweils durch nochmal so viele KI-Kollegen, die die Kämpfe auffüllen und so zu wahren Schlachten werden lassen. Das Gefühl, das man hat, wenn man aus dem Cockpit heraus seine Gegner verfolgt oder waghalsige Manöver vollführt, um sie abzuschütteln, ist atemberaubend. Getoppt wird das Ganze nur noch wenn man ein entsprechendes Emblem findet, das einen in Han Solos Millenium Falken oder in Boba Fetts Slave-1 steigen lässt. Mit diesen Raumschiffen macht dieser Modus gleich nochmal so viel Spaß.



Unglaubliche Atmosphäre
Was alle Modi gemein haben, ist die unglaubliche Atmosphäre. Die haben die Entwickler nämlich erstklassig eingefangen. Schon allein, wenn man die typischen Blaster-Geräusche, das Surren der Lichtschwerter oder die Fluggeräusche des X-Wings hört, bekommt man Gänsehaut. Wenn dann auch noch die unvergleichliche Musik einsetzt, ist es ganz aus. Dann fühlt man sich gänzlich in das Star Wars-Universum hineingezogen. Doch nicht nur was den Sound angeht hat Dice alles absolut richtig gemacht, auch technisch ist Star Wars: Battlefront nahezu perfekt. Die Grafik gehört zum Besten, was diese Konsolengeneration bisher gesehen hat - und das gilt durchweg für alles, was man sieht. Egal ob Sturmtruppler, die verschiedenen Helden, Raumschiffe oder auch die zwölf Maps, die auf vier unterschiedlichen Planeten (Hoth, Tatooine, Endor und Sullust) spielen (in wenigen Tagen kommt mit dem Planeten Jakku noch ein fünfter hinzu) - alles ist unglaublich detailliert und schick - oder anders gesagt: Star Wars: Battlefront ist ein wahrer Augenschmaus.

Für Jedermann
So, wie der kommende neue Star Wars-Film so viele Leute wie nur möglich ansprechen soll, so ist auch Battlefront für die breite Masse gedacht. Folgerichtig ist das Gameplay auch so gestaltet worden, dass jeder, egal ob Hardcore-Gamer oder völliger Neuling, sofort Spaß hat. Und wie funktioniert das am besten? Natürlich, indem man es jedem ermöglicht, mit den Helden zu spielen oder in ein Raumschiff zu steigen, ohne dafür erst etliche Level aufsteigen zu müssen. Und genau das muss man hier nicht, denn besondere Gadgets oder Raumschiffe muss man sich nicht etwa erst hart erarbeiten, sondern findet sie direkt als Icons auf der Map, durch die man einfach durchgehen muss, um sie zu bekommen. Bei den Helden verhält es sich ganz ähnlich, nur dass man hier keine Icons finden, sondern Glück haben muss, denn wenn man stirbt, hat man mit ein wenig Glück die Möglichkeit als Darth Vader, Luke Skywalker und Co. wieder zu respawnen. So hat jeder die Möglichkeit all die wirklich coolen Dinge auch ohne viel Können spielen zu dürfen. Für längere Motivation ist aber dennoch gesorgt, denn natürlich verfügt auch Star Wars: Battlefront über ein Level-System, bei dem man mit jedem dazugewonnenen Level neue Waffen, Gadets und Skins freischaltet (die man danach aber noch kaufen muss). Allerdings hat das Levelsystem auch einen Haken. Erstens sind die Waffen und Gadgets, die man hier freischaltet, im Prinzip alle gleich stark. Es ist also nicht so, dass man unbedingt bis Level X spielen muss, um endlich eine ordentliche Waffe sein Eigen nennen zu können. Das zweite Problem liegt darin, dass man wahnsinnig schnell auflevelt. Vor allem, wenn man die richtigen Modi spielt (wie z.B. Kampfläufer-Angriff), bekommt man die XP quasi hinterher geworfen, sodass Hardcore-Gamer bereits nach kurzer Zeit die Levelgrenze von 50 erreicht haben. Und was macht man dann? Nun ja, wer seine Motivation durch immer weiteres Aufleveln und Freischalten von Sachen definiert, sieht alt aus - denn das geht dann leider nicht mehr. Genau das ist auch das Problem, denn für Hardcore-Gamer ist die Motivation länger an Battlefront dran zu bleiben momentan noch nicht gegeben. Es werden zwar nach und nach neue (teils kostenlose) Planeten, Maps, Modi und Helden hinzugefügt, doch momentan ist der Umfang aber eher noch mau.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert Ich habe meinen Test mit den Worten beendet, dass der Umfang von Star Wars: Battlefront momentan eher mau ist. Das ist auch so und doch ändert es nichts daran, dass Star Wars: Battlefront trotz alledem eines der besten Spiele des Jahres geworden ist, denn was es an Umfang und Tiefgang vermissen lässt, das macht es mit Spielspaß und vor allem Atmosphäre mehr als wett. Es gab bisher wohl kein anderes Star Wars-Spiel, das das Feeling der Filme so gut eingefangen und wiedergegeben hat, wie Battlefront. Wenn man die typischen Blastergeräusche hört, die X-Wings über sich fliegen sieht oder über die super detaillieren Maps läuft, bekommt man unweigerlich Gänsehaut und genau das allein reicht schon aus, um mir und wohl auch vielen anderen, die nicht nur auf ihr Level schauen, viele vergnügliche Stunden zu bereiten. Aus diesem Grund ist Star Wars: Battlefront für mich eben auch eines der besten und unterhaltsamsten Spiele des Jahres und eine absolute Kaufempfehlung.

Star Wars: Battlefront - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots


















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8.75 Grafik: 9.50
Sound: 9.00
Steuerung: 8.50
Gameplay: 8.00
Wertung: 8.75
  • Absolut geniale Atmosphäre
  • Tolle Soundeffekte
  • Einfach zu erlernen
  • Toller Jägerstaffel-Modus
  • Wenig Tiefgang
  • (Noch) relativ geringer Umfang
  • Kein Storymodus

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Rezension vom: 13.12.2015
Kategorie: Action
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