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Kurz vorgestellt: Wayward Strand
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yugibanner


emperorLuftschiffe sind ja eigentlich immer ein recht klares Zeichen dafür, dass man sich in einer Parallelwelt befindet. Im Fall von Wayward Strand wurde ein Luftschiff, nachdem es führerlos in der Bucht einer Kleinstadt angetrieben wurde, in ein Krankenhaus umgebaut, in dem wir uns mit den Patienten anfreunden und die Geheimnisse des Schiffes entdecken wollen.

Casey Beaumaris wird im Sommer 1978 von ihrer Mutter für drei Tage auf das besagte Luftschiffkrankenhaus mitgenommen, um ihr - der Oberschwester - wegen Personalmangels ein wenig unter die Arme zu greifen. Casey soll sich ein wenig mit den älteren Patienten unterhalten und sich ein wenig um sie kümmern. Widerwillig kommt Casey mit, möchte die Gelegenheit aber nutzen, um einen Artikel für ihre Schülerzeitung über die Geheimnisse des Luftschiffes zu schreiben. Wird sie ihre Pflichten und ihre Nachforschungen unter einen Hut bringen können?



shazam1

 

Wayward Strand ist ein sehr ruhig Spiel, das den größten Fokus auf die emotionalen Geschichten legt, die erzählt werden. Casey ist für drei Tage an Bord des Luftschiffes und die Zeit läuft unaufhörlich weiter. Sie kann sich ihre Zeit frei einteilen und sich aussuchen, wann sie mit welchen Patienten redet, ob sie an der Tür zum Büro der Chefärztin lauscht oder mit dem feschen Mechanikerjungen in den Eingeweiden des Schiffes abhängen möchte. Falsche Entscheidungen gibt es nicht, aber es kann durchaus passieren, dass man das Zeitfenster für bestimmte Konversationen verpasst. Daher empfiehlt es sich auch, Wayward Strand mehrfach durchzuspielen und jeweils den Fokus auf verschiedene Figuren zu legen. Die Geschichte der ewig grantigen Kinderärztin ist ebenso interessant wie die des alternden Bestseller-Autors, aber auch das Pflegepersonal bietet viele Entdeckungsmöglichkeiten. Behandelt werden viele Themen über schwierige Krankenheiten, die damit verbundenen Sorgen und Verluste und Freundschaft und Familie.


Optisch bekommen wir einen tuscheartigen Bilderbuchstil geboten, der ein wenig nötige Leichtigkeit zu den ernsten Themen bringt. Alle Figuren haben ihre sehr individuellen Designs und Casey zeichnet in ihrem Notzibuch niedliche Karikaturen der Personen, mit denen sie spricht. Das Schiff selbst ist zwar nicht sonderlich groß, wurde dafür aber mit vielen Details versehen, die eine runde Geschichte vermitteln und das Krankenhaus als einen realen Ort erscheinen lassen.

Beim Sound können vor allem die Sprecher überzeugen, die ihre Sache sehr gut machen und jeder Figur eine eigene Note verleihen. Hintergrundmusik gibt es nur, wenn tatsächliche Musik auf dem Luftschiff ertönt - etwa wenn ein Patient sich alte Platten auf einem Grammophon anhört -, was gelungen die Atmosphäre unterstreicht.


Wayward Strand lässt sich bequem in etwas mehr als drei Stunden durchspielen, wobei jedes der drei Kapitel in etwa gleich lang ist. Casey verbringt immerhin jeweils den Tag an Bord. Die Stunde Spielzeit sollte man aber auf jeden Fall bei einem Start einlegen, da nur zwischen den Kapiteln gespeichert werden kann. Das ist ein wenig unnötig ärgerlich, ist aber bei der recht kurzen Gesamtdauer noch verschmerzbar.


Fazit:
Wayward Strand ist im Grunde eine ruhige und hoch emotionale Visual Novel, in wir die völlige Freiheit besitzen, uns mit allen Aufgaben so auseinanderzusetzen, wie wir es für richtig halten. Alle Figuren haben interessante Geschichten zu erzählen und der Bilderbuch-Grafikstil erzeugt eine beruhigende Atmosphäre, in der man sich voll und ganz auf die ersten Thematiken der Handlung im Luftschiffkrankenhaus einlassen kann. Die drei Tage, in denen Casey sich mit den Patienten befasst, sind schnell rum und laden zu einem erneuten Durchgang ein und nur die etwas unnötig begrenzten Speichermöglichkeiten stören ein wenig.

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Special vom: 06.10.2022
Autor dieses Specials: Kai Wommelsdorf
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