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TopSpin 2K25

Entwickler: Hangar 13
Publisher: 2K Games

Genre: Sport
USK Freigabe: Freigegeben ab 12 Jahren gemäß § 14 JuSchG.
ca. Preis: ab 54,99 €

Systeme: PC, PlayStation 4, PlayStation 5, Xbox One, Xbox Series X/S

Inhalt:

Wir schreiben das Jahr 2011. 2K bringt die neueste Version der legendären Tennis-Reihe TopSpin heraus. Obwohl es damals zumindest auf der Xbox 360 und PS3 gute bis sehr gute Kritiken erzielen konnte, sollte TopSpin 4 für lange Zeit der letzte Teil der Reihe sein. Jetzt, 14 Jahre später, ist sie aber endlich zurück. Unter abgeänderten Namen versucht 2K mit Topspin 2K25 an alte Erfolge anzuknüpfen und den Leuten Tennis wieder schmackhaft zu machen. Ob dies gelingt, oder ob es im Sumpf von Mikrotransaktionen untergeht, erfährst Du in unserem Test.



Meinung:

Die Vorfreude auf ein neues Topspin war bei Tennis-Fans groß. Schließlich ist der Vorgänger, wenn man denn bei einem 14 Jahre alten Spiel überhaupt von einem Vorgänger reden kann, für viele immer noch die beste Tennis-Simulation, die es jemals gab. Dementsprechend waren also auch die Ansprüche bei der Ankündigung von TopSpin 2K25 – und das nicht nur spielerisch. Schließlich überzeugte die Reihe ebenfalls stets mit einem ansehnlichen Roster, in dem immer so gut wie alle aktuellen Stars sowie zahlreiche Legenden enthalten waren. Beim Blick auf die in Topspin 2K25 vertretenden Spielerinnen und Spieler dürfte für viele deswegen auch gleich das erste Mal so etwas wie Wehmut auftreten. Anstatt das Who is Who der Tenniswelt zu vereinen, gibt es hier lediglich 25 Spielerinnen und Spieler, von denen viele nicht einmal zur absoluten Weltspitze gehören. Sowohl die Nummer 1 (Novak Djokovic) als auch die Nummer 2 (Jannik Sinner) der aktuellen ATP-Weltrangliste sucht man hier nämlich leider vergeblich. Erst die aktuelle Nummer 3 der Welt, Carlos Alcaraz, ist spielbar. Dafür ist aber etwa ein Frances Tiafoe (23. der Weltrangliste) oder ein Matteo Berrettini, die aktuelle 129. der Weltrangliste, spielbar. Bei den Frauen sieht es zumindest etwas besser. Immerhin ist hier mit der Polin Iga ÅšwiÄ…tek und der US-Amerikanerin Coco Gauff die beiden aktuell besten Spielerinnen der Welt vertreten.
Doch nicht nur bei den aktuellen Spielerinnen und Spielern sucht man so manchen bekannten Namen. Auch bei den Legenden gibt es einige, die man schmerzlich vermisst. Aus deutscher Sicht wäre dies natürlich als aller Erstes, Boris Becker, Björn Borg oder Ivan Lendl sind nicht vertreten. Und selbst der wohl beste Tennisspieler aller Zeiten, Rafael Nadal, sucht man vergeblich. Immerhin haben es John McEnroe (der sogar als Trainer fungiert), Andre Agassi und Andy Murray ins Spiel geschafft. Bei den Frauen ist es ein ähnliches Bild. Zwar sind hier mit Steffi Graf und Serena Williams zwei ganz große Namen enthalten, andere wie etwa Martina Navratilova, Chris Evert oder Monica Seles fehlen hingegen.

