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Kurz vorgestellt: Welcome to Elk
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Etwas über Welcome to Elk zu schreiben, ist mir gar nicht einfach gefallen. Mit den meisten der sonst typischen Konventionen, die für Videospiele gelten, hat dieses Spiel wenig zu tun. Grafik, Sound und Gameplay sind hier nicht nur zweitrangig, sondern eigentlich vollkommen irrelevant. Selbst das Wort „Spiel“ ist hier eigentlich fehl am Platz. Welcome to Elk ist nämlich viel besser als Erlebnis zu betiteln, bei dem die Story im Mittelpunkt steht. Das Besondere an diesem Werk ist nämlich, dass wir als Frigg, eine junge Schreinerin, die für eine Lehrlingsstelle aus der großen Stadt auf die kleine beschauliche Insel Elk gezogen ist, hier Erzählungen und Geschichten erleben, die nicht fiktional sind. Zwar wurden Namen, Orte und andere Details verändert, um die wahren Personen hinter den Geschichten zu schützen und die Geschichten nicht Eins zu Eins übernommen, sondern teilweise neugeschrieben und zu einer linearen Erzählung kombiniert, im Kern sind sie aber alle so geschehen.

Obwohl die Comicgrafik durchaus ein eher spaßiges Spiel vermuten lässt, erkennt man bereits nach wenigen Minuten, dass dem nicht so ist. Bereits in einer der ersten Szenen geht es um sexuelle Belästigung. Später folgen noch weitere ernste Themen wie etwa der Tod, Mord oder Alkoholabhängigkeit. Teilweise sind die Geschehnisse, die dabei erzählt werden wirklich heftig und lassen einen erschaudern. Wer dem gegenüber empfindlich ist, sollte sich den Kauf von Welcome to Elk also lieber zweimal überlegen oder aber, wie es die Entwickler selbst vorschlagen, auf Steam die wahren Geschichten durchlesen, um ein Gefühl dafür zu bekommen, was einen im Spiel erwartet.

Auch auf Elk geht es aber nicht immer so düster zu. Ab und an werden einem von den teils sehr eigentümlichen und wundersamen Inselbewohnern auch humorvolle Geschichten erzählt. Zudem gibt es zur Auflockerung immer wieder kleine Minispiele, in denen wir Aufgaben für unsere neuen Freunde erledigen müssen. Die Spiele wirken dabei alle sehr durchdacht und unterstreichen stets die Geschichte und Stimmung des Spiels. Der Schwierigkeitsgrad hält sich allerdings in Grenzen, was in diesem Fall aber wirklich gar nichts macht, da sie ohnehin eher als nette Dreingabe anzusehen sind. Weitere Gameplay-Mechaniken gibt es übrigens nicht. Ansonsten läuft man immer nur durch das Dorf und spricht mit dessen Bewohnern. Auf eine Synchronisation müssen wir dabei leider verzichten. Stattdessen gibt es nur Untertitel – diese aber leider auch nur auf Englisch.


Fazit:
Welcome to Elk
ist im Grunde kein Spiel. Zwar gibt es durchaus einige Minigames, die sind aber als nette Dreingabe anzusehen. Was hier im Vordergrund steht, sind die Geschichten der Inselbewohner, die alle auf realen Begebenheiten basieren. Genau dieser Umstand ist es auch, was Welcome to Elk zugleich besonders aber auch erschütternd macht. Wenn hier von Mord oder sexueller Belästigung die Rede ist, weiß man immer, dass sich dies nicht irgendwelche Autoren haben einfallen lassen, sondern realen Menschen genau so (oder in leicht abgewandelter Version) widerfahren ist – und genau das dürfte für viele erschütternd sein.
Ob man sich Welcome to Elk kauft oder nicht, sollte sich also jeder selbst genauestens überlegen – wenn man sich für den Kauf entscheidet, erhält man aber ein beeindruckendes Werk, an das man sich ganz sicher noch lange erinnern wird.
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Special vom: 27.09.2020
Autor dieses Specials: Stefan.Heppert
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