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Marvel's Guardians of the Galaxy

Entwickler: Eidos
Publisher: Square Enix

Genre: Adventure
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 54,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Switch, Xbox One, Xbox Series X/S

Ausgezeichnet mit dem Splash Hit Inhalt:

Als Square Enix vor rund einem Jahr Marvel's Avengers veröffentlicht hat, war die Enttäuschung groß. Selbst die mächtige Lizenz konnte nicht darüber hinweghelfen, dass das Spiel voller Mikrotransaktionen steckte und auch gameplaytechnisch auf einem eher überschaubaren Niveau agierte.
Nun möchte Square Enix mit Marvel's Guardians of the Galaxy aber für Wiedergutmachung sorgen und versprach ein spektakuläres Spiel, das dem beliebten Franchise alle Ehre machen soll. Ob dem wirklich so ist, haben wir für euch getestet.



Meinung:

Die meisten werden die Guardians of the Galaxy sicherlich aus den gleichnamigen Filmen bzw. den Avengers-Filmen kennen. Wer jedoch denkt, dass die Geschichte, die dort angefangen wurde, hier nun weitererzählt wird, liegt falsch. Das Spiel nimmt sich nämlich die 2008 gestartete Guardians-Comics als Vorbild, weshalb es doch einige Unterschiede zu den Filmen gibt. So sehen die Guardians nicht nur etwas anders aus, auch grundlegende Dinge sind hier etwas anders abgelaufen. Zum Beispiel hat hier nicht etwa Gamora ihren Ziehvater und Oberbösewicht Thanos getötet, sondern jemand anderes. Auch die Kriege, die in den Comics und im Spiel eine große Rolle spielen, sind im Film so gut wie gar nicht thematisiert worden.
Was geblieben ist, ist die Zusammenstellung der Guardians. Wie im Film besteht die Truppe auch hier aus Star-Lord, Drax, Gamora, Rocket und Groot und wie im Film sind sie auch hier auf der Suche nach Ruhm und (vor allem) dem großen Geld. Um beides zu erzielen, machen sie sich nach dem Tod von Thanos in die verbotene Zone, um dort für Lady Hellbenders Zoo ein bisher unbekanntes, schreckliches Monster einzufangen. Da das Unterfangen grandios scheitert und man sich anstatt mit einem gefangenen Monster plötzlich mit einem riesigen Strafzettel auseinandersetzen muss, muss ein anderer Plan her, um an die benötigten Credits zu kommen – der, wie sollte es auch anders sein, nicht nur die Guardians, sondern gleich die gesamte Galaxie bedroht auszulöschen.

Was für eine Story
Wie man es von uns gewohnt ist, wollen wir an dieser Stelle aber nicht zu viel der Story verraten, zumal sie hier wirklich elementar für das Spiel ist. Denn einen Multiplayermodus, wie es noch bei Square Enix' Marvel's Avengers der Fall war, gibt es hier nicht. So stützt sich das gesamte Spiel eben auf die Story, die diesen „Druck“ aber aushält. Denn ohne zu viel verraten zu wollen, kann ich hier sagen, dass die Geschichte wirklich hervorragend ist. Es ist sogar möglich, sie durch Entscheidungsmöglichkeiten, die uns das Spiel in den Dialogen immer mal wieder anbietet, ein wenig zu beeinflussen. Dadurch entstehen zwar auch keine großen Überraschungen, aber dennoch ist es schön, dass es diese Möglichkeit überhaupt gibt und so trägt es dazu bei, dass die Story in meinen Augen sogar die Beste ist, die man dieses Jahr überhaupt in einem Spiel erleben konnte.