Nicht auf NBA 2K-Niveau
Es ist aber nicht nur das Roster, das Tennis-Fans sicherlich etwas enttäuschen dürfte. Auch wie die enthaltenen Spielerinnen und Spieler im Spiel abgebildet werden, ist leider nicht ganz optimal. Dabei ist 2K eigentlich für eine tolle Darstellung in seinen Sportspielen bekannt. Ich denke hier nur an NBA 2K, welches seit Jahren Maßstäbe in Sachen Grafik und Präsentation setzt und die Spieler dermaßen genau nachbildet, dass man manchmal zweimal hinschauen muss, um zu erkennen, dass es sich dabei um ein Spiel handelt.
Bei TopSpin 2K25 verhält sich das bedauerlicherweise etwas anders. Wenn man die Spieler*innen kennt, erkennt man sie zwar durchaus, aber es ist nicht so, dass sie ihren realen Vorbildern wie aus dem Gesicht geschnitten aussehen. Zudem fehlen Statistiken, wie es sie zum Beispiel auch bei NBA 2K gibt und die ebenfalls nochmal für einen extra Schub an Realismus sorgen.
Was den Entwickler*inne äußerst gut gelungen ist, sind dafür die Stadien. Nicht nur, dass man die Grand Slam-Schauplätze, wie etwa die Centre Courts von Wimbledon, den US Open oder Roland Garros sofort wiedererkennt. Auch die Tatsache das es kleinere Stadien originalgetreu ins Spiel geschafft haben, ist mehr als nur positiv hervorzuheben. Gleiches gilt im Übrigen ebenso für die Fantasie-Plätze, wie etwa dem in einer japanischen Tempelanlage. Denn auch wenn das natürlich nicht ganz realistisch ist, ist dieser und alle anderen Plätze ebenfalls sehr gut dargestellt und genauso liebevoll in Szene gesetzt wie die großen, bekannten Plätze.

Wichtig ist auf dem Platz
Für die allermeisten dürften Namen und ob die Spieler*innen sowie Plätze möglichst original getreu abgebildet wurden, aber ohnehin nur nebensächlich sein. Denn seien wir mal ehrlich, welchen Stellenwert hat der Tennissport hierzulande heutzutage noch? Anstatt ein Millionenpublikum vor den Fernsehgeräten zu versammeln, ist er heute eine Randsportart, die nur zu ganz besonderen Anlässen noch groß gesehen wird und in der sich nur wenige Leute wirklich gut auskennen. Dementsprechend dürfte für die allermeisten ebenfalls nicht ausschlaggebend sein, ob Spieler*in XY dabei ist, sondern wie sich das Ganze spielen lässt. Denn auch wenn der reale Sport nicht mehr so populär ist, eine Runde Tennis auf dem PC oder der Konsole geht dennoch immer.
Genau hier liegt dann auch tatsächlich die größte Stärke von TopSpin 2K25. Als ob die Macher*innen wüssten, wo man das Hauptaugenmerk drauflegen muss, ist das Gameplay das absolute Highlight des gesamten Spiels.
Dabei bietet es im Grunde natürlich nichts Neues. Schließlich hat sich beim Tennis seit einer Ewigkeit nichts Gravierendes geändert (wenn man einmal von der Dynamik absieht) und so findet man hier ebenfalls die seit Jahren gültigen vier unterschiedlichen Schlagvarianten in verschiedenen Stärken wieder. Folgerichtig ist der Einstieg in das Spiel auch recht simpel. Doch wie so oft steckt der Teufel im Detail. Denn um wirklich genau die Schläge auszuführen, die man möchte, braucht es ebenso das richtige Timing und die richtige Position zum Ball. Und um diese Details zu erlernen, braucht es etwas Zeit. Aus diesem Grund ist es auch ratsam, sich zunächst in die TopSpin-Akademie zu begeben und sich dort alles Wichtige vom legendären John McEnroe beibringen zu lassen – und keine Angst, anschreien tut er Dich hier ausnahmsweise mal nicht.
Was einem hier nicht beigebracht wird, ist der Einfluss des Platzes. Denn auch der hat Auswirkungen auf das Verhalten des Balles. Je nachdem, ob man nun auf Rasen, Sand oder auf einem Hartplatz spielt, springt der Ball unterschiedlich ab, was man natürlich ebenfalls mit berücksichtigen muss, um erfolgreich zu sein.

Überschaubare Auswahl
Wenn man alles 100%ig im Griff hat, kann man sich ebenfalls in die verschiedenen Spielmodi begeben. Ähnlich wie beim Roster ist auch die Auswahl an Spielmodi sehr überschaubar, dennoch bietet sie zumindest alles, was man benötigt. Als Einzelspieler wäre dies neben der Möglichkeit, Einzel- oder Doppel-Schaukämpfe gegen die KI auszutragen (also im Prinzip schnelle Matches), zudem noch die Karriere. In dieser versucht man mit seinem eigens erstellten Spieler bzw. seiner eigens erstellten Spielerin, von den Niederungen der Weltrangliste an deren Spitze zu gelangen. Der Ablauf ist dabei in beiden Fällen der Gleiche: Man spielt im Monatsrhythmus, wobei man pro Monat neben einem Training und einer Showveranstaltung auch immer an einem Turnier teilnimmt. Am Anfang sind dies noch sehr kleine Turniere, die wenig Ertrag einbringen. Später, wenn man durch all die Tätigkeiten genügend XP zusammenhat, seine Skills verbessert und im Level steigt, werden aber ebenfalls die Turniere größer. Obwohl eigentlich jeder Monat gleich verläuft, muss man zwischendurch auch mal eine Ruhepause einlegen. Schließlich kostet jedes Training und jedes Match Energie. Und wenn diese einen kritischen Punkt erreicht hat, steigt das Risiko einer Verletzung, die wiederum eine längere Pause mit sich ziehen würde. Aus diesem Grund ist es ratsam, auch mal einen Monat die Beine hochzulegen und anschließend mit frischem Elan wieder anzugreifen.
Obwohl das Feature der Erschöpfung ganz nett ist, fehlt es mir in der Karriere grundsätzlich an Abwechslung. Warum gibt es zum Beispiel keine Turniere oder die Möglichkeit, Interviews zu führen? Hier haben andere Sportspiele doch etwas mehr zu bieten.

Ab in den Shop
Wie die Einzelspieler-Schaukämpfe kann man natürlich auch die Karriere in verschiedenen Schwierigkeitsgraden angehen (wobei man diesen später jederzeit anpassen kann), was vor allem für absolute Tennis-Neulinge zu Anfang sicherlich ganz empfehlenswert ist.
Neben XP und Weltranglistenpunkte erhält man übrigens auch immer wieder neue Ausrüstung, die entweder nur kosmetischer Natur sind oder sogar Verbesserungen mit sich bringen. Sich regelmäßig im Shop umzusehen, was man bereits freigeschaltet hat, lohnt sich also. Natürlich kann aber auch hier wieder gegen Echtgeld einkaufen gehen (indem ich mit meinen Euros die virtuelle Währung kaufe). Leider beschränken sich die Käufe, wie man es von 2K mittlerweile gewohnt ist, dabei nicht nur auf kosmetische Dinge. Wie aus anderen 2K-Spielen kann man seinen Off- und Online-Charakter nämlich auch hier wieder sowohl im Stufenaufstieg sowie XP boostern, was natürlich alles andere als optimal ist.

Die Online-Modi
Ganz unabhängig davon bietet der Online-Modus aber eine kleine, aber feine Auswahl an. Neben Schaukämpfen, die hier allerdings gegen Freunde oder Spieler*innen aus aller Welt ausgetragen werden, gibt es hier auch die sogenannte World Tour. Hier tritt man mit dem eigenen Spieler/der eigenen Spielerin an Online-Turnieren an und spielt um Ruhm, Ehre und XP. Wer es noch kompetitiver mag, der tritt an der 2K-Tour statt. Hier treten nämlich die echten Cracks an, um sich zu messen und in der Online-Rangliste nach oben zu kommen.



Fazit:
Bild unseres Mitarbeiters Stefan.Heppert

Die Vorfreude auf TopSpin 2K25 war in Fankreisen riesig. Schließlich stellt es nach einer 14-jährigen Pause das Comeback der für viele besten Tennis-Simulation dar. Doch hat sich die Vorfreude gelohnt? Die Antwort darauf ist nicht so einfach. Wer auf einen möglichst großen Roster mit allen nur erdenklichen aktuellen und früheren Stars gehofft hat, wird wohl enttäuscht sein. Gleiches gilt auch für alle, die sich in zig Spielmodi austoben wollen. Wer allerdings eine echte Tennis-Simulation erwartet hat, in der man sich kompetitiv gegen CPU und reale Spieler*innen messen kann, der wird hocherfreut sein. Hier spielt TopSpin 2K25 nämlich seine größte Stärke aus und bietet ein Gameplay, das zwar leicht zu erlernen, aber schwer zu meistern ist, wodurch sowohl Anfänger als auch echte Tennis-Cracks hier ihre Freude dran finden werden.



TopSpin 2K25 - Klickt hier für die große Abbildung zur Rezension

Autor der Besprechung:
Stefan.Heppert

Screenshots
















Wertungen Pluspunkte Minuspunkte
Wertung: 8 Grafik: 7.50
Sound: 7.50
Steuerung: 9.00
Gameplay: 8.00
Wertung: 8
  • Sehr gute Steuerung
  • Tolles Gameplay
  • Für Neulinge und Profis geeignet
  • Unterschiedliche Plätze haben Auswirkungen auf die Ballphysik
  • Gutes Tutorial
  • Viele Stars fehlen
  • Nur wenige Spielmodi
  • Grafisch nicht auf Niveau eines NBA 2K
  • Gesamte Präsentation eher langweilig
  • Verbesserungen durch Mikrotransaktionen

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Rezension vom: 29.04.2024
Kategorie: Sport
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