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Fast & Furious: Crossroads

Entwickler: Slightly Mad Studios
Publisher: Bandai Namco

Genre: Action
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: 60 €

Systeme: PC, PlayStation 4, Xbox One

Inhalt:
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Falls irgendwann wieder neue Filme in den Kinos laufen sollten, steht das Fast & Furious-Franchise mit Teil 9 bereits in den Startlöchern. Bis dahin müssen wir uns aber mit dem Spiel Crossroads begnügen, das Ende letzten Jahres als "große Überraschung" die Game Awards beendet hat. Der Trailer, der da von Vin Diesel und Michelle Rodriguez präsentiert wurde, sah ziemlich grottig aus und man fragte sich, ob das nun wirklich Ernst gemeint war. Beste Voraussetzungen also für eine Runde abgedrehter Auto-Action.

Meinung:


Cam und Vienna haben in Barcelona eine kleine Werkstatt. Als ihr Freund Sebastian Schulden bei der ortsansässigen Mafia macht und wider Erwarten ein illegales Straßenrennen nicht die Lösung ihrer Probleme ist, suchen die beiden Rat bei einer alten Bekannten von Vienna: Letty, in deren Schlepptau auch direkt Dom Toretto mitfährt. Schnell gerät die Situation außer Kontrolle und Vienna und Cam finden sich in Kämpfen zwischen FBI, Crime Bossen und Rennfahrern wieder. Also ein ganz normaler Tag im Leben eines fast Furiosen.

Importierte Teile
Man merkt Crossroads an, dass in der Entwicklung Leute am Steuer saßen, die sich mit der Reihe auskennen. Die Dialoge sind genauso platt und albern wie man sie auch in den Filmen zu hören bekommt und sie werden auch mit der gleichen Eleganz vorgetragen. Für Fans werden immer wieder kleine Häppchen eingeworfen, damit man einen Nostalgiemoment erleben kann, wenn beispielsweise Suki beiläufig erwähnt wird. Die beiden Hauptfiguren Vienna und Cam sind Neulinge in der Crew, aber auch Vin Diesel, Michelle Rodriguez oder Tyrese Gibson treten immer wieder auf und können auch zeitweise gesteuert werden. Die Gesichter sehen auch gut genug aus, dass man die Schauspieler wiedererkennen kann.

We improvise
Der Rest der Grafik ist leider ziemliche Grütze. Manche Wagenmodelle weisen eine peinlich niedrige Polygonenzahl auf und alle Settings, die nicht Barcelona sind, sind öde und leer. Das Spiel gaukelt einem eine offene Welt vor, allerdings sind jegliche Abzweigungen, die man nicht befahren soll, abgesperrt. Am besten funktioniert Crossroads daher dann auch in den Set Pieces, die den Filmen in nichts nachstehen. Die Flucht vor einer Steinlawine in der Wüste oder der anschließende Überfall eines schwer bewaffneten Zuges machen richtig Spaß. Außerdem hilft es, dass viele Level nachts spielen, sodass die miese Grafik nicht ganz so sehr auffällt.

A Quarter Mile at a Time
Wenn wir in unserem Wagen sitzen - was außerhalb von Zwischensequenzen immer der Fall ist - geht es entweder darum, fix einen bestimmten Ort zu erreichen oder ein paar Gegner aus dem Weg zu räumen. Für ersteres greifen wir selbstverständlich auf unser eingebautes NOS zurück, mit dem wir einen ordentlich Temposchub erreichen, der mit einem ähnlichen optischen Effekt wie in den Filmen untermalt wird. NOS sollte man immer nutzen, wenn es sich wieder aufgefüllt hat, denn wer bremst, verliert hier. Schnell lernt man, dass umsichtiges Fahren unnötig ist. Wagen von Zivilisten fliegen beim kleinsten Stupser meilenweit weg, während unser eigenes Auto kaum einen merkbaren Kratzer davonträgt. Brettert man in eine Bande oder gar eine richtige Wand, hat dies ebenso keine Auswirkungen. Das ist vermutlich der Kompromiss, den man eingehen musste, denn die Fahrzeuge fahren sich wie ein Sack Mehl.

