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Kurz vorgestellt: Summer in Mara
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Stardew Valley
hat es bereits 2016 erahnen lassen, doch der riesige Erfolg von Animal Crossing: New Horizons war nun der endgültige Beweis: Sogenannte Casual Games, die am besten auch noch einen Mix aus Lebens- und Farmsimulation darstellen, sind ganz groß angesagt. Kein Wunder also, dass im Zuge dessen noch eine Reihe solcher Spiele erscheinen werden, um von dem Erfolg zu profitieren. Der erste Vertreter, der dies versucht, ist Summer in Mara, das am 16. Juni für alle gängigen Plattformen erschienen ist. Ob das Spiel des kleinen spanischen Indiestudios Chibig tatsächlich das Zeug dazu hat, erfährst Du in diesem Test.

Wenn man Summer in Mara startet, überkommen einen sofort sommerliche Gefühle: Die Sonne scheint vom strahlend blauen Himmel auf das kleine, tropische Archipel, das inmitten des ebenso blauen Meeres liegt. Außerhalb unserer Sichtweite treiben Piraten ihr Unwesen, während auf der Insel kleine Häuser stehen, Gemüse in den kleinen Feldern heranwachsen, Obst von den Bäumen hängt und ein kleiner See zum Angeln einlädt. Kurz gesagt: Die Welt, in der Summer in Mara spielt, ist ein wundervolles Idyll und mitten drin stehen wir, in Form des kleinen Waisenmädchens Koa, die hier in der Obhut von Yaya Haku, einer alten Dame, die irgendetwas von einem Fisch in sich zu tragen scheint, aufwuchs und mittlerweile groß genug ist, um ihr ein wenig zur Hand zu gehen.

Diese „Emanzipierung“ kommt auch keinen Tag zu früh, denn ehe wir uns versehen, hat uns unsere Großmutter verlassen. Wo hin sie ist oder ob sie gar tot ist, wird nicht erwähnt. Klar ist aber, dass Koa nun auf sich allein gestellt ist und das erste, was ihr dabei in den Sinn kommt, ist, selbst die große kleine Welt des Archipels zu entdecken. So machen wir uns mit dem reparierten Boot unserer Großmutter nach Qälis, der Hauptinsel des Archipels, auf.
Dieser Weg von unserer kleine Heimatinsel nach Qälis bzw. den anderen Inseln wird fortan keine Ausnahme bleiben. Denn so gut wie für jede Quest, die wir von den insgesamt 20 Bewohnern von Qälis und den anderen Inseln des Archipels erhalten, müssen wir zu unserer Heimat zurück. Denn nur dort können wir das Gemüse anbauen oder Gegenstände herstellen, die von unseren Questgebern gewünscht werden.
Dieses andauernde Hin und Her und zwischenzeitliche Gewarte, bis zum Beispiel endlich die Möhren gewachsen sind, kann einen mitunter schon mal auf die Probe stellen, denn das Ganze ist auf Dauer schon recht eintönig.

Dabei macht das Bewirtschaften der eigenen Insel auch in Summer in Mara eigentlich richtig Spaß. Gemüse auszusäen, es täglich zu gießen, Bäume zu fällen, angeln zu gehen und mit den ganzen gewonnen Rohstoffen hochwertigere Dinge herzustellen, bestehende Gebäude zu reparieren oder unsere kleine Farm langsam aber sicher zu erweitern, ist hier genauso befriedigend wie etwa in einem Stardew Valley oder Animal Crossing: New Horizons. Es ist eben jenes andauernde und aufgezwungene Hin- und Hergefahre, das einen dabei stört, denn das macht überhaupt keinen Spaß. Auch das Erkunden hätte ruhig etwas spannender sein können. Anstatt überall auf ein anderes Abenteuer zu treffen, herrscht manchmal gähnende Leere. Immerhin lohnt sich der Trip meistens dennoch, denn unter Wasser warten verschiedene Schätze darauf, gehoben zu werden.
Was wirklich eine Menge Spaß macht, ist das Kochen. Nicht nur, dass es einen davor bewahrt, vollkommen erschöpft auf der Stelle zusammenzubrechen, sondern vor allem, weil es etliche unterschiedliche Rezepte gibt. Wer hier mit hungrigem Magen spielt, wird es sicherlich schnell bereuen, so lecker sind manche Rezepte.

Neben dem ganzen Farmen, Entdecken und Genießen wird in Summer in Mara auch noch eine kleine Geschichte erzählt. Doch ganz ehrlich gesagt ist diese, in der es darum geht, dass ein böser Konzern namens Elit Mara erobern und den Ozean ausbeuten möchte, so belanglos, dass es eigentlich keinen Unterschied machen würde, wenn sie nicht da wäre. So liest man die kleinen Texteinblendungen aber immer wieder mit und erfüllt die Aufgaben, die dazu nötig sind, um den bösen Konzern aufzuhalten.
Apropos Texteinblendungen: Hier sollte man nicht zu genau hinschauen. Die Übersetzung scheint nämlich mit dem Google Translator getätigt worden zu sein. Anders kann ich mir Sachen wie „Holz schneiden“ anstatt „Holz hacken“ nicht erklären. Wirklich tragisch sind solche Fehler aber nicht, zumal man während der Dialoge mit wundervoll gezeichneten Charakteren entschädigt wird. Ohnehin muss man sagen, dass Summer in Mara optisch durchaus etwas hermacht und einem mit seinen bunten Farben auch grafisch den Sommer auf den Bildschirm bringt. Zudem erinnert es einen irgendwie an ein kleines Spielchen Namens Zelda: The Wind Waker.


Fazit:
Summer in Mara
ist sicherlich kein neues Animal Crossing: New Horizons, dafür gibt es hier einfach zu viel Leerlauf und die Quests bieten zu wenig Abwechslung. Dennoch macht das Spiel von Chibig durchaus Spaß. Nicht nur, dass man hier ohne Zeitdruck gut entspannen kann, es versprüht mit seinem Südsee-Archipel, den knalligen Farben und den netten Charakteren auch eine tolle Sommerstimmung, die einen direkt vom nächsten Urlaub träumen lässt. Natürlich sind da auch noch die zahlreichen tollen Rezepte, die man craften kann und einem teilweise das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen. Wer ein paar entspannte Stunden, ganz ohne Gewalt und Hektik, verbringen möchte, ist bei Summer in Mara also genau richtig.
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Special vom: 24.06.2020
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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