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Kurz vorgestellt: Bee Simulator
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Bienen sind bedroht – das wissen wir alle. Und es ist auch gut, dass Supermärkte und Discounter mit kostenlosen Blumensamen oder ähnlichen Aktionen darauf hinweisen. Doch warum sind die Bienen für uns so wichtig? Das wird meist nicht erwähnt oder nur anhand von Prospekten, was gerade für Kinder ziemlich ungeeignet ist. Die polnischen Varsav Games Studios wollen nun Abhilfe leisten und kindgerecht erklären, weshalb die Bienen nicht nur schützenswert sind, sondern weshalb sie eine so große Bedeutung für unsere Gesellschaft haben.

Um einem das klarzumachen, schlüpfen wir im Bee Simulator in die Haut einer jungen Biene, die, wie die meisten ihrer Artgenossen, von der Königin als Sammlerin eingesetzt und so mit der Aufgabe betreut wird, Pollen zu sammeln, damit das Bienenvolk genügend Nahrung hat. All das wird einem anhand kurzer Videosequenzen näher gebracht, die zwar grafisch nicht herausragend, aber durchaus schön anzusehen sind.

Im eigentlichen Spielablauf heißt es dann: Raus aus dem Bienenstock, hinein in die große Welt – in diesem Fall einen öffentlichen Park - zu fliegen und Blumen aufzusuchen. Wie in der Wirklichkeit gibt es dabei unterschiedliche Blumen, die unterschiedlich nahrhafte Pollen für die Bienen parat halten. Um die unterschiedlichen Blumen erkennen zu können, verfügt unsere kleine Biene über einen besonderen Blick, durch den die Blüten in unterschiedlichen Farben dargestellt werden (Weiß = normale Blumen, Gelb = seltene Blumen, Rot & Lila = legendäre Blumen ). Neben Blüten können wir aber auch Süßigkeiten der Menschen anfliegen. Diese sind besonders zuckerhaltig und verleihen uns Bienenpower, dank der wir besonders schnell umherfliegen können. Wieso die besonders süßen Sachen Rote Beete genannt werden, ist mir allerdings nicht ganz schlüssig – eventuell liegt hier ein Übersetzungsfehler vor.

Obwohl unsere Hauptaufgabe darin besteht, Blütenpollen einzusammeln, beschränkt sich unser Tun nicht nur darauf. Schon bald müssen wir wegen der bösen Menschen aus unserem heimischen Bienenstock verschwinden und eine neue Heimat aufsuchen. Hier betätigen wir uns dann ausnahmsweise als Spurbiene, also als jene Biene, die mit dem Job betraut ist, eine neue, geeignete Behausung ausfindig zu machen und die anderen Bienen dorthin zu führen.
Doch auch das ist noch lange nicht alles, was wir als Biene erleben. Während wir umherfliegen, treffen wir nämlich auch immer mal wieder auf andere Tiere. Dies können Artgenossen sein aber auch Wespen und Hornissen. Erstere sind zumeist friedlich und wollen zum Beispiel einfach nur mit unserer Hilfe zurück nachhause finden. Es gibt aber auch Bienen anderer Völker die, genau wie Wespen und Hornissen, uns gegenüber aggressiv sind. Ist dies der Fall, kommt es zu einem Kampf, der natürlich kindgerecht dargestellt wird. Anstatt brutalen Angriffen, gilt es hier einfach nur in einem Minispiel rechtzeitig die richtigen Tasten zu drücken. Schafft man das in der großzügig bemessenen Zeit, besiegt man sein Gegenüber und geht als Sieger aus dem Kampf hervor.

Am Bee Simulator gefällt mir besonders gut, dass einem hier auf spielerische Art das Sozialleben und Verhalten der Bienen näher gebracht wird. Und das sogar – sofern es spielerisch umsetzbar ist – recht realistisch. So ist sogar der Bienentanz, also die Art wie Bienen untereinander kommunizieren, als Minispiel teil des Spiels. Während der Ladezeiten gibt es verschiedenste kleine Texte, die erläutern, weshalb Bienen so wichtig für uns Menschen sind und was passieren würde, wenn sie nicht mehr da wären. Umso seltsamer ist es, wenn das Spiel seinen eingeschlagenen Weg dann plötzlich verlässt und die Bienen als aggressiv darstellt, die Mensch und Tier aus reiner Boshaftigkeit stechen. Natürlich haben Bienen ihre Stacheln nicht nur, um schön auszusehen, aber dennoch werden sie sie nur im äußersten Notfall einsetzen. Denn wie wir alle wissen, verlieren Bienen bei einem Stich an Mensch oder Tier ihren Stachel und sterben dann. Dies wird im Bee Simulator allerdings vollkommen außer Acht gelassen. Wenn wir Menschen oder Tiere stechen, sterben wir nicht, sondern summen einfach weiterhin fröhlich durch die Landschaft. Dies steht meiner Meinung nach komplett konträr zum eigentlichen Sinn des Spiels, was ich als sehr bedauerlich empfinde.

Technisch darf man vom Bee Simulator keine Wunderdinge erwarten. Die Grafik ist eher zweckmäßig, bietet aber dennoch auch einige schöne Details. Vor allem die Bienen selbst sind schön gestaltet. Beim Sound gilt im Prinzip das gleiche, wobei der ruhige Soundtrack meiner Meinung nach perfekt zum Spiel passt. Auch die Synchro geht meist in Ordnung.
Die Steuerung ist nahezu selbsterklärend und lässt einen bereits nach wenigen Minuten perfekt durch die Lüfte schweben. Wer möchte, kann dies sogar gemeinsam mit Freunden machen, denn das Spiel verfügt über einen separaten Splitscreen-Modus, in dem bis zu vier Spieler an einer Konsole spielen können. Das Schöne dabei ist, dass hier, ganz wie in einem Bienenvolk, das Miteinander und nicht das Gegeneinander zählt. Nur wenn alle zusammenarbeiten, kann man das Ziel erreichen.



Fazit:
Ich finde ein Spiel wie den Bee Simulator sehr wichtig, um auch den Kindern auf spielerische Art aufzuzeigen, weshalb Bienen so schützenswert sind. Umso erfreulicher ist, dass sich mit bigben interactive sogar ein großer Publisher gefunden hat, der das Spiel herausbringt – dafür muss man ihnen wirklich Anerkennung zollen. Das Spiel selbst ist in großen Teilen auch gelungen und bringt einem die Welt der Bienen gekonnt rüber, wenngleich es hier und da auch mal an Realismus fehlt. Nichtsdestotrotz ist der Bee Simulator gerade für Kinder sehr lehrreich und sollte meiner Meinung nach von Eltern jüngerer Kinder unbedingt gekauft werden.
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Special vom: 03.12.2019
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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