Um unsere Feinde zu bekämpfen, verfügen unsere Vehikel über verschiedene Vorrichtungen. Letty hat auf ihrem Wagen eine Harpune montiert, Roman kann hinter seinem Aston Martin eine Ölspur legen und Dom schießt schon gerne mal mit Raketen. Alle Wagen können außerdem ihre Feinde seitlich rammen, um sie zu schrotten. Nimmt man einen Gegner auseinander, gibt es in der Regel eine Kill Cam wie bei Burnout, nur dass man hier komplett die Kontrolle über seinen Wagen verliert und oftmals gegen die nächste Wand donnert. In den wirklich interessanten Set Pieces, wie etwa dem Zugüberfall, fahren wir mit der gesamten Crew und können zwischen den Fahrern hin- und herschalten, was sehr dynamisch ist. Auch ist es schön, dass es Straßenrennen gibt, die ja leider in den Filmen inzwischen in den Hintergrund gerückt sind. Allerdings gibt es hier, genauso wie bei Verfolgungsjagden mit der Polizei, einen Rubberbanding-Effekt, sodass es relativ egal ist, wie gut man fährt. Der Gegner ist immer in der Nähe. Das kann man aber nur raten, denn die Kamera ist eng hinter dem Heck verankert und lässt sich während der Fahrt nicht vernünftig schwenken. Das Maximum der Gefühle ist eine komplette Rückansicht, die man aber natürlich auch nicht längere Zeit anlassen kann.

Still a Buster
Die Kampagne ist dann leider auch nur ein kurzer Spaß. Nach knapp 4 Stunden kann man bereits das Ende sehen und da sind die Zwischensequenzen mit eingerechnet. Die Level selbst sind sehr geradlinig, sodass es keinen Ansporn gibt, die Story ein weiteres Mal zu spielen. Verwunderlich sind speziell markierte Stellen, an denen man einen Stuntsprung vollführen oder durch zerbrechliche Objekte hindurchfahren kann, aber ob man das nun macht oder nicht, hat keine Auswirkung auf irgendwas. Dann springt man halt von einer Rampe, Punkte oder auch nur eine schicke Kameraeinstellung gibt es dafür nicht.

Ejecto Seato, Cuz
Theoretisch gibt es auch einen Multiplayer-Modus und man sollte meinen, inzwischen wäre es einfacher, andere Spieler zu finden. Dass dies nicht der Fall ist, lässt sich vermutlich an einem gravierenden Punkt festmachen. Das Ding ist nämlich, dass ich bereit war, viele Dinge zu verzeihen. Die vier Stunden der Kampagne waren durchaus unterhaltsam, zumindest auf eine "so bad it's good"-Art. Das zieht allerdings nicht mehr, wenn BandaiNamco für Crossroads allen Ernstes 60€ und mehr verlangt. Bei diesem Preis darf man ein Produkt erwarten, dass vernünftig aussieht, sich ordentlich steuern lässt und ausreichend Inhalt bieten kann. 60€ sind ein abschreckender Betrag und da ist es kaum verwunderlich, dass es nur sehr wenige Leute gibt, die sich den Spaß gönnen und dann auch noch in den Multiplayer kommen. Die Trophäenliste der PS4 zeigt für die grundlegendsten Online-Aktionen eine Rate von 5-10% an. Das sagt eigentlich schon alles.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Kai Wommelsdorf Warum muss Fast & Furious: Crossroads ein Vollpreistitel sein? In einer Preis-Range von 20-25€ hätte man dem Spiel viel verzeihen können. Alberne Dialoge, Originalschauspieler, spektakuläre Set Pieces und jede Menge NOS sorgen ja für das richtige F&F-Feeling, aber eine veraltete Grafik, schwammige Steuerung und keinerlei Abwechslung in einer viel zu kurzen Kampagne ziehen den Spielspaß runter. Dass der Multiplayer-Modus quasi ausgestorben ist, trägt sein Übriges bei. Vin Diesel und Michelle Rodriguez müssen ein Vermögen gekostet haben, denn anders lässt sich dieser überzogene Preis kaum erklären.

Fast & Furious: Crossroads - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Kai Wommelsdorf

Screenshots












Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 4.75 Grafik: 5.00
Sound: 7.00
Steuerung: 3.00
Gameplay: 4.00
Wertung: 4.75
  • Originale Darsteller
  • Alberne Dialoge und schicke Set Pieces
  • Vollpreis!
  • Veraltete Grafik
  • Schwammige Steuerung
  • Viel zu kurz
  • Kaum Spieler im Multiplayer

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Rezension vom: 23.08.2020
Kategorie: Action
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