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Kurz vorgestellt: Kingdom: Come Deliverance - From the Ashes DLC
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Andere Studios gehen nach dem Release ihres Spiels erst einmal in den wohlverdienten Urlaub. Nicht so die Warhorse Studios. Nach der Veröffentlichung ihres Rollenspiel-Epos Kingdom Come: Deliverance werkeln sie scheinbar unaufhörlich weiter am Spiel. Nachdem zuerst die gröbsten Schnitzer behoben wurden, kümmerte man sich anschließend um die erste von insgesamt vier angekündigten Story-Erweiterungen. Mittlerweile ist From the Ashes, so der Name des ersten kostenpflichtigen DLCs, erhältlich und wir haben ihn uns natürlich einmal genauer angeschaut.

Was einem sofort auffällt: From the Ashes unterscheidet sich komplett vom Hauptspiel. Standen dort Story, Quests und Kämpfe im Vordergrund, gleicht der erste DLC eher einem Aufbauspiel. Zu diesem Zweck wurde unser Alter Ego Heinrich auch kurzerhand zum Vogt von Pribyslawitz ernannt, dessen Aufgabe es nun ist, das Dorf, welches im Hauptspiel als Kulisse für den Kampf gegen Runt und als Versteck für Banditen diente, wieder aufzubauen und den Flüchtlingen aus Skalitz eine neue Heimat zu errichten – womit auch gleich geschickt die Verzweigung zum Hauptspiel geschaffen wurde.

Wie geht man das Ganze nun an? Im Prinzip ganz einfach. Zunächst benötigt man ein wenig Man-Power, damit überhaupt erstmal Platz geschaffen wird. Danach wird vor allem eines benötigt: Geld! Alle laufenden Kosten müssen nämlich vom Spieler beglichen werden. Wenn man den Wiederaufbau erst nach dem Beenden der Hauptmission angeht, dürfte dies für die allermeisten natürlich kein allzu großes Problem darstellen. Wesentlich herausfordernder wird es aber, wenn man ein neues Spiel startet und den Wiederaufbau sofort nach dessen Freigabe (welche direkt nach der Befreiung von Priyslawitz in der Hauptstory ist) angeht. Nicht nur, dass die Gebäude bei ihrem Bau eine Menge kosten (eine Holzfällerhütte schlägt zum Beispiel mit 2500 Groschen zu Buche, ein Handelsposten sogar mit 4000), auch deren Instandhaltung kostet einiges. So muss man, wenn man zwischendrin mit dem DLC anfängt, wirklich darum kämpfen, dass man die Hunderte von Groschen, die etwa allein schon ein Rathaus täglich kostet, auftreibt. Schafft man dies nicht, verliert man schnell an Ansehen bei den Dorfbewohnern (die im schlimmsten Fall sogar wieder wegziehen) und bei Sir Diwisch, der einen bei anhaltenden Missständen sogar von den neu gewonnen Aufgaben abziehen kann. Wenn es wirklich knapp wird, sollte man deswegen auch nicht davor zurückscheuen, illegale Wege in Betracht zu ziehen, sprich durch Diebstähle oder wildern Geld anzuschaffen.
Nach einem schwierigen Anfang sollte man es mit ein wenig Geschick aber gut schaffen, dass das Dorf zumindest einen kleinen Gewinn erwirtschaftet, sodass man sich dann auch den weiteren Gebäuden widmen kann. Obwohl einem das Spiel leider genau vorschreibt, an welcher Stelle welches Gebäude stehen muss, gibt es uns aber doch zumindest ein klein wenig Platz für eigene Entscheidungen. So dürfen wir zum Beispiel auswählen, ob wir lieber einen Metzger oder Bäcker in unserem Dorf haben wollen und auch ob wir die Gebäude mit Upgrades, wie etwa im Fall der Metzgerei mit einer Räucherkammer, ausstatten, bleibt uns überlassen. Wirklich individuell sehen die Dörfer dadurch natürlich nicht aus – allerdings war dies im Mittelalter ja auch in Wirklichkeit so, dass sich die Dörfer allesamt ziemlich glichen. Somit ist das also wieder einmal nur realistisch.

Wenn das Dorf irgendwann floriert, hat man eigentlich nicht mehr viel zu tun. Spezielle Quests, gibt es nämlich keine. Man darf zwar manchmal kleinere Streitereien zwischen den Bewohnern klären, bestimmen, ob zum Beispiel Wilderei erlaubt wird oder auch aus der Hauptstory bekannte NPCs in unser Dorf holen, mehr als ein paar Dialoge, dauert all dies aber leider nicht an. Somit ist man dann eher damit beschäftigt, auf den nächsten Geldfluss zu warten oder sich das Dorf anzusehen. Leider fällt einem dabei auf, dass die Einwohner von Priyslawitz nicht gerade redselig sind, sondern einfach nur ihre Aufgaben erledigen. Das ist etwas schade, da so doch etwas vom Flair verloren geht.


Fazit:
From the Ashes
bringt einen ganz neuen Aspekt ins Spiel, passt sich aber trotzdem sehr gut in die bestehende Geschichte und Spielwelt ein. Dennoch hätte ich mir auch ein paar richtige Quests gewünscht, denn so schön es ist, sein eigenes Dorf aufzubauen, im Prinzip ist es nur ein andauerndes Warten, bis neues Geld eingetroffen ist, um dieses daraufhin sofort in ein neues Gebäude zu investieren – hier wären ein paar schöne Quests, die dieses Problem auf andere Weise lösen, sicherlich die bessere Alternative gewesen. Nichtsdestotrotz hat mir From the Ashes gut gefallen und für gerade einmal 10 Euro ist auch der Preis mehr als fair gewählt.
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Special vom: 01.08.2018
Autor dieses Specials: Stefan Heppert
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