Splashpages  Home Games  Rezensionen  Rezension  The Entropy Center
RSS-Feeds
Podcast
https://www.splashgames.de/php/images/spacer.gif
In der Datenbank befinden sich derzeit 3.338 Rezensionen. Alle Rezensionen anzeigen...
Rezensionen Splash! Hits Covergalerie Checkliste

The Entropy Center

Entwickler: Stubby Games
Publisher: Playstack

Genre: Puzzles
USK Freigabe: Freigegeben ab 6 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 25 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:
logo

 

Wer hätte gedacht, dass ein kleines Bonus-Spiel in der Orange Box, die man sich eigentlich für Half Life 2: Episode 2 geholt hatte, das Puzzle-Genre komplett umkrempeln würde? Portal definierte die Ansprüche, die man an Puzzler in der Ego-Perspektive hatte und es folgten etliche Titel, in denen man ebenfalls mit den unterschiedlichsten Spezialkanonen und -Gadgets bewaffnet, Rätseln lösen musste. Auch in The Entropy Center bekommen wir eine Wumme in die Hand gedrückt, die mit ihren Sonderfähigkeiten das Gameplay definiert.



Meinung:


Wir erwachen ohne jegliche Erinnerung in einer Raumstation, dem titelgebenden Entropy Center, und stehen direkt vor etlichen Rätseln. Wer sind wir, warum sind wir hier, warum ist sonst niemand mehr hier und wie können wir verhindern, dass die Erde explodiert? Das Entropy Center befindet sich im Weltraum und wacht über die Erde, indem dort immer, wenn eine Katastrophe ansteht, die Zeit zurückgedreht wird, um diese zu verhindern. Um die nötige Energie dafür zu sammeln, müssen die Mitarbeiter dort Puzzle-Aufgaben lösen und so ziehen wir durch das Center, um die Apokalypse ungeschehen zu machen.

Ab durch die Zeit
Begleitet werden wir von Astra, der künstlichen Intelligenz, die in unserer Entropy Gun haust. Mit diesem Gerät können wir die Zeit für bewegliche Objekte um maximal 30 Sekunden zurückdrehen. Was anfänglich nur dafür genutzt wird, um Kisten nacheinander auf verschiedenen Druckplatten abzustellen, wird in jedem Kapitel um ein neues Element erweitert. Bald schon müssen wir Sprungfelder, Laserstrahlen, Lichtbrücken und explosive Kisten durch die Zeit jonglieren, um voranzukommen. Da sich jedes Kapitel genügend Zeit nimmt, uns mit den Basics der neuen Objekte vertraut zu machen, bevor wir an komplexeren Puzzles uns die Zähne ausbeißen dürfen, werden wir auch nicht überfordert. Manchmal macht uns zwar die Physik einen Strich durch die Rechnung, vor allem wenn Wasserströme involviert sind, sodass wir im schlimmsten Fall das Puzzle von vorne beginnen müssen, aber insgesamt sind alle Rätsel logisch aufgebaut und mit ein wenig Nachdenken gut lösbar.

Alles auf Anfang
Die Komplexität entsteht allerdings hauptsächlich durch die neuen Objekte, mit denen wir interagieren. Das Puzzle-Potential der Entropy Gun ist recht schnell erreicht und beschränkt sich darauf, die verschiedenen Objekte in der richtigen Reihenfolge an ihre Plätze zu bringen, um beim Zurückspulen das richtige Ergebnis zu erreichen. Das kann oftmals dazu führen, dass man etliche kleine Schritte absolviert, nur um festzustellen, dass ganz zum Schluss - in der Planungsphase also ganz am Anfang - ein Schritt fehlt. Dann muss notgedrungen alles neugestartet werden.