Filmreife Interaktion
Dass sie so unterhaltsam ist liegt aber auch an den fünf Protagonisten. Denn auch wenn man selbst immer nur in die Haut von Peter Quill aka Star-Lord schlüpft, sind die vier anderen viel mehr als nur Statisten. Wie in den Filmen können sie praktisch nie ihre Klappe halten, sodass eigentlich immer irgendjemand spricht oder den anderen gerade aufzieht. Das Zusammenspiel der Fünf ist dabei so perfekt, dass es tatsächlich filmreif wirkt. Die vier anderen Guardians sind aber nicht nur sehr kommunikativ, sie unterstützen uns während unseres rund 18-stündigen Abenteuers auch tatkräftig. Denn auch wenn wir mit zwei Pistolen sowie später auch mit Elementarangriffen wie Feuer und Eis ausgestattet sind, ist es zumindest ab dem mittleren Schwierigkeitsgrad kaum machbar, die Gegner alleine auszuschalten. Doch zum Glück gibt es ja unsere Guardians-Freunde, die nicht nur von sich aus kräftig mitmischen, sondern auch jeweils über eigene Fähigkeiten verfügen, die wir jederzeit abrufen können. Groot kann zum Beispiel nicht nur Brücken bauen, damit wir große Spalten überwinden können, für die unsere Jetstiefel nicht ausreichen, sondern auch mehrere Gegner festhalten. Rocket kann hingegen einen Flächenangriff starten, der jeden Gegner in die Luft jagt, während Gamora sich eher auf das direkte Duell mit einem Feind spezialisiert hat, an dem sie dafür aber besonders viel Schaden anrichtet. Schaden anzurichten ist zudem auch Drax' Spezialgebiet. Darüber hinaus kann er aber auch besonders schwere Objekte heben und uns Wege bereiten, die vorher nicht da waren.
Am effektivsten sind die Fähigkeiten, wenn man sie klug miteinander kombiniert. So kann man zum Beispiel erst die Feinde von Groot festhalten und sie anschließend von Rocket beschiessen lassen. Doch Vorsicht, Timing ist hierbei unerlässlich. Da jede Fähigkeit einen Cooldown hat, kann es sonst passieren, dass man die Fähigkeiten nicht nacheinander starten kann.
Mit der Zeit können wir unseren Freunden zudem weitere Fähigkeiten beibringen, die dann ebenfalls im besten Fall miteinander kombiniert werden. Doch auch wir erlernen mit der Zeit neue Fähigkeiten – welche das sind, wird hier aber selbstverständlich nicht verraten.

Ab in den Huddle
Verraten können wir jedoch, dass man während der Kämpfe automatisch eine Leiste auffüllt. Ist diese voll, können wir anschließend einen sogenannten „Huddle“ starten. Wie beim American Football kommen dann auch hier die Guardians zu einer kleinen Teambesprechung zusammen, wobei wir genau auf den Ton der anderen achten müssen. Daraus schließen wir nämlich, welche Motivationsrede wir abhalten. Liegen wir mit unserer Rede richtig, erhält jeder Guardian einen Schadensboost – liegen wir hingegen falsch, profitieren nur wir davon.
Obwohl die Huddle jedes Mal cool aussehen und stets mit coolen klassischen Rocksongs untermalt werden, empfand ich sie doch als ein wenig störend. Schließlich wird man so immer wieder komplett aus dem Spielgeschehen gerissen – mal ganz davon abgesehen, dass es einfach unlogisch ist, dass sich ein Team mitten in einem Kampf besprechen kann, ohne dass sie dabei von den Feinden angegriffen werden.

Bekannte Action-Kost
Ansonsten erwartet uns im Prinzip altbekannte Action-Adventure-Kost, bei der wir viel laufen und springen müssen und es das eine oder andere Rätsel zu lösen gilt. Die Rätsel sind dabei allerdings wirklich auf einem sehr überschaubaren Niveau. Zumeist geht es einfach darum, an der richtigen Stelle etwas abzuschießen, damit der Weg freigemacht wird.
Nichtsdestotrotz lohnt sich hier auf jeden Fall auch einmal der Blick nach rechts und links. Denn auch wenn die Level recht linear gestaltet wurden, bieten sie uns doch auch immer wieder kleine Abzweigungen an, in denen wir Secrets oder Sammelobjekte finden können.
Eine coole Idee sind zudem kleine Miniaufgaben, wie etwa ein kleiner Wettkampf zwischen Star-Lord und Rocket, bei dem es darum geht, wer mehr außerirdische Nester abschießen kann. Cool sind diese nicht nur, weil Rocket es versteht, geschickt zu cheaten, sondern auch, weil hier eine Pixelart-Anzeige den aktuellen Stand anzeigt – was wirklich verdammt gut aussieht.

