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Kurz vorgestellt: Botany Manor
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Du suchst ein Game, bei dem Du abschalten und relaxen kannst? Dann solltest Du Dir unbedingt Botany Manor von Whitethorn Games anschauen. Die Macher*innen haben das Spiel nämlich extra so gemacht, dass die Spieler*innen nicht allzu sehr in Anspruch genommen werden.

Botany Manor verschlägt uns ins England des 19. Jahrhunderts, wo wir die Haut von Arabelle Greene schlüpfen. Die Dame ist Botanikern in Ruhestand, die an der Fertigstellung ihres botanischen Forschungsbuchs "Vergessene Flora" arbeitet.
Um dies fertigzustellen, benötigt sie noch verschiedene Informationen zur Züchtung der seltenen Pflanzen, was im Folgenden auch unsere Aufgabe ist. In der Egoperspektive laufen wir fortan durch ihr Herrenhaus samt weitläufigen Gärten und suchen nach neuen Samen, die wir einpflanzen können.

Ganz so einfach ist es dann aber eben doch nicht. Denn auch wenn uns das Spiel zu keiner Zeit Druck macht und wir ganz in unserem Tempo durch das Anwesen gehen können, müssen wir dennoch herausfinden, wie wir die Blumen zum Wachsen und Blühen bringen. Hinweise geben uns dabei die zahlreichen Bücher, Briefe, Postkarten und Notizen, die im gesamten Haus herumliegen. Wer sie genau durchliest, findet dort Hinweise darauf, welche Bedürfnisse die Blumen haben. Manche brauchen etwa viel Licht, während andere etwa viel Wasser benötigen. Manchmal muss man dabei aber auch etwas kreativer denken. Eine Blume blüht zum Beispiel nur, wenn es blitzt. Da aber draußen die Sonne scheint, müssen wir uns also anders behelfen. Wie wäre es zum Beispiel mit der Kamera, die dort rein zufällig herumsteht?

Auch wenn es manchmal etwas Kniffliger ist, die Hinweise zu deuten und es im Laufe der Zeit ebenfalls immer mehr Hinweise benötigt, um eine Blume überhaupt zum Blühen zu bringen, ist es nie so, dass Botany Manor einen überfordert. Wie eingangs erwähnt, haben die Entwickler*innen bewusst drauf geachtet, dass die Spieler*innen nie zu sehr in Anspruch genommen werden. Auch Zeitdruck oder die Möglichkeit, irgendetwas so falsch zu machen, dass man das Spiel nicht beenden kann, gibt es nicht, weshalb man ganz im eigenen Tempo herumrätseln kann.

Nach ein paar Stunden hat man anschließend allerdings doch irgendwann einmal sämtliche der fünf Kapitel durchgespielt und alle zwölf Pflanzen zum Erblühen gebracht. Andere Leute hat man während all dieser Zeit dann aber nicht angetroffen. Angestellte oder andere Personen sind nämlich offensichtlich außer Haus, sodass das Anwesen doch leider etwas leblos wirkt. Doch auch ohne direkte Interaktionen mit anderen Menschen erfahren wir einiges über das Leben von Arabelle, was mitunter aber bedauerlicherweise recht frustrierend wirkt. Schließlich hat man im 19. Jahrhundert noch anders auf Frauen geblickt als heutzutage. Und als eine Dame, die anstatt sich zu Hause um die Familie zu kümmern, ihr ganzes Leben lang Ehemann- und Kinderlos geblieben ist und sich stattdessen auf ihre Karriere konzentriert hat, kommt nicht bei jedem gut an. Zumindest lassen dies die zahlreichen Briefe von gelehrten Männern erahnen. Es gibt aber auch Briefe, in denen ihr Lebensweg auf viel Anerkennung trifft und ihr positiv zugesprochen wird.

Optisch ist Botany Manor wundervoll ausgefallen. Auch wenn alles ein wenig verlassen wirkt, so sehen das Anwesen und die Gärten zumindest sehr hübsch aus. Vor allem die Gärten haben es mir angetan, da sie mit ihrer wunderschönen Architektur tatsächlich zum Verweilen einladen. Kaum verwunderlich also, dass ich mich des Öfteren dabei ertappt habe, wie ich mich auf einen der zahlreichen Stühle gesetzt, den Garten bewundert und hierbei den fröhlich wirkenden Soundtrack mit gesummt habe.


Fazit:
Botany Manor ist der Inbegriff eines Cozy Games. Zwar gibt es einige Rätsel, die es zu lösen gilt, doch dabei wird man weder überfordert noch hat man irgendeinen Zeitdruck. Man kann sich hier so viel Zeit lassen, wie man möchte – und das nutzt man auch gerne. Das Anwesen und vor allem die Gärten sehen nämlich wunderschön aus und laden einen quasi dazu ein, mal innezuhalten und die Pracht zu genießen.

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Special vom: 11.04.2024
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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