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Kurz vorgestellt: DoraKone
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Erinnerst Du Dich noch an die Anfangszeiten von Pokemon GO, in der ganze Heerscharen an Kindern und Jugendlichen ziellos in den Straßen umherliefen, um neue Pokemons zu fangen? Dieses Szenario haben das kleine Entwicklerstudio Apple Cider und Ratalaika Games für ihre Visual Novel DoraKone aufgegriffen. Auch hier dreht sich alles um ein neues Augmented-Reality-Spiel, in dem die Spieler*innen Kreaturen fangen und anschließend gegeneinander antreten lassen können. Der einzige Unterschied das die Pokemons hier gegen Drachen ersetzt wurden, weshalb das Spiel, in dem es in DoraKone geht, auf den Namen Dragon Connection hört.

Natürlich gehen wir in DoraKone nicht wirklich selber auf Drachen-Jagd. Zwar ist das fiktive Spiel der Kern, der die gesamte Story zusammenhält, doch wie in vielen Visual Novels geht es auch hier vor allem um die Story drumherum. Und die dreht sich vor allem um die junge Hauptprotagonistin Dulce. Wie alle anderen in ihrem Alter wollte sie natürlich auch von Anfang an die Drachen fangen gehen. Allerdings war ihr Smartphone dazu nicht geeignet, weshalb sie zunächst einmal sparen musste, bis sie sich ein neues kaufen konnte. Als es endlich so weit war, war die Drachen-Jagd bereits einige Wochen am Laufen. Natürlich hindert es sie nicht daran, noch einzusteigen. Da sich die Dragon Connection Spieler*innen immer wieder an denselben Orten treffen, macht sie schnell Bekanntschaft mit anderen Spielerinnen. Eine dieser neuen Bekanntschaften ist Brin, die keinem Kampf in Dragon Connection aus dem Weg geht. Rayen, eine weitere Dragon Connection-Spielerin die Dulce kennenlernt, hält hingegen nichts von Kämpfen. Sie möchte einfach nur alle Drachen ihr Eigen nennen dürfen. Und zu guter Letzt wäre da noch Honoreé, deren Eltern reich sind, weshalb sie mit ihnen um die Welt jettet und dort die seltensten Drachen einfängt.

Unsere Aufgabe ist es nun mit Dulce unseren neuen Bekanntschaften zu treffen und mit ihnen zu reden. Zu diesem Zweck suchen wir auf einer Map eine Lokalität wie etwa die Eisdiele aus. Am Ziel angekommen erwartet uns eine oder gleich mehrere der anderen, mit denen wir dann sprechen. Die Dialoge sind dabei teilweise sehr lang und nur ab und zu dürfen wir uns aussuchen, was wir sagen bzw. antworten. Diese Auswahl hat dann aber auch Auswirkungen auf den weiteren Spielverlauf. Und zwar nicht nur, was die aktuelle Konversation angeht, sondern auch dahingehend, wie sich unsere Beziehung zu den anderen ändert. Die kann sich nämlich verschlechtern oder soweit verbessern, dass es zu romantischen Gefühlen kommt. Zu welchen Auswirkungen unsere Dialog-Entscheidungen schlussendlich geführt haben, bekommen wir natürlich erst am Ende des Spiels gezeigt. Hier sehen wir dann übrigens auch, ob wir das in der Stadt ausgetragene Dragon Connection Tournament, für das Dulce die ganze Zeit hart trainiert hat, gewinnen oder nicht.
Wie man hier unschwer herauslesen kann, gibt es in DoraKone - ganz Visual Novel-typisch - gleich mehrere mögliche Enden, weshalb sich ein zweites, drittes oder gar viertes Durchspielen also durchaus lohnt. Zumindest, wenn man wissen möchte, wie die Story sonst noch enden kann. All zu viel Zeit muss man dafür auch nicht opfern. Ein Durchgang dauert nämlich nur rund eine Stunde. Allerdings sollte man gute Englisch-Kenntnisse mitbringen. Eine deutsche Übersetzung gibt es nämlich leider nicht.

Wer schon einmal eine Visual Novel gespielt hat, wird wissen, dass sich die grafische Darbietung zumeist auf einem sehr überschaubaren Niveau hält. Zumeist werden einzelne Szenen in einer Comic-Grafik gezeigt, auf denen die jeweiligen Charaktere groß vor einer Location zu sehen sind. Genau so ist es auch in DoraKone. Auch hier bekommt man quasi nur Standbilder mit minimalen Bewegungen präsentiert. Allerdings muss man auch sagen, dass die Charaktere und die im Hintergrund zu sehenden Lokalitäten schön gezeichnet wurden und einen sofort an Animes denken lässt.


Fazit:
Ein Visual Novel-Game rund um ein (fiktives) Augmented Reality-Spiel ist mal etwas Neues. Allerdings ändert das nichts daran, dass die Story in DoraKone allgemein doch recht langweilig ist. Zumal die Charaktere sich gefühlte 50, der 60 Minuten, die das Spiel dauert, über das fiktive Spiel unterhalten und man so nicht viel über die jeweiligen Figuren erfährt.
Wen das nicht stört, bekommt ansonsten ein typisches Visual Novel, bei dem das Gameplay zweitrangig ist und man gute Englisch-Kenntnisse mitbringen muss, um wirklich alles zu verstehen.

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Special vom: 22.05.2023
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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