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Kurz vorgestellt: Das Schwarze Auge Adventures
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Die Adventures der deutschen Spieleschmiede Daedalic Entertainment erfreuen sich nicht nur hier bei SplashGames recht großer Beliebtheit. Die Deponia-Reihe, Whispered World und Nachfolger Silence sowie die Edna & Harvey-Titel wurden sehr positiv in der Presse und bei Spielern aufgenommen, sodass diese Spiele auch auf den bis vor kurzem noch aktuellen Konsolen neu aufgelegt wurden. Diese Ehre erhalten nun auch die beiden Titel aus dem Rollenspieluniversum von Das Schwarze Auge. Satinavs Ketten und Memoria sind zwar getrennt voneinander in den Stores von PS4/5, XBox One/Series X und Switch erhältlich, aber sie bilden durchaus eine Einheit.

Im Fantasy-Land Aventurien, genauer gesagt in der kleinen Stadt Andergast, geht der junge Vogelfänger Geron seinem Leben nach. Das besteht hauptsächlich darin, von den anderen Einwohnern geächtet zu werden, da der Seher, ein bösartiger Zauberer, auf dem Scheiterhaufen eine unheilvolle Prophezeihung über Geron ausgesprochen hat. Um sich selbst zu bewähren, nimmt er an einer königlichen Queste teil, gewinnt kurzerhand und darf nach einer Audienz beim König sich um die Rabenplage kümmern, die das Schloss heimsucht. Um der Raben Herr zu werden, bedarf es eines Zaubers, der nur mit einer Fee gelingt. Also zieht Geron los, eine zu fangen und rutscht dadurch in ein Abenteuer, von dem das Schicksal der Welt abhängt.

Point & Click
Sowohl Satinavs Ketten als auch Memoria sind reinrassige Adventures, die auch mit derselben Engine arbeiten. Jeder Abschnitt besteht aus mehreren Bildschirmen mit detaillierten Hintergründen, in denen sich NPCs und verschiedene, benutzbare Objekte befinden. Dass wir auf den Konsolen auf eine Maus verzichten müssen, ist kein Problem. Hotspots aktivieren sich, sobald unsere Figur in Reichweite ist und alle aktiven Hotspots können mit dem rechten Stick durchgeschaltet werden. Sowohl Geron als auch Sadja (unsere zweite Protagonistin in Memoria) verfügen neben ihrem Inventar auch über Zauberfähigkeiten. Mussten unterschiedliche Sprüche auf dem PC noch einzeln ausgewählt werden, entscheidet sich das Spiel nun automatisch für den richtigen Spruch, wenn einer angewendet werden kann. Solche kleinen Hilfen, um die etwas sperrigere Steuerung auszugleichen, gibt es hin und wieder, allerdings werden sie nur Personen auffallen, die die alte Version kennen. Zielgenaues, schnelles Klicken wird daher nicht von uns verlangt.

Optisches Budget
Grafisch muss man leider sagen, dass beide Titel schon zu ihren ursprünglichen Releases nicht auf der Höhe der Zeit waren. Figuren und vor allem Hintergründe sind zwar sehr schick und detailliert, aber Animationen sucht man vergeblich. Unsere Spielfiguren bewegen sich extrem hakelig und abgehackt und in den Hintergründen kann man froh sein, wenn ein Hintergrundcharakter mal den Kopf hebt. Für ein Re-Release nach fast zehn Jahren hätte man hier gerne ein wenig nachbessern können, zumal - um den Punkt kommen wir kaum herum - jeder Titel mit jeweils 20 Euro zu Buche schlägt. Für beide Titel im Bundle wäre dieser Preis angemessen gewesen.

Ein Fall für T
Da es sich bei der Grundlage um Das Schwarze Auge und insgesamt um eine deutsche Produktion handelt, habe ich es mir nicht nehmen lassen, beide Titel in der deutschen Sprachfassung zu spielen. Entgegen der scheinbar weitläufigen Meinung zur PC-Fassung damals empfand ich deutsche Synchronisation als durchaus gelungen. Geron wird gesprochen von TKKGs Tim-Tarzan, was bei mir persönlich zwar auf direkte Abneigung stößt, aber er macht seine Sache sehr gut und auch die Sprecher von Fee Nuri, Sadja und ihrem magischen Zauberstab können überzeugen. Das ist auch wichtig, denn die Geschichte fängt zwar etwas klischeehaft an, entwickelt sich aber sehr dramatisch und gefühlvoll. Dabei sei erwähnt, dass Memoria direkt nach Satinavs Ketten ansetzt und auch Wissen aus dieser Storyline voraussetzt, was nur noch mehr für ein kostengünstiges Bundle der beiden Titel gesprochen hätte.



Fazit:
Die Neuauflage von Satinavs Ketten und Memoria ist eine schwierige Angelegenheit. Die Titel nähern sich ihrem zehnjährigen Geburtstag und das merkt man ihnen technisch auch an. Das ist grundsätzlich kein großes Problem, geht es gerade bei Adventures dann doch eher um die Rätsel sowie die Geschichte und die sind in beiden Titeln zeitlos gut. Bei einem Preis von jeweils 20 Euro hätte man dann aber schon ein wenig mehr erwarten können, zumal beide Titel so eng miteinander verknüpft sind, dass es kaum Sinn macht, sich nur einen von beiden zuzulegen. Wir halten also fest: ein gutes Spiel in zwei Teilen, das zehn Jahre nach Release aber keine 40 Euro mehr kosten sollte.

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Special vom: 06.02.2021
Autor dieses Specials: Kai Wommelsdorf
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