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Kurz vorgestellt: Flower Shop: Winter in Fairbrook
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Visual Novel-Freunde dürfen sich freuen. Denn Ratalaika Games, die mit Chemically Bonded, Death Becomes You oder Kuroi Tsubasa (um nur ein paar Beispiele zu nennen) bereits zahlreiche andere Genre-Vertreter herausbrachten, haben ein neues Spiel veröffentlicht.

In Flower Shop: Winter in Fairbrook schlüpfen wir in die Rolle von Natalie, die sich ihre Winterferien im Grunde ganz anders vorgestellt hat. Denn eigentlich wollte sie, nachdem sie gerade ihr erstes Semester am College beendet hat, im Winter entspannen und eine Pause einlegen. Ihre Eltern sehen das aber etwas anders und bestehen darauf, dass sie sich endlich wie eine verantwortungsvolle Erwachsene verhält und in den Winterferien arbeitet. Obwohl sie so gar keine Lust hierauf hat, muss sie zustimmen, schließlich braucht sie das Geld. Und so macht sie sich schon wenig später auf nach Fairbrook, wo sie dank einer Mitbewohnerin einen Job in einem kleinen Blumenladen erhält.

Was folgt, ist eine nette, wenngleich auch sehr seichte Geschichte, in der Natalie zahlreiche Bekanntschaften macht, aus denen natürlich ebenfalls wieder Romanzen entstehen können. Bis es so weit ist, dauert es hier diesmal allerdings etwas. Denn ganz untypisch für dieses Genre stehen hier überraschend lang die Freundschaft zwischen Natalie und den anderen Charakteren im Vordergrund. Erst spät, wenn man zudem ebenso noch die richtigen Entscheidungen bei den Fragen/Antworten trifft, können daraus schlussendlich nicht nur verschiedene Romanzen entstehen, sondern auch bis zu neun unterschiedliche Enden, die man freischaltet.

Die Eingriffsmöglichkeiten in die Geschichte sind allerdings leider sehr rar gesät. Zum Glück bietet einem das Spiel aber dennoch Möglichkeiten an, auch selber tätig zu werden. Hierbei rückt dann sogar mal die Story in den Hintergrund und das Game wechselt von den sonst dominierenden Textpassagen zu einer Art Farming-Simulation-Light, in der man sich ein wenig um die Blumen im Laden kümmern muss. Tiefgreifende Spielelemente darf man hierbei aber natürlich nicht erwarten. Mehr als ein paar Tastendrücke wird einem hier nicht abverlangt. Dennoch ist es schön, dass Flower Shop: Winter in Fairbrook über solch ein Element verfügt, das das ansonsten doch recht eintönige Visual Novel-Gameplay ein wenig auflockert.

Bei der Optik bleibt das Spiel hingegen sehr klassisch. Wer bereits das ein oder andere Visual Novel gespielt hat, wird sofort wissen, was damit gemeint ist. Wie in den allermeisten Spielen dieses Genres bekommt man auch hier vor allem Porträts der Charaktere vor wechselnden Hintergründen zu sehen. Wie üblich sind die Charaktere und Hintergründe dabei liebevoll per Hand gezeichnet und im ebenso typischen Manga-Stil gehalten worden.

Als Sounduntermalung dienen verschiedene Soundeffekte sowie ein schöner Soundtrack. Auf eine Sprachausgabe, sei es in Englisch oder Deutsch, muss hingegen leider verzichtet werden. Die gesamte Geschichte wird also ausschließlich per Texteinblendungen erzählt, wobei diese auch nur in Englisch vorhanden sind. Doch das dürften Genre-Fans ebenfalls ja bereits gewohnt sein. Denn leider ist es gerade bei Visual Novels die Ausnahme, dass es eine deutsche Übersetzung gibt. Wenn sie sich weiterhin so großer Beliebtheit erfreuen, wird sich aber ebenso das eventuell irgendwann ändern und so auch diejenigen in den Genuss der Geschichten kommen, die dem Englischen nicht so mächtig sind.


Fazit:
Mit Flower Shop: Winter in Fairbrook hat Ratalaika Games ein weiteres schönes Visual Novel herausgebracht, das nicht nur durch seine Story, sondern auch durch ein paar nette Gameplayüberraschungen für viel Freude sorgt. Zwar sind die Farming-Elemente, die hin und wieder eingestreut werden, sehr rudimentär gehalten worden, dennoch ist es schön, dass sie da sind. Schließlich sorgen sie für ein wenig Abwechslung zum ansonsten ausschließlich aus Texten bestehenden Spielgeschehen.
Wer etwas mit dem Genre anfangen kann und sich nach einer neuen, herzerwärmenden Geschichte sehnt, der/die sollte sich Flower Shop: Winter in Fairbrook also keinesfalls entgehen lassen.

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Special vom: 11.04.2024
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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