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Kurz vorgestellt: C14 Dating
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C14 Dating
ist in vielerlei Hinsicht ein sehr ungewöhnliches Spiel. Zuallererst wäre da das Genre. Bei dem Spiel aus dem Hause Winter Wolves handelt es sich nämlich um ein sogenanntes Otome Game, also eine spezielle Art der Visual Novel, die vor allem für Mädchen und junge Frauen gedacht sind und bei denen es in allererster Linie um eine Liebesgeschichte geht. Hierzulande sind solche Spiele eher die Ausnahme, in Japan erfreuen sie sich allerdings großer Beliebtheit und es vergeht kaum ein Tag, an dem kein neues Otome Game erscheint.

Aber nicht nur wegen dieses Genres ist C14 Dating etwas ganz Spezielles. Auch der Name des Spiels ist alles andere als herkömmlich. Wie einige sicherlich wissen werden, ist C14 schließlich ein radioaktives Isotop, mit dessen Hilfe anhand der sogenannten C14-Datierung oder auch Radiokarbonmethode das Alter von organischen Substanzen analysiert werden kann. Häufig wird diese Altersanalyse in der Archäologie genutzt, um zum Beispiel herauszufinden, wie alt ein gefundener Knochen oder Holzstück ist.

Doch was hat das Ganze nun mit einem Videospiel, dazu auch noch mit einem, in dem es um eine Liebesgeschichte geht, zu tun? Nun ja, in C14 Dating dreht sich tatsächlich sehr viel um die Archäologie, denn Hauptprotagonistin Melissa Floresy, die eigentlich in Kalifornien Anthropologie studiert, macht in den Semesterferien in Belgien ein Praktikum als Archäologin.

Dort lernt sie aber nicht nur etwas über Archäologie, sondern mit Deandre, Hendrik, Kyler und Shoji auch vier sehr unterschiedliche junge Männer kennen. Was folgt, ist eine typische Geschichte, in der es darum geht, anhand von Dialogen und Entscheidungen Freundschaften oder Romanzen aufzubauen und einzugehen (in welcher Beziehung man mit einem anderen Charakter steht, wird anhand von ein paar Statistiken aufgezeigt, die man aber getrost vernachlässigen kann). Doch das ist eben nicht alles, denn daneben gibt es auch immer wieder Minispiele, die die Archäologie wieder in den Mittelpunkt stellen. Obwohl die Minispiele sehr simpel gehalten wurden, finde ich diesen Mix doch sehr gelungen, zumal man hier und da tatsächlich etwas über Archäologie lernt.

Ebenfalls gut gefallen hat mir der Grafikstil, der 1:1 aus einem Manga stammen könnte - nur ohne die da leider sehr oft übertriebene Sexualität, die hier erfreulicherweise gar nicht auftritt. Ganz im Gegenteil, ich habe kaum ein Spiel erlebt, in dem die Figuren so unterschiedliche Charaktere mit so unterschiedlichen Facetten hatten, wie hier.

Abgerundet wird das Ganze von einer schönen, musikalischen Untermalung, die perfekt zu dem doch sehr ruhigen Spielgeschehen passt.

Fazit:
Auch wenn ich sicherlich nicht ganz in die Zielgruppe gehöre, hatte auch ich durchaus Spaß mit C14 Dating. Die Geschichte und vor allem die Charaktere sind überraschend vielfältig und bieten eine Tiefe, von der sich selbst so manches Triple A-Spiel eine Scheibe abschneiden kann. Auch dass man zwischendurch etwas über Archäologie lernt, hat mir gut gefallen, weshalb ich C14 Dating jedem empfehlen kann, der auf Visual Novels steht – ganz gleich ob über Mädchen/junge Frau oder gestandene Gamer.

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Special vom: 18.04.2021
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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