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Kurz vorgestellt: Open Roads
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Egal ob What Remains of Edith Finch, Outer Wilds oder zuletzt Stray - Annapurna Interactive schafft es, wie kaum ein anderes Entwicklerstudio packende Geschichten zu erzählen und dabei auch noch tolle Spielerlebnisse zu bieten. Mit Open Roads ist nun endlich ihr neuestes Spiel erschienen und natürlich sind alle gespannt, ob es wieder so überzeugen kann.

In Open Roads erleben wir die Geschichte der 16-jährigen Tess Devine und ihrer Mutter Opal, die nach dem Tod der Großmutter ihr gemeinsames Haus verkaufen und ausziehen müssen. Beim Ausräumen entdecken sie auf dem Dachboden eine Kiste mit alten Notizen und Briefen, die offensichtlich niemand zu Gesicht bekommen sollten. Denn was dort drinsteht, deutet auf ein dunkles Geheimnis hin, das irgendetwas mit Einbrüchen, einem verlorenen Schatz und lang verlassenen Familienanwesen zu tun hat.
Auf Drängen von Tess machen sich die beiden wenig später auf einen Roadtrip entlang der amerikanisch-kanadischen Grenze, um die Geheimnisse der Vergangenheit zu lüften.

Überschaubares Gameplay
Wie man es von den meisten Annapurna Interactive-Spielen her kennt, ist auch der Roadtrip in Open Roads ein eher kurzes Vergnügen. Nach spätestens fünf Stunden hat man nämlich bereits das Ende erreicht und den Abspann vor Augen. Allerdings sind diese fünf Stunden wirklich intensiv, was jedoch weniger am Gameplay liegt. Dieses ist nämlich eher überschaubar. Actionpassagen, Jump`n`Run-Einlagen oder sucht man hier vergebens. Stattdessen läuft man ein wenig durch die Locations, durchsucht dort Schränke und Kommoden und steckt auch mal den ein oder anderen Gegenstand ein. Zudem gibt es noch ein paar Rätsel, die diesen Begriff aber zu einem Großteil eigentlich gar nicht verdient haben.

Ein emotionaler Roadtrip
Doch was ist es dann, was Open Roads trotzdem so intensiv und spielenswert macht? Die Antwort darauf lautet die Geschichte. Während ihres Roadtrips gibt es nämlich sehr viele Dialoge zwischen Tess und ihrer Mutter, wobei man schnell feststellt, dass zwischen ihnen auch nicht alles rund läuft. Mit der Zeit ändert sich ihr Verhältnis aber spürbar, wobei wir durch unterschiedliche Dialogoptionen, zumindest zu einem Teil, ebenfalls darüber entscheiden können, wie sich die Geschichte und ihr Verhältnis zueinander entwickelt.

Erstklassige Synchronisation
Neben der Story selber, die wirklich unfassbar gut geschrieben ist und einen mit all ihren Emotionen sofort in ihren Bann zieht, ist es vor allem die Synchronisation, die mir besonders imponiert hat. Hier waren nämlich wahrlich keine Amateure am Werk. Ganz im Gegenteil, mit Kaitlyn Dever, die Tess spricht, und Keri Russell (Opal) waren hier zwei echte Schauspiel-Profis am Werk. Kaitlyn Dever, die 2011 und 2012 für den Young Artist Award nominiert war, kennt man zum Beispiel aus Booksmart oder der Comedy-Serie Last Man Standing, wo sie an der Seite von Tim Allen gespielt hat. Keri Russell kennt man hingegen etwa aus der Serie in The Americans oder aus Star Wars: Der Aufstieg Skywalkers, wo sie Zorii Bliss verkörpert hat.
Da die beiden Frauen auch als Synchronsprecherinnen herausragende Arbeit leisten, ist es nur allzu verständlich, dass es keine deutsche Synchro gibt. Wer dem Englischen nicht so mächtig ist, die Story allerdings dennoch erleben und verstehen will, kann aber deutsche Untertitel einschalten, die auch gut übersetzt wurden.

Zu schnell am Ziel
Bei solch einer tollen Geschichte und Synchronarbeit ist es wirklich schade, dass der gesamte Roadtrip nach wenigen Stunden bereits wieder vorbei ist. Denn nach rund fünf Stunden ist das Familiengeheimnis gelöst und das Spiel damit beendet. Das ist wirklich bedauerlich, zumal auch die Grafik während des Roadtrips überzeugen kann. Die Mischung aus 3D-Settings und 2D-Figuren ist zwar zunächst etwas gewöhnungsbedürftig, nach wenigen Minuten ist man ihm aber erlegen und man würde am liebsten noch sehr viel mehr Stunden diese einzigartige Stilmischung bewundern.


Fazit:
Open Roads ist genau das, was man von einem Annapurna Interactive-Spiel erwartet, ein grandioses Erlebnis, bei dem die Story im Fokus steht. Und die hat es wirklich in sich. Während ihres Roadtrips auf der Suche nach den Familiengeheimnissen entwickelt sich zwischen Mutter und Tochter zahlreiche emotionale Dialoge, die keine*n unberührt lassen. Gemeinsam mit der tollen Synchronisation und dem außergewöhnlichen Grafik-Mix aus 2D- und 3D lässt Open Roads zu einem Spiel werden, das man unbedingt gespielt haben muss.

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Special vom: 16.04.2024
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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