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Kurz vorgestellt: SEASON - A letter to the future
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yugibanner


emperorEntwickler Scavenger's Studio haben mit ihrem Erstling Darwin Project ein actionreiches Battle Royale auf den Markt geworfen. Ihr zweites Spiel könnte sich thematisch und atmosphärisch nicht stärker davon unterscheiden, als es SEASON: A letter to the future nun macht. Statt lautem Geballer in hektischer Umgebung widmen wir uns den ruhigeren Klängen der Umwelt und erforschen ruhig die Ästhetik unserer Umwelt.

Wenn sich bei uns die Jahreszeiten ändern, bringt dies zwar auch Veränderungen mit sich, doch in SEASON steht so ein Wechsel für kataklysmische Endzeiten. Was genau das bedeutet, ist nicht so ganz eindeutig, aber unsere Protagonistin weiß, dass sie ihre aktuelle Welt aufzeichnen und ins mystische Museum bringen muss, um zumindest die Erinnerung an ihre Zeit aufrecht zu erhalten. So verlassen wir unser beschauliches Dörfchen und ziehen auf unserem Fahrrad los, um bewaffnet mit Tonbandgerät und Kamera die Eindrücke der Welt aufzunehmen und zu archivieren.



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SEASON als Walking Simulator abzustempeln, wird dem Titel nicht gerecht. Zwar beginnt alles recht simpel, indem wir verschiedene Objekte in unserem Haus anschauen und ein paar gedankliche Fetzen dazu erfahren, doch sobald wir uns nur durch das kleine Dorf bewegen, eröffnet sich bereits eine weitere, offenere Welt, die es zu erkunden gilt. Unser Ziel ist das Ausfüllen der Seiten unseres Notizbuches, die wir recht frei gestalten können. Jeder Örtlichkeit sind mehrere Seiten gewidmet, in die wir Fotos, kleine Textpassagen und aufgenommene Klänge einfügen können, um diese Eindrücke für die Nachwelt festzuhalten. Mit dem Tonbandgerät nehmen wir das Plätschern von Brunnen oder Musik aus einem Grammophon auf und unsere Kamera lässt uns mit vielen Einstellungsmöglichkeiten und Filtern Fresken und Graffitis an Wänden oder Sehenswürdigkeiten fotografieren. Haben wir genügend Dinge, die wir auf den Seiten frei verteilen, drehen und zoomen können, über einen Ort zusammengetragen, gibt es eine kleine Sequenz und weitere Zeichnungen.

Wenn wir die Stadt verlassen, haben wir zwar ein Endziel mit dem Museum vor Augen, doch der Weg dorthin steht uns relativ frei. So fahren wir mit dem Fahrrad los und lösen auch kleinere Rätsel, um die schwindende Welt zu erfassen. Manche Dinge im Notizbuch sind durch graue Silhouetten vorgegeben und verlangen bestimmte Fotos oder Geräusche, damit zumindest ein kleines Grundmaß an Führung stattfindet. Besonders überzeugend sind Unterhaltungen mit den voll vertonten NPCs, bei denen man jedes noch so "langweilige" Detail über sie erfahren kann.

Wenn es etwas zu bemängeln gibt, dann ist es wohl die Steuerung. Unsere Protagonistin bewegt sich ein wenig hakelig und vor allem auf dem Fahrrad kommt es häufig vor, dass man an irgendeiner kleinen Ecke hängen bleibt und abrupt stehen bleibt und direkt vom Fahrrad absteigt. Das stört den Spielfluss ein wenig. Dafür sind Grafik und Sound über jeden Zweifel erhaben. Jede Einstellung, die man mit der Kamera vornimmt, gleicht einem Gemälde, was sowohl am Grafikstil als auch am gesamten Design der lebendigen Spielwelt liegt. Dass der Sound überzeugen kann, ist kaum verwunderlich, wird doch ein extremer Fokus auf das Sounddesign und jedes kleinste Geräusch gelegt. Aber auch die stimmungsvolle Hintergrundmusik trägt ihren Teil zu einer authentischen Atmosphäre bei.

Fazit:
SEASON: A letter to the future ist ein ruhiges Spiel, das jeden belohnt, der sich auf das Gameplay einlässt. Hier gibt es keine Action, sondern Atmosphäre pur, in der man sich komplett verlieren kann. Jeder Ort, jede Person und jedes Geräusch möchte erkundet und aufgenommen werden, um den Weg in unser Notizbuch zu finden. Die Geschichte um den Erhalt der Erinnerungen ist berührend und vor allem die Einzelschicksale der verschiedenen NPCs, mit denen die Welt noch bevölkert ist, hinterlassen einen tiefen Eindruck. Wer gerne eine atmosphärische Welt erkundet und jeden Winkel untersucht, der sollte sich SEASON: A letter to the future auf keinen Fall entgehen lassen.

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Special vom: 02.03.2023
Autor dieses Specials: Kai Wommelsdorf
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