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Sim Simulator - Teil 150: Real Farm
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft. Doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen. 

Teil 150: Real Farm

real_farmBisher war Soedesco vor allem für Plattformer wie Owlboy, Giana Sisters Twisted Dreams oder The Last Tinker: City of Colors bekannt. Nun wollen die Holländer auch bei den Simulatoren für Furore sorgen! Für ihren ersten Simulator haben sie sich dabei nicht etwa irgendeine Nische ausgesucht, sondern gleich die Königsdisziplin – die Landwirtschaft. Ob sie es tatsächlich schaffen am Thron des Genrekönigs zu kratzen oder ob die Ambitionen etwas zu hoch gegriffen waren, haben wir uns selbstverständlich einmal angeschaut.

Wie bei jeder anderen Landwirtschaftssimulation, geht es natürlich auch in Real Farm in erster Linie darum einen Bauernhof zu bewirtschaften, indem man möglichst viele Felder pflügt, sät, düngt und aberntet, sowie sich um die Viehzucht kümmert. All das klingt zunächst ganz normal und das ist es auch. Selbst die anbaubaren Pflanzen Weizen, Mais, Roggen, Gerste, Raps und Gras (zum Verfüttern) und die Tiere (Kühe, Schafe, Hühner, Schweine) kennt man schon aus anderen Genre-Vertretern.
Ein paar Kniffe hat Real Farm aber zusätzlich zu bieten. So muss man bei den Pflanzen zum Beispiel darauf achten, wann diese am besten ausgesät werden und wie die Bodenklasse der Felder sind, denn nur wenn diese zufriedenstellend ist, lohnt sich auch der Anbau. Zudem sollte man Kosten und die erwarteten Einnahmen abwiegen, ansonsten ist man schneller Pleite als es einem lieb ist. Bei den Tieren ist es wichtig immer genügend Futtermittel vorrätig zu haben, sowie für Nachwuchs zu sorgen.
All dies zu verstehen und so zu planen, dass man am Ende reich wird, ist eine kleine Wissenschaft für sich und frisst einiges an Zeit. Doch das ist in diesem Fall nicht negativ gemeint, vielmehr macht es richtig Spaß seinen Hof zu planen und später zu sehen, dass die eigenen Ideen aufgegangen sind.

Real Farm hat aber noch eine weitere Besonderheit zu bieten. Es verfügt nämlich über zwei Spielmodi, was nun wirklich nicht alltäglich ist. Der eine Spielmodus ist der Freie Modus, in dem man eine bereits etablierte Farm nach eigenen Vorstellungen erweitert. Der andere ist der Karrieremodus. Hier startet man wortwörtlich bei null und muss sich sein Geld zunächst durch Gelegenheitsjobs verdienen, um sich dann eine eigene Farm leisten zu können. Durch diese zwei unterschiedlichen Modi und deren verschiedenen Startvoraussetzungen dürften sowohl Neulinge als auch gestandene Hobbybauern genau die richtige Herausforderung finden.

Am Umfang gibt es also nichts Großes auszusetzen und auch was die Vehikel und Maschinen anbelangt, kann man sich nicht beschweren. Im Grunde gibt es für jede Tätigkeit immer gleich verschiedene Modelle, so dass auch hier für genügend Content gesorgt ist.
All das hört sich wirklich sehr gut an und tatsächlich könnte Real Farm ein echter Konkurrent für den Landwirtschafts-Simulator 17 sein, wenn es da nicht das ein oder andere kleinere (oder auch größere) Problem gäbe.
Wenn wir gleich bei den Fahrzeugen und Maschinen bleiben, fällt einem zum Beispiel auf, dass sie nicht original lizenziert sind. Zudem wirkt deren Aussehen doch sehr detailarm. Gerade aus der Cockpit-Perspektive fällt dies auf. Anstatt zahlreicher Knöpfe, Schalter und sich bewegenden Anzeigen gibt es hier unscharfe Texturen und zumeist gähnende Leere. Dass die Entwickler es besser können, beweisen sie bei der Spielwelt, die mitunter wirklich malerisch wirkt.

Ein weiteres Problem des Spiels sind seine Bugs. Immer wieder fallen einem kleinere Fehler auf, die für sich genommen zwar nicht wirklich stören, in der Menge aber doch ärgerlich sind. Publisher und Entwickler sind aber fleißig dabei, diese nach und nach zu beheben, daher besteht berechtigte Hoffnung, dass diese bald der Geschichte angehören.

Das größte Manko an Real Farm ist allerdings die Steuerung. Da das Spiel sowohl für PC als auch für PS4 und Xbox One (deren Version wir auch zum Testen genutzt haben) erschienen ist, musste man sich natürlich eine Steuerungsmethode ausdenken, die auf allen Plattformen gleichwohl funktioniert. Die Macher haben sich deswegen für ein Ringmenü entschieden, das auch mit den begrenzten Bedienmöglichkeiten eines Controllers zu bedienen ist. Leider bringt es aber auch den Nachteil mit sich, das man für jede Aktion kurz anhalten muss, was einen immer wieder aus den Spielgeschehen reißt.
Leider ist das aber nicht das einzige Problem, das einem den Spielspaß trübt. Auch das Gameplay weiß nicht ganz zu überzeugen. Zwar sind die Tätigkeiten, die man hier ausführen muss, im Grunde dieselben wie bei jeder anderen Landwirtschaftssimulation, den Landwirtschafts-Simulator 17 eingeschlossen, dennoch macht es hier nicht so viel Spaß mit seinem Trecker über die Felder zu pflügen. Dies liegt vor allem daran, dass die einzelnen Aufgaben sehr lange dauern. Ein Feld zu pflügen kann zum Beispiel bis zu 40 Minuten dauern, dabei handelt es sich gerade mal um ein Feld der mittleren Größe. Da wird es selbst dem größten Simulator-Fan irgendwann langweilig.


Fazit:
In Sachen Umfang bietet Real Farm zwar keine großen Überraschungen, kann aber dennoch durchaus mit den ganz großen des Genres mithalten. Leider gibt es aber Gameplaytechnische Probleme, eine Bedienung die einen immer wieder aus dem Geschehen reißt und grafisch sehr sparsam gehaltene Fahrzeuge und Vehikel. All das sorgt dafür, dass Real Farm schlussendlich doch nicht an dem Thron des Landwirtschafts-Simulators 17 kratzen kann. Potenzial ist aber vorhanden, und wenn Soedesco dran bleibt, denke ich, dass man in ein, zwei Jahren mit Real Farm (2018 oder 2019) eine echte Alternative zu den bisherigen Landwirtschaftssimulatoren bekommen könnte.
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Special vom: 20.11.2017
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
Kategorie: Special
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