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Sim Simulator - Teil 159: Pure Farming
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Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft. Doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne dass zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 159: Pure Farming
Pure_FarmingProbiert haben sich schon einige, doch bisher hat es noch niemand geschafft, astragons Landwirtschafts-Simulator ernsthaft Konkurrenz zu machen. Nun versucht sich mit Techlands Pure Farming der nächste Anwärter daran, den Genre-Primus endlich vom Thron zu stoßen.

Sei es Real Farm, Die Landwirtschaft 2017 oder wie sie auch alle hießen, jeder der versuchte dem Landwirtschafts-Simulator Konkurrenz zu machen und probierten es im Prinzip damit, astragons Platzhirschen zu kopieren. Das polnische Entwicklerstudio Ice Flames, das hinter Pure Farming steht, wählte hingegen einen etwas anderen Weg. Das Spielprinzip bleibt aber auch hier altbekannt: Man steigt in große und kleine landwirtschaftliche Maschinen und kümmert sich damit um seinen Hof. Im Gegensatz zu den anderen Genre-Vertretern beschränkt sich Pure Farming dabei aber eben nicht auf das übliche Pflügen, Grubbern, Säen, Düngen und Ernten eines Feldes auf einem europäischen Hof, wobei es auch diesen gibt. Käufer der Digital Deluxe Edition bzw. des DLCs dürfen sich nämlich auch über einen Hof in Bayern freuen, auf dem man etwa Raps anbauen und Schafe züchten kann. Wesentlich interessanter dürften allerdings die vier in der Standard-Version enthaltenen Höfe und Maps sein. Als Erstes wäre da die US-Farm, die man zwar auch schon in anderen Spielen gesehen hat, hier aber dennoch etwas anderes bietet, denn hier dürfen wir neben den übliche Dingen auch Paprika und verschiedene Fruchtbäume anbauen. Die drei restlichen Höfe sind sogar tatsächlich etwas ganz Besonderes, führen sie uns doch in bis dato noch nie gekannte Regionen. Die drei Höfe sind nämlich in Japan, Italien und Kolumbien angesiedelt, auf denen wir jeweils landestypische Feldfrüchte anbauen. In Italien bauen wir Weintrauben, Auberginen und Oliven an, im Land der aufgehenden Sonne hingegen Reis, Wasabi oder Kirschbäume und in Kolumbien nutzen wir die südamerikanische Sonne um Kaffeebohnen, Pfefferschoten und Hanf - der natürlich etwa zu Klamotten weiterverarbeitet wird, nicht dass hier ein falscher Eindruck entsteht – anzubauen. Da die Aufgaben vielfältig sind und mit der Zeit die Fähigkeiten eines einzelnen Bauerns übersteigen, kann man lästige Aufgaben auch an Mitarbeiter delegieren, weshalb man sich auf das konzentrieren kann, was einem selber am meisten Spaß macht.

Genauso abwechslungsreich wie bei den Gebieten und Pflanzen, die man dort anbaut, präsentiert sich Pure Farming auch in Sachen Maschinen. Schließlich benötigen die ganzen unterschiedlichen Feldfrüchte spezielle Erntemaschinen. So darf man hier nicht nur herkömmliche Traktoren, Mähdrescher, Spritzen, LKW usw. steuern, sondern eben auch ganz spezielle Maschinen, wie etwa den Redlands Champion RP 824 Rice Transplanter oder den Skybury Coffee Combine Harvester. Wie es sich gehört, sind alle Maschinen, Fahrzeuge und Geräte offiziell lizenziert, wobei hier aber auf etwas andere Hersteller zurückgegriffen wurde, als man sie z.B. vom Landwirtschafts-Simulator kennt. So gibt es hier etwa Fahrzeuge und Maschinen der tschechischen Firma Zetor, von Landini (Italien), McCormick (USA) oder Agromash (Russland). Auch wenn die Firmen eventuell nicht ganz so bekannt sind, bieten sie doch auch eine nette Abwechslung – zumindest in einem gewissen Rahmen, denn viel Auswahl hat man hier leider nicht. Gerade einmal zwölf Traktoren, acht Mähdrescher, 16 Anhänger, zwei Autos, zwei LKW und rund 50 Maschinen samt Gerätschaften gibt es in Pure Farming. Im Vergleich zu einem Landwirtschafts-Simulator ist das schon beinahe lachhaft. Auch was den Detailgrad angeht, können sie nicht mit dem großen Vorbild mithalten, verstecken müssen sie sich aber auch nicht. Ohnehin muss man sich hier nicht über die Grafik beschweren, denn nicht nur die Fahrzeuge und Geräte sind hübsch, auch die Spielwelt ist schön anzuschauen. Neben der Tatsache, dass sie optisch eine große Abwechslung bieten, können sie auch mit wundervollen Licht- und Partikeleffekten punkten. Leider haben die Entwickler es dabei aber versäumt, auch in den Hintergrund scharfe Texturen zu packen. Die sehen nämlich, gerade aus der Drohnenansicht, die man jederzeit fliegen lassen kann, um sich einen besseren Überblick über die Map machen zu können, leider doch arg verwaschen aus. Ebenso bedauerlich ist, dass die Spielwelt recht leblos wirkt. Abgesehen von ein paar Pick-Ups, hier und da verstreuten Passanten und natürlich unseren eigenen Tieren, scheint es so, als ob die Spielwelt ausgestorben sei. Ein paar frei umherlaufende Hühnchen, Schweine oder Rehe, die auf unseren Feldern umhertollen, wären hier wirklich nett gewesen.

Eine weitere Besonderheit von Pure Farming ist die Zeit, die es sich nimmt, um einem das Farmerleben zu erläutern. Während Hobbybauern in vergleichbaren Spielen einfach vor vollendete Tatsachen gestellt werden und teilweise selber herausfinden müssen, wie alles funktioniert, gibt es hier gleich eine ganze Kampagne, die eigentlich nichts anderes tut, als einem die Tätigkeiten eines Farmers zu erläutern. Wie kümmert man sich richtig um seine Felder? Wie steuert man die Maschinen? Wie funktioniert das mit den Gewächshäusern und wie errichtet man Solar- und Windkraftanlagen? All das wird einem hier Schritt für Schritt beigebracht. Schade ist allerdings, dass die Kampagne nur auf einer Map, nämlich der US-Map, spielt. Wer in Japan, Kolumbien und Italien spielen möchte, muss dies entweder im Freien Spiel (in dem man seine Betriebe miteinander vernetzt und so ein weltweites Imperium aufbaut und von einem Standort zum anderen reisen kann) oder in den Herausforderungen machen. Letztere sind besonders gelungen, da sie alle Tätigkeiten, die man in Pure Farming erleben kann, beinhalten und einen so immer wieder vor neue Aufgaben stellen.


Fazit:
Auch wenn Pure Farming noch nicht ganz an den Klassenprimus heranreicht, wird der Vorsprung, den der Landwirtschafts-Simulator einst innehatte, immer kleiner. Gerade was die Abwechslung und die Handhabung angeht, macht Techlands Bauernhof-Simulation astragons Simulator gehörig Feuer unter dem Hintern. Schade, dass die Anzahl an Fahrzeugen und Maschinen doch recht überschaubar und auch deren Detailgrad nicht so hoch ist. Dennoch stellt Pure Farming eine echte Alternative dar und lässt auf einen spannenden Kampf in den nächsten Jahren hoffen.
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Special vom: 05.04.2018
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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