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Sim Simulator - Teil 106: Baustellen-Simulator 2016
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simsimulator

Der Landwirtschafts-Simulator ist der mit Abstand bekannteste und erfolgreichste seiner Zunft. Doch Simulator-Spiele im Allgemeinen boomen seit einiger Zeit. Ein Blick auf die monatliche Releaseliste zeigt, dass kein Monat vergeht, ohne das zumindest ein oder zwei neue Simulatoren erscheinen. Dabei gibt es schon jetzt kaum einen Beruf oder eine Tätigkeit, die noch nicht in einem Simulator für jedermann zugänglich gemacht wurde. Da es bei diesem riesigen Angebot kaum machbar ist, alle Spiele zu testen, möchten wir euch in diesem Special in unregelmäßigen Abständen die neuesten, besten oder auch kuriosesten Simulatoren vorstellen.

Teil 106: Baustellen-Simulator 2016
Baustellen_Simulator_2016_CoverMit dem Baustellen-Simulator 2016 schickt uns Ravenscourt auf die Baustelle.
Anders als der ebenfalls an dieser Stelle vorgestellte Farm-Experte 2016 ist der Baustellen-Simulator 2016 aber keine möglichst exakte Darstellung der Abläufe auf dem Bau. Vielmehr erinnert das ganze an Bob der Baumeister...

Warum das so ist, zeigt sich bereits in der ersten Aufgabe im Szenarien-Modus (wahlweise gibt es auch noch einen Freien-Modus). Hier muss man nämlich mit einem kleinen Hammer Backsteinwände und Holzbretter zerschlagen. Während dies zwar lächerlich, aber noch durchaus realistisch erscheint, geht es in der Folge doch eher fantastisch weiter. Der kleine Hammer scheint nämlich so etwas wie die Allzweck-Waffe unseres Bauarbeiters zu sein, mit der er sogar massive Säulen zerschlagen und Häuser zum Einsturz bringen kann. Genau das ist dann der Bob der Baumeister-Stil, den ich meinte.

Natürlich hantiert man aber nicht nur mit einem Hammer umher. Auch die Hände werden dreckig gemacht. Schließlich wollen alte Tonnen und Reifen (warum auch immer ein Bauarbeiter alte Reifen entsorgen sollte) an einen vorgegebenen Platz geschafft werden. Und zwar nicht nur ein oder zwei, sondern gleich ein halbes Dutzend. Und so läuft man immer und immer wieder hin und her und entsorgt den Müll.
Ihren Höhepunkt findet die repetitive Arbeit aber erst, wenn man auch in den Baumaschinen Platz nimmt. Dann darf man nämlich mit einem Bagger gleich ein Dutzend mal Sand von einer Seite zur anderen schaffen oder mit einem Frontlader alte Metallstangen überfahren. Später kommen noch weitere Maschinen wie zum Beispiel riesige Kräne zum Einsatz, mit denen man allerdings auch immer wieder repetitive Arbeiten verrichten muss.. Dazu gehört, neben dem Planieren und Betonieren des Baugrundes übrigens auch das Nachtanken und Reparieren der Maschinen.
Dabei scheint vor allem der Tank alle 5 Minuten leer zu sein, wodurch man auch hier immer wieder zu einer Kiste laufen, sich dort einen neuen Kanister schnappen und wieder zur Maschine laufen muss. Wenn die Maschinerien in Wirklichkeit auch so einen Spritverbrauch hätten, würde wohl eine Baufirma nach der anderen allein an den Spritkosten pleite gehen.

Bei einem solch unrealistischen Spritverbrauch ist es auch wohl auch kaum verwunderlich, dass es sich bei den ganzen Maschinen, die hier zum Einsatz kommen, auch nicht um original lizenzierte Baumaschinen handelt. Schließlich möchte sich ja kein Hersteller sagen lassen, dass seine Maschinen ineffektiv sind. Folgerichtig bekommt man hier auch keine Maschinen von Caterpillar oder ähnlich berühmten Herstellern zu Gesicht. Dafür wurden die Maschinen aber dennoch ganz gut modelliert und sehen auch wirklich nett aus – ohne dabei besonders herauszustechen. Ohnehin muss man sagen, dass sich der Baustellen-Simulator 2016 optisch eher mittelprächtig präsentiert. Es gibt zwar ein paar im Wind hin und her wehende Grasbüschel, Echtzeitschatten und ein imposantes CGI-Intro, insgesamt sehen die Baustellen aber eher trostlos und wenig abwechslungsreich aus.
Baustellen_Simulator_2016_Screen1
Beim Sound lässt sich das Prädikat mittelmäßig leider nicht vergeben. Dafür ist er einfach zu schlecht. Nicht nur, dass sich die Maschinen allesamt etwas seltsam anhören, viel ärgerlicher ist, dass die Musik höllisch laut ist. Normalerweise kein Problem: Einfach die Lautstärke in den Einstellungen runter regeln und gut ist. Doch genau dies ist hier leider nicht möglich. Es gibt lediglich die Wahl zwischen An und Aus – also entweder halb taub werden oder ohne Musik spielen.
All dies sorgt dafür, dass der Baustellen-Simuolator 2016 der bisher schwächste aller Ravenscourt-Simulatoren geworden ist und mit einer echten Simulation eigentlich nicht viel zu tun hat. Viel mehr ist es ein arcadiges Abriss-Spiel geworden, bei dem man in bester Bob der Baumeister-Manier die, zugegebenermaßen recht abwechslungsreichen aber zugleich auch extrem repetitiven, Geschehnisse auf einer Baustelle miterleben darf. Wer daran Freude hat, kann sich den Baustellen-Simulator 2016 gerne zulegen. Die Mehrheit wird daran aber sicherlich keinen Spaß finden.

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Special vom: 13.06.2015
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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