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Kurz vorgestellt: Weedcraft Inc
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Mit Weedcraft Inc erschien kürzlich mal wieder ein (Wirtschafts-)Simulator auf den Konsolen, der bereits seit einiger Zeit auf dem PC erhältlich ist.

Dreh- und Angelpunkt von Weedcraft Inc ist das Geschäft mit Drogen - oder um es genauer zu sagen, das Geschäft unseres Bruders mit Drogen. Dieser hat damit nämlich angefangen, als unser Vater erkrankte und seine Schmerzen nur mit dem Konsum von Marihuana gelindert werden konnten. Der Vater ist mittlerweile zwar leider verstorben, aber das Geschäft unseres Bruders ist geblieben. Adlerdings hat er keinerlei Geschäftssinn, weshalb es eher vor sich hindümpelt. Genau hier kommen wir ins Spiel. Als mittelloser ehemaliger BWL-Student können wir uns zwar nicht mehr unsere Studiengebühren leisten, kennen uns dafür aber ein wenig mit Zahlen aus, weshalb uns unser Bruder anbietet, bei ihm einzusteigen. Wir sind zwar von der Idee (und von Drogen) nicht sehr angetan, aber aufgrund mangelnder Alternativen sagen wir zu. So startet unsere Karriere als Drogendealer.

Die ersten Pflanzen befinden sich im Keller des Familienhauses. Hier sieht es zwar weder einladend noch in irgendeiner Form professionell aus, aber immerhin können wir hier lernen, wie wir die wertvolle Pflanze anbauen, sowie hegen und pflegen. Der Vorgang ist dabei immer derselbe: durch entsprechende Symbole wird uns gezeigt, wann wir die Pflanze gießen, Düngen, schneiden oder ernten müssen, was wir dann wiederum durch einfaches Drücken auf das Symbol erledigen. Zu Anfang ist das alles noch recht einfach zu managen. Doch mit höherer Anzahl von Pflanzen kann das Ganze auch durchaus stressig werden. Dabei ist das noch der einfachste Teil unseres neuen Jobs. Denn während wir zum Start noch unser schlechtes Gras loswerden, werden die Kunden mit der Zeit immer anspruchsvoller. Deswegen heißt es nicht nur, neue Sorten anzubauen, sondern auch die Qualität des Produktes zu verbessern. Dafür braucht es aber nicht nur teure Anbauverbesserungen, wie etwa besseres Licht, Ventilatoren, Bewässerungsanlagen etc., sondern auch einiges an Geduld. Denn um die bestmögliche Qualität zu erreichen, gilt es auch die Nährstoffversorgung zu optimieren. Allerdings gibt es keinerlei Hinweise, in welchen Mengen die unterschiedlichen Sorten die drei Nährstoffe benötigen, weshalb hier nur Ausprobieren bleibt. Die Arbeit lohnt sich aber, denn für ein bessere Produkt zahlen die Kunden auch mehr. Mit dem Wachstum unseres Unternehmens kommen aber auch wieder neue Probleme auf. So müssen wir nicht nur Mitarbeiter einstellen (die dann auch das nervige Herumgeklicke beim Anbau der Pflanzen übernehmen), Scheinfirmen gründen und die Polizei schmieren, sondern uns auch mit der Konkurrenz auseinandersetzen. Die ist (wahrscheinlich wie in echt) skrupellos und bietet nicht nur bessere, sondern oftmals auch preiswertere Produkte an. Um dort mithalten zu können, muss man sich einiges einfallen lassen.

Weedcraft Inc bietet also viele Möglichkeiten, die man dem Spiel nach seinem eher eintönigen Einstieg gar nicht zutraut. Was im gesamten Spielverlauf nicht besser wird, ist der Humor. Sowohl die Sprüche als auch die Figuren (Kunden, Konkurrenz, Polizisten etc. die man während seiner Karriere antrifft) sind unfassbar klischeehaft. Wer hier scharfsinnige Pointen erwartet oder gar tiefgründige Kritik gegenüber der Wahl dieses Karriereweges erwartet hat, dürfte also sehr enttäuscht sein. Das Ganze bewegt sich eher auf dem "Ey Mann, wo ist mein Auto"-Niveau, der ja nun wahrlich nicht sehr anspruchsvoll war.


Fazit:
Obwohl Weedcraft Inc überraschend vielfältig ist und Tiefe bietet, dürfte es doch Geschmackssache sein, ob einem dieses Spiel zusagt oder nicht. Nicht nur das Hauptthema dürfte für viele ein No-Go sein, auch der klischeehafte Humor sowie das andauernde Herumgeklicke zu Anfang dürfte viele davon abhalten, länger im Geschäft zu bleiben. Wer diese Zeit übersteht, bekommt dann aber, wie bereits gesagt, ein überraschend vielfältiges Spiel, das einem zahlreiche Möglichkeiten bietet, über Stunden ein echtes Imperium aufzubauen.

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Special vom: 16.10.2022
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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