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Kurz vorgestellt: Cloud Gardens
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Mit Cloud Gardens erschien Anfang September ein Indie-Game auf der Xbox One, das nicht nur einen Gegenpol zum hektischen Alltag setzt, sondern auch eine äußerst interessante Prämisse hat. Wer jetzt neugierig geworden ist, sollte sich die nächsten Zeilen auf keinen Fall entgehen lassen.

In Cloud Gardens geht es zunächst einmal genau darum, was der Titel verspricht: Um kleine Gärten in den Wolken. Okay, ganz so ist es dann doch nicht, denn eigentlich zeigen die Dioramen, die hier immer als Schauplätze dienen, keine Gärten, sondern kleine Stadtruinen, die erst durch euch zu blühenden Gärten gemacht werden wollen. Dazu muss man einfach Samen verstreuen und diesen dann zum Wachsen bringen. Interessanterweise geschieht dies hier aber nicht durch Bewässern. Vielmehr hält uns der kleine, niederländische Indie-Entwickler Noio den Spiegel der Gesellschaft vor und lässt uns die ohnehin schon heruntergekommenen, kleinen Schauplätze mit noch mehr Müll verdrecken. Doch wie in Wirklichkeit findet die Natur einen Weg, dem Dreck zu trotzen und nutzt den Müll hier sogar als eine Art Dünger. Denn mit jeder hinzugeworfenen Dose, jedem weiteren Schrottwagen oder jedem abgenutzten Reifen, den wir in die Nähe der Samen werfen/stellen, wächst und gedeiht die Pflanze - die Natur nimmt sich also ihren ursprünglichen Lebensraum wieder zurück.

Ganz so einfach, wie es sich hier jetzt anhören mag, ist es aber dann natürlich doch nicht, die erforderlichen 100% Pflanzenwachstum zu erreichen, damit wir in das nächste Level vordringen können. Um dies zu erreichen, müssen wir nämlich doch einige Dinge beachten. Zum Beispiel dürfen wir den Müll nicht direkt auf die Pflanzen werfen, da diese ansonsten kaputtgehen. Zudem verfügt jedes Stück Müll nur über einen bestimmten Radius, in dem er der Pflanze Kraft gibt. Wie in einem Puzzlespiel, das Cloud Gardens zu einem Teil auch ist, muss man also genau überlegen, wo man nun seine Samen ausstreut und wo man den Müll ablegt, damit die Natur genügend Platz und Kraft zum Wachsen hat.

Obwohl es mit der Zeit immer kniffliger wird, die erforderlichen 100% zu erreichen, sollte man sich dennoch niemals stressen lassen. Das Spiel gibt einem nämlich sprichwörtlich alle Zeit der Welt, die Aufgaben zu erfüllen. Wenn man das einmal realisiert, sich vom Wettbewerbsgedanken löst und stattdessen ruhig und besonnen spielt und dabei sowohl die beruhigenden Klänge als auch die einfachen, aber dennoch eindrucksvollen Bilder auf sich wirken lässt, kommt nicht nur der Erfolg von ganz allein, Cloud Gardens wird plötzlich auch zu einer wahren Oase der Erholsamkeit und eines der entspannendsten Spiele überhaupt. Im Freien Modus entwickelt es sich zudem auch noch zu einem künstlerischen Spiel. Mit den in der Kampagne freigeschalteten Objekten kann man hier nämlich mit ein wenig Übung echte Kunstwerke in Dioramen-Form zaubern.

Das einzige, was zumindest Anfangs ein wenig stört, ist die Steuerung. Die ist mit dem Controller manchmal doch etwas hakelig. Nach ein paar Minuten hat man sich aber auch daran gewöhnt und spätestens dann kann einen wirklich nichts mehr aus der Ruhe bringen.


Fazit:
Cloud Gardens ist kein normales Spiel, sondern eines, auf das man sich einlassen muss. Doch wenn man dies tut, erfährt man ein in vielerlei Hinsicht ganz besonderes Erlebnis. Nicht nur, dass es den Kampf der Natur gegen den von Menschen gemachten Müll als Thema hat, auch das ruhige, stressfreie Spielerlebnis ist etwas ganz Besonderes, das man in unserer vor Highscores strotzenden Gaming-Welt leider nicht mehr allzu oft vorfindet.
Wer einfach mal die Zeit genießen oder komplett abschalten möchte, der findet mit Cloud Gardens also genau das richtige Spiel.

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Special vom: 03.10.2021
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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