Fantastischer Soundtrack
Wo wir eben schon bei der Musik waren – die spielt, ähnlich wie bei den Filmen, auch hier eine große Rolle. Denn eigentlich gibt es so gut wie keine Szene, in der nicht irgendein Rocksong im Hintergrund zu hören ist. In anderen Spielen wäre dies sicherlich störend, in diesem Fall ist es aber einfach nur cool und zwar nicht nur, weil man es eben auch aus den Filmen nicht anders kennt, sondern weil der Soundtrack so verdammt gut ist. Von „White Wedding“ von Billy Idol über „I Love It Loud“ von Kiss und Rick Astleys „Never Gonna Give You Up“ bis hin zu „Tainted Love“ von Soft Cell ist hier wirklich ein Song besser als der andere. Hier macht es dann sogar wirklich einmal Sinn, sich die Zeit zu nehmen und sich den Soundtrack in aller Ruhe anzuhören.
Aber nicht nur die Musik kann überzeugen, auch die Synchro ist einwandfrei, auch wenn die deutsche Synchronisation nicht immer ganz lippensynchron ist – doch das ist wirklich Meckern auf hohem Niveau.

Schicke Grafik
Ebenfalls voll überzeugen kann auch die Grafik. Nicht nur, dass die Schauplätze alle abwechslungsreich gestaltet sind, auch die Optik an und für sich ist grandios. Für wahre Grafikfans gibt es einen 4K Modus mit 30 fps, der wirklich toll ausschaut. Dennoch habe ich persönlich den Performancemodus mit 1440p bevorzugt, weil das Geschehen hier mit 60 fps abläuft, was sich gerade bei den Kämpfen positiv bemerkbar macht. Zumal auch der Performancemodus optisch wirklich schick ist und sowohl die Schatten, als auch die Texturen und Effekte nur etwas schwächer aussehen als bei der 4K-Variante.
Die Steuerung passt sich der guten technischen Darbietung an und ist ebenfalls sehr gelungen. Eine lange Eingewöhnungsphase benötigt man nicht. Ganz im Gegenteil. Bereits nach wenigen Minuten hat man die Steuerung verinnerlicht und spielt ganz ohne größeres Überlegen.

Volles Kompendium
Zu guter Letzt möchte ich auch noch kurz die Extras erwähnen. Denn die dürften gerade für Fans der Comics ein wahres Fest sein. Neben einem ausführlichen Kompendium, in dem jede Figur für sich vorgestellt wird, gibt es für jeden Guardian auch zahlreiche unterschiedliche Kostüme, wobei hier sogar angegeben wird, aus welchem Comic diese stammen. Besonders schön ist, dass man all diese Kostüme ohne zusätzliche Kosten erhält. Im Gegensatz zu Marvel's Avengers verzichtet Guardians of the Galaxy nämlich komplett auf Mikrotransaktionen, sodass man alles, was im Spiel enthalten ist, auch im Spiel finden kann – genau so wünscht man sich das.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Marvel's Guardians of the Galaxy sollte eine Wiedergutmachung für Marvel's Avengers werden. Am Ende ist es viel mehr geworden – nämlich ein heißer Anwärter auf den Game of the Year-Titel. Das Gameplay bietet zwar keine aufregenden Innovationen, dafür kann aber alles andere umso mehr überzeugen. Die Story ist fantastisch, die Interaktion zwischen den Charakteren filmreif und die Grafik absolute Spitze. Wer endlich mal wieder ein vergnügliches Einzelspieler-Abenteuer erleben möchte, sollte sich Marvel's Guardians of the Galaxy also auf keinen Fall entgehen lassen!



Marvel's Guardians of the Galaxy - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 9 Grafik: 9.50
Sound: 9.00
Steuerung: 9.00
Gameplay: 8.50
Wertung: 9
  • Tolle Story
  • Filmreife Interaktion zwischen den Charakteren
  • Tolle Grafik mit abwechslungsreichen Schauplätzen
  • Ausführliches Kompendium
  • Keine Mikrotransaktionen
  • Spielerisch wenig Innovatives
  • Level sind recht linear
  • Entscheidungen haben nur minimale Auswirkungen auf die Story
  • Huddle stört den Spielfluss

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Rezension vom: 02.11.2021
Kategorie: Adventure
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