Astra vs. GLaDOS
Portal - den Vergleich muss Entropy Center leider über sich ergehen lassen - lebte allerdings nicht nur von vorher nicht gesehenen Puzzle-Aufgaben, sondern auch von der Welt von Aperture Science und natürlich Gegenspielerin GLaDOS. KI Astra versucht krampfhaft diesen Part zu übernehmen, scheitert aber daran, dass sie keine Antagonistin, sondern purer Comic Relief ist. Alles, was sie sagt, ist ein Scherz nach dem anderen, die mal mehr, mal weniger gut zünden. Das Center selbst ist kaum abwechslungsreich und baut auf Computer-Terminals mit Logbucheinträgen der Mitarbeiter, um die Hintergrundgeschichte aufzubauen. Diese sind ebenfalls ganz amüsant geschrieben, aber ein roter Faden lässt sich so leider nicht finden. Die kleinen Hilfsroboter, die die Stellung der Security Turrets aus Portal einnehmen, sind zwar ganz niedlich, sind aber meistens in den nervigsten Bereichen des Spiels zu finden. In diesen muss man fliehen und sich den Weg mit der Entropy Gun bahnen, um unbeschadet zu entkommen. Kleinste Fehler sorgen hier für ein Ableben, sodass man den gesamten Bereich neustarten muss, was in dem ansonsten ruhigen Puzzler ungemein stört.

Arbeitsalltag
Optisch wurde sich bemüht, das Center durch ein paar Grünanlagen oder einen Bereich mit Party-Strand zumindest ein wenig abwechslungsreich zu gestalten, aber befinden uns nun einmal die ganze Zeit grundsätzlich in einem Bürokomplex mit Schreibtischen, Stühlen und speziellen Puzzle-Räumen, die leider auch alle im gleichen Stil gehalten werden. Verschiedene Abteilungen sucht man vergeblich. Beim Sound geben vor allem unsere Hauptfigur Aria und KI Astra eine sehr gute Performance ab, ansonsten gibt es noch ein paar Einspieler von automatischen Lautsprecherdurchsagen des Centers. Die Steuerung funktioniert größtenteils, macht allerdings ein paar Mucken, wenn man ganz schnell und zielgenau Dinge aufbauen, zurückspulen oder auf sie springen möchte. Das ist zwar im jeweiligen Moment immer wieder frustrierend, aber in der Regel schnell wieder vergessen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf

The Entropy Center versteckt seine Inspiration vor allem in der Form von Portal nicht. Den direkten Vergleich verliert es zwar, da Portal ein absolutes Meisterwerk ist, aber das bedeutet nicht, dass The Entropy Center nicht dennoch aus der Masse der Ego-Puzzler heraussticht. Das Konzept der Entropy Gun geht einem schnell ins Blut über und durch die kontinuierlich neuen Rätselobjekte kommt nie Langeweile auf. Am World Building könnte noch ein wenig gearbeitet werden und vor allem aus Astra ist mit Sicherheit viel mehr herauszuholen als bloßer Comic Relief, aber vielleicht können wir diese Evolution ja in einem zweiten Teil sehen. Bis dahin kann jeder Puzzle-Fan getrost einen Blick in das Entropy Center riskieren und versuchen, die Erde vor der Apokalypse zu retten.



The Entropy Center - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 7.375 Grafik: 7.00
Sound: 7.50
Steuerung: 7.00
Gameplay: 8.00
Wertung: 7.375
  • Originelles Konzept
  • Viel Abwechslung durch immer neue Objekte
  • Amüsante Astra
  • Schwaches World Building
  • Recht eintönige Umgebungen

Persönlichen Bookmark setzen für diese Seite
Diese Seite als Bookmark bei Blinklist hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei del.icio.us hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Digg hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Fark hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Furl hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Google Bookmarks hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Mister Wong hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei myYahoo hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Netscape hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Newsvine hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Reddit hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei StumbleUpon hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Technorati hinzufügen   Diese Seite als Bookmark bei Yigg hinzufügen  
Oder diesen Dienst benutzen: Social Bookmark Button

Rezension vom: 23.11.2022
Kategorie: Puzzles
«« Die vorhergehende Rezension
Ys VIII: Lacrimosa of DANA - Deluxe Edition
Die nächste Rezension »»
God of War: Ragnarok
Die Bewertung unserer Leser für dieses Game
Bewertung: Keine Bewertung vorhanden
Bewertung
Du kannst dieses Game hier benoten. Wohlgemerkt soll nicht die Rezension, sondern das Game an sich bewertet werden! Du hast also dieses Game gespielt? Dann bewerte es hier. Die Benotung erfolgt mit Sternen. Keine Sterne entsprechen der Schulnote 6. Fünf Sterne entsprechen der Schulnote 1.
Schulnote 1Schulnote 2Schulnote 3Schulnote 4Schulnote 5Schulnote 6