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Let's Watch: Jessica und das Rentier
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Jessica_und_das_rentierMit Jessica und das Rentier brachte Koch Films am 11. Oktober 2018 einen echten Weihnachtsklassiker erstmals auf Blu-ray heraus.

Glaubst Du noch an den Weihnachtsmann? Was für Erwachsene nur ein Kindermärchen ist, wird für die 9-jährige Jessica Riggs zur festen Gewissheit, als sie im Wald ein verletztes Rentier findet und es für eines der Zugtiere des Weihnachtsmannes hält. Gerade ihr mürrischer Vater John, der nach dem Tod von Jessicas Mutter die Familie nur schwer über Wasser halten kann, bringt jedoch kein Verständnis für das fürsorgliche Verhalten seiner Tochter auf. Als er das Rentier schließlich sogar verkauft, scheint der Familienfrieden endgültig in Gefahr...

Filmkritik
Wenn man an amerikanische Weihnachtsklassiker aus den späten 80ern denkt, fallen einem vor allem Schöne Bescherung und Das Wunder in der 8. Straße ein. Dabei gibt es noch einen weiteren Film, der dieses Prädikat ganz sicher verdient hat. Die Rede ist vom 1989 produzierten Film Jessica und das Rentier (in Original Prancer). Was diesen Film zum Klassiker macht, ist vor allem die rührende Geschichte, die hier erzählt wird. Die Bindung zwischen der kleinen Jessica und dem Rentier berührt jeden und wenn der Vater das Tier dann kaltherzig an einen Metzger verkauft, zerreißt es einem beinahe das Herz.
Was mir neben der herzzerreißenden Story, die noch eine schöne Wendung aufweist (die ich hier aber natürlich nicht verrate), an Jessica und das Rentier besonders gut gefällt, ist die Tatsache, dass es sich hierbei um einen der wenigen Weihnachtsfilme handelt, bei der zwar ein Rentier eine Hauptrolle spielt, das Geschehen deswegen aber nicht wie sonst gerne üblich am Nordpol bei Elfen und dem Weihnachtsmann spielt, sondern in der „realen“ Welt bleibt. Das macht den Film meiner Meinung nach zu etwas Besonderem. Trotz dieser Besonderheit, fehlt es dem Film aber nicht an den typischen Botschaften, die Weihnachtsfilme so oft übermitteln: „Das Wichtigste sind Familie und Freunde und wenn die zusammen halten, erreicht man alles.“ Hier wird diese Botschaft aber eben auf eine andere Weise übermittelt, die nicht so kitschig daherkommt wie sonst gerne mal.
Was mir ebenfalls sehr gut gefallen hat, ist die Darbietung der Schauspieler. Gerade die damals tatsächlich erst neunjährige Rebecca Harrell Tickell spielt ihre Rolle hervorragend und wurde damals zu Recht für ihre Darbietung für den Young Artist Award nominiert (übrigens genau wie Ariana Richrads, die hier Carol Wetherby verkörpert) – wirklich schade, dass sie danach nicht mehr allzu oft in größeren Rollen zu sehen war. Ganz besonders interessant ist es darüber hinaus, Johnny Galecki, den heutigen Star aus The Big Bang Theory, in seiner ersten größeren Rolle zu sehen. Auch zu sehen, dass der eher als griesgrämig geltende Sam Elliott (heute vor allem durch seine Rolle in der Netflix-Serie The Ranch bekannt) eine weiche Seite hat und diese auch hervorragend zur Schau stellen kann, ist sehr sehenswert.

Bild & Ton
Vom Bild der Blu-ray darf man sich nicht allzu viel erhoffen. Leider wurde auf eine digitale Überarbeitung verzichtet, weshalb man dem Film seine fast 30 Jahre in jeder einzelnen Szene ansieht. Gerade in dunklen oder sehr hellen Szenen/Ecken sieht man eine teilweise extrem starke Körnung. Auch lässt die Schärfe leider zu Wünschen übrig und die Farben könnten allesamt etwas kontrastreicher sein. Blu-ray-Niveau ist das sicherlich nicht, vielmehr unteres DVD-Niveau.
Beim Ton sieht es zum Glück wesentlich besser aus, denn sowohl die deutsche als auch die englische Tonspur liegen im DTS-HD MA 5.1-Format vor. Auch wenn man aufgrund des eher ruhigen, frontlastigen Sounds keinen großartigen Surround Sound oder gar krachende Subwoofer-Einsätze erwarten darf, hört sich der Ton doch ordentlich an und die zahlreichen Dialoge sind allesamt sehr gut verständlich.

Bonusmaterial

Als Bonusmaterial liegt dem Film leider nur der englische Originaltrailer sowie eine Bildergalerie bei. Letztere ist mit 35 Minuten und etlichen Bildern aber immerhin sehr groß ausgefallen.

Fazit:
Auch wenn der Film schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, ist er immer noch absolut sehenswert – eben ein echter Weihnachtsklassiker. Die Geschichte rührt auch heute noch jeden zu Herzen und das schöne Ende passt perfekt zu Weihnachten. Kurz gesagt: Ein wunderbarer Weihnachtsfilm, den man sich zu den Festtagen mit der ganzen Familie ansehen kann.
Leider ist das Bild der Blu-ray nicht besser als das der vorhergegangenen DVD-Veröffentlichungen – aber ein bisschen Gekrissel nimmt man für einen Klassiker wohl gerne in Kauf. Zumal man dafür immerhin einen ordentlichen Sound zu hören und eine schöne Bildergalerie zu sehen bekommt.


Originaltitel: Prancer
Darsteller: Abe Vigoda, Ariana Richards, Belinda Bremner, Bethany Richards, Bobby Porter, Cloris Leachman, Dale Balsbaugh, Dan Atherton, Eric Sardeson, Jesse Bradford, John Duda, Johnny Galecki, Joseph Morano, Loren Janes, Marcia Porter, Mark Rolston, Michael Constantine, Michael Luciano, Rebecca Harrell Tickell, Robert Zimmermann, Rutanya Alda, Sam Elliott, Sandra Olson, Shirley Starnes, Steven Pressler, Terry Jayjack, Victor Truro, Walter Charles
Regisseur(e): John D. Hancock
Veröffentlichung: 11. Oktober 2018
Studio/Verleih: Koch Media Home Entertainment
Spieldauer: 103 Minuten
Altersfreigabe: Freigegeben ab 0 Jahren

Wer jetzt Interesse daran hat, sich Jessica und das Rentier zu kaufen, der kann dies u.a. über Amazon machen. Die Blu-ray gibt es für 13,99 Euro.

© Koch Films
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Special vom: 26.11.2018